Ein Smartphone wird am Lenrad eines Fahrrads befestigt.
Digitale Tourenplanung (Bild: Rawpixel Ltd. - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Digitale Tourenplanung

Radtouren durch fremde Landschaften waren lange Zeit entweder eine Fahrt ins Blaue oder eine Aneinanderreihung von Zwischenstopps mit Studium der mitgebrachten Straßenkarten. Letzteres blieb aber oft ohne Erfolg, da interessante Fahrradrouten in solchen Karten nicht prominent verzeichnet sind.

Neue Technologien, neue Möglichkeiten

Mit der Entwicklung von neuen Technologien auf dem Gebiet des Mobilfunks, der Navigation und des Internets haben sich auch neue Möglichkeiten bezüglich der Orientierung bei Fahrradtouren ergeben.

Die Technik

Mit der starken Verbreitung von GPS-tauglichen Mobiltelefonen ist die Verortung des Fahrrades im Gelände nicht mehr eine Frage des persönlichen Orientierungssinns. Lediglich die Empfangsmöglichkeiten für den GPS-Funk können das Erlebnis noch etwas trüben.

Zum Identifizieren des Standortes müssen nun nicht mehr Entfernungsangaben auf Hinweisschildern ausgewertet werden. Stattdessen zeigt das Display des am Lenker montierten Mobiltelefons die aktuelle Position als Punkt in einer Karte an.

Mit einem Ladegerät, das die spezielle Spannung des E-Bike Akkus in die Nennspannung des Mobiltelefons umwandelt, kann das Display während der ganzen Fahrt mit maximaler Aufhellung genutzt und damit der Sonneneinstrahlung getrotzt werden.

Ist ein E-Bike Akku nicht vorhanden hilft ein Dynamolader weiter. Hier sollten aber die Spezifikationen und bisherigen Erfahrungen der User vor dem Kauf genau studiert werden. Dynamolader brauchen eine überzeugende Steuerlogik, um die mit der Fahrgeschwindigkeit stark schwankende Spannung handygerecht aufzubereiten.

Der Schutz des Mobiltelefons gegen Wasser und Staub wird mit entsprechenden Hüllen sichergestellt, die aber die Bedienung des Touchscreens nicht beeinträchtigen dürfen. Eine Alternative zu diesen Hüllen könnte die Anschaffung eines wasserdichten und staubdichten Mobiltelefons sein. Hinweise dazu gibt der IP-Code (International Protection Code) in der Produktbeschreibung.

Die Routen und Tracks

Die angebotenen Tourenpläne lassen sich nach verschiedenen Gesichtspunkten einteilen. Den kürzesten Fahrradweg von A nach B zu finden, ist dabei eine zwar nicht unübliche, aber die wohl am wenigsten innovative Aufgabenstellung.

Vielmehr geht es um die Gestaltung von Routenvarianten, die bestimmten Interessen und Vorlieben der Radfahrer entsprechen. So gibt es Apps, die die Routen hinsichtlich sportlicher Schwierigkeitsgrade oder landschaftlicher Schönheit unterteilen.

Sammler von offiziellen Radrouten greifen gerne auf die oft von Tourismusvereinen bereitgestellten Tourenpläne zu, die die Radwege samt dezenter Hinweise auf Raststationen und Beherbergungsbetriebe abbilden.

Abenteurer, die lieber auf „unbeaten tracks“ unterwegs sein möchten, nutzen die durch Communities bereitgestellten und individuell gestalteten Routen. Bei der Entwicklung dieser Routen hilft den Radprofis eine Funktion, die die tatsächlich gefahrene Strecke in Form eines Tracks speichert. Aus einem Track wird eine neue Route, indem man diesen mit anderen Usern teilt.

Manche Communities begnügen sich nicht nur mit der Darstellung von Strecken. Sie reichern ihre Tracks mit Leistungsdaten (Geschwindigkeit, Zwischenzeiten, etc.) an und sorgen so für sportlichen Wettbewerb unter ihren Mitgliedern.

Digitale Karten für die Tourenplanung

Als Bereitsteller von Kartenmaterial hat sich zwar Google Maps einen großen Namen gemacht, die Detailtiefe ist aber für Tourenfahrer nicht immer ausreichend. Viele stützen sich deshalb bei der Tourenplanung auf die Open Street Map (OSM) oder von Communities erstellte Karten, in die auch Höhenprofile eingepflegt sind.

Am besten ist es, sich diese Karten via WLAN auf das Mobiltelefon zu laden, um die Daten dann auch offline nutzen zu können. Damit lassen sich Darstellungslücken in entlegenen Gebieten ohne Mobilfunkabdeckung umgehen.

Mehr zum Thema