Zwei Personen fahren mit ihren Kindern sitzend im Fahrradsitz Fahrrad
Kinderfahrradsitze fürs E-Bike - Informationen die Sie kennen sollten (Bild: Halfpoint - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks Kinderfahrradsitze fürs E-Bike: Das müssen Sie wissen!

Kinderfahrradsitze sind eine beliebte Mitnahmemöglichkeit für Kinder. Gerade im Sommer sieht man fast überall Eltern, die ihren Nachwuchs in einem Kindersitz auf dem Fahrrad mitnehmen. Doch wie sieht es mit Kinderfahrradsitzen fürs E-Bike aus? Benötigt man einen speziellen E-Bike Sitz für Kinder? Und darf man Kinder überhaupt auf einem E-Bike transportieren? Familienforen sind voll mit Fragen rund ums Thema Kindersitze fürs E-Bike und die Antworten sehen meist recht unterschiedlich aus. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, ob und wie Sie ein Kind sicher auf dem E-Bike transportieren können und worauf Sie bei einem E-Bike Sitz für Kinder achten müssen. Außerdem geben wir Auskunft über die rechtlichen Regelungen und erklären, was erlaubt ist und was nicht.

Kindersitze fürs E-Bike: Diese rechtlichen Regeln gelten

Zunächst einmal sollten Sie den Unterschied zwischen einem E-Bike und einem Pedelec kennen. Denn je nach Gefährt fallen auch die rechtlichen Regelungen unterschiedlich aus. Ein Pedelec bietet eine Motorunterstützung bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Das heißt: Der Fahrer oder die Fahrerin muss auch weiterhin in die Pedale treten. Ein E-Bike kann dagegen per Knopfdruck gesteuert werden und ermöglicht somit eine Fahrt ganz ohne eigene Tretkraft. Darüber hinaus gibt es noch S-Pedelecs. Sie bieten eine Motorunterstützung beim Treten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h.

Bei E-Bikes und S-Pedelecs ist die Mitnahme von Kindern in einem Kinderfahrradsitz erlaubt. Die Mitnahme in einem Kinderfahrradanhänger ist dagegen verboten. Bei einem Pedelec mit einer Maximalgeschwindigkeit von 25 km/h dürfen Kinder dagegen im Kinderfahrradsitz oder auch im Kinderfahrradanhänger transportiert werden. Außerdem müssen Kinder bei jeglicher Fahrt mit E-Bike und S-Pedelec im Kinderfahrradsitz immer einen Helm tragen.

E-Bike Sitz für Kinder – darauf sollten Sie achten

Kinderfahrradsitze bieten grundsätzlich immer eine Rückenlehne und beidseitige Fußstützen. Außerdem muss das Kind im Sitz während der Fahrt fortwährend mit einem Gurt befestigt werden. Je nach Modell gibt es Kinderfahrradsitze, die am Lenkrad montiert werden können, oder auch Kindersitze, die auf dem Gepäckträger befestigt werden. Allerdings sollten Sie bei einem Kinderfahrradsitz für ein E-Bike außerdem auf folgende Aspekte achten:

  • Damit ein Kind in einem Kindersitz transportiert werden kann, muss es bereits alleine sitzen können. Das heißt: Babys unter 6 Monaten haben in einem Kindersitz nichts verloren! Generell ist ein Kindersitz erst ab einem Alter von mindestens 8 oder 12 Monaten zu empfehlen und eignet sich meist erst ab Kleinkindalter.
  • Es gilt außerdem ein Höchstalter von 7 Jahren für Kinder, die in einem Fahrradsitz transportiert werden. Ab dem 8. Geburtstag dürfen Kinder also nicht mehr auf dem Fahrrad oder E-Bike mitgenommen werden.
  • Darüber hinaus gibt es auch feste Vorschriften für das Gewicht des Kindes. Ein Kindersitz, der vorne am Rad befestigt wird, eignet sich für Kinder bis maximal 15 Kilogramm. Für Kindersitze auf dem Gepäckträger gilt ebenfalls ein Maximalgewicht von 25 Kilogramm.
  • Der Kindersitz muss so montiert werden, dass die Bewegungsfreiheit und die Sicht des Fahrenden in keiner Weise eingeschränkt wird. Ebenso wichtig ist eine sichere Anbringung des Kinderfahrradsitzes, damit er sich nicht von allein lösen kann. Ziehen Sie alle Schrauben gut fest und achten Sie bei der Installation auf die Montageanleitung des Herstellers. Falls Sie sich nicht sicher sind, sollte die Montage durch einen Fachmann erfolgen.
  • Bei der Mitnahme eines Kindes auf E-Bike und E-Pedelec gilt Helmpflicht. Das Kind muss zu jederzeit auf dem Bike einen gut passenden Kinderhelm tragen. Und auch bei der Mitnahme auf einem Pedelec mit einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h empfiehlt sich für eine höhere Sicherheit immer das Tragen eines Helmes – sowohl für Fahrende als auch für Kinder.
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So kaufen Sie den richtigen Kindersitz fürs E-Bike

Person fährt ein Kind auf dem Fahrrad, welches im Kindersitz sitzt, durch die Gegend
So kaufen Sie den richtigen Kindersitz fürs E-Bike (Bild: Iuliia Sokolovska - stock.adobe.com)

Um einen passenden Kindersitz fürs E-Bike zu finden, sollten Sie folgende Kriterien beachten:

  • Das Modell: Sie haben die Wahl aus zwei Modellvarianten: Heckmodellen und Lenkermodellen. Beide Optionen haben verschiedene Vor- und Nachteile. Während sich Lenkermodelle vor allem für kleine Kinder eignen und den Vorteil haben, dass Sie während der Fahrt das Kind im Blick haben und mit dem Kind sprechen können, gelten das Maximalgewicht von 15 Kilogramm, die teilweise eingeschränkte Sicht und die verminderte Stabilität sowie Probleme beim Auf- und Absteigen als Nachteil. Heckkindersitze ermöglichen dagegen ein besseres Handling sowie ein leichtes Auf- und Absteigen. Außerdem bieten Sitze vorne bessere Sichtverhältnisse sowie eine schnellere Montage. Allerdings haben Sie bei einem Heckmodell keinen Blickkontakt mit dem Kind und können auch den Gepäckträger nicht mehr nutzen.
  • Die Belastbarkeit: Grundsätzlich eignen sich die meisten Kindersitze bis zu einem Höchstgewicht von 22 oder 25 Kilogramm. Allerdings sollte diese Gewichtsgrenze nicht unbedingt voll ausgeschöpft werden, denn je mehr Gewicht auf Ihrem E-Bike lastet, desto schwieriger kann die Fahrt auf dem E-Bike werden. Somit kann eine zusätzliche Belastung durchs Kind Ihre Sicherheit enorm einschränken.
  • Die Ausstattung: Damit Ihr Kind bequem sitzt, sollte ein Kinderfahrradsitz fürs E-Bike gut gepolstert sein und über einen verstellbaren 5-Punkte-Sicherheitsgurt verfügen. Dies sorgt auch bei langen Radtouren für einen dauerhaft sicheren und bequemen Sitz. Darüber hinaus bieten viele Sitze mittlerweile auch eine Schlaffunktion und eine Anpassung der Rückenlehne an die Körpergröße des Kindes.