Ausgedruckte Fotos
Die richtige Bildauflösung: Verwendungszweck entscheidend (Bild: utoi - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks

Die richtige Bildauflösung: Verwendungszweck entscheidend

Die optimale Bildauflösung von selbstgemachten Fotos hängt vom Verwendungszweck eines jeden einzelnen Digitalbildes ab. Während Sie sich für die Ausgabe am Bildschirm keine großen Gedanken machen müssen, ist die Auflösung für die Qualität eines Foto- oder Posterausdrucks entscheidend.

Beim Kauf einer neuen Kamera oder eines Smartphones ist die Anzahl der Megapixel ein oft genanntes Verkaufsargument. Dabei stehen heute aber auch andere Leistungsmerkmale einer Kamera im Vordergrund, wie Brennweite des Objektivs, Video- oder WiFi-Funktion.

Kamerahersteller geben den Megapixel-Wert oft an erster Stelle an, um damit die Leistungsfähigkeit eines Bildsensors zu beschreiben, die darüber hinaus allerdings von weiteren Faktoren abhängt. Errechnet wird diese Eingabe-Auflösung eines digitalen Bildes aus der Breite und der Höhe des Bildes in Pixeln. Eine Million Pixel werden als ein Megapixel bezeichnet. Hat das Bild ein Format von 4288 x 2848 Pixeln, entspricht das einer Auflösung von rund 12,2 Megapixeln.

Fakt ist, die Auflösung hängt vom Ausgangsmedium ab, die Wiedergabeauflösung allerdings nicht. Dabei ist es egal, ob es sich um Kamera, Negativ, Papierbild, Dia oder etwas anderes handelt. Es kommt darauf an, für was man die Fotos verwenden bzw. wie man die Bilder ansehen möchte. Für die Betrachtung der Bilder am Monitor werden keine 10 Megapixel benötigt, da der Bildschirm nur einen Bruchteil der Auflösung wiedergeben kann. 4:3-Bildschirme können nur 0,8 Megapixel wiedergeben. Auch die Wiedergabefähigkeit vom Fernsehstandard HDTV beläuft sich auf lediglich 2,0 Megapixel.

Große Formate und Posterdrucke

Person bedient Spiegelreflexkamera
(Bild: fotostudiocolor24 - stock.adobe.com)

Für große Formate und professionellen Druck ist eine möglichst hohe Auflösung Grundvoraussetzung. Profi-Fotografen fotografieren mit mehr als 18 Megapixeln, da Fotos so deutlich besser und genauer nachbearbeitet werden können. So können Bilder mit einer hohen Megapixelzahl einzelne Ausschnitte eines Bildes schärfer vergrößert werden. So wird das „Mehr“ an Auflösung zum zusätzlichen Zoom bei der Bildbearbeitung. Ein Beispiel: Nehmen Sie nur ein Viertel eines 10 Megapixel-Fotos, bleiben dennoch genug Pixel für einen Abzug von 10 x 15 cm über.

Definition

Die Bildauflösung beschreibt die Bildgröße ohne die Relation zum Wiedergabemedium. Für die Anzeige am Bildschirm oder für den Druck wird sie in ppi (pixel per inch) oder dpi (dots per inch) angegeben. Je deutlicher diese grafischen Strukturen in der Feinheit erkannt werden, umso höher ist die Bildauflösung oder die Dichte der Druckpunkte.

Bei Bilddaten für den Druck und die Bereitstellung in Datenbanken werden Ausgabe-Bildauflösungen erstellt. Faustregel Druck: Im Offsetdruck muss das gedruckte Foto in seiner Größe in Millimetern (Höhe und Breite) so skaliert sein, dass es für die geplante Bildgröße 300 dpi aufweist. Gedruckt wird in dots per inch. In der Praxis sind Auflösungen in ppi und in dpi fast identisch.

Die Auflösung eines Digitalbildes bestimmt sich durch die Anzahl der Pixel und deren Farbtiefe. Sie entsteht über das Auflösungsvermögen des Bildsensors einer Kamera oder die Sensoren eines Scanners. Diese Auflösung regeneriert sich aus der Umwandlung von Licht in digitale Signale. Es entsteht die ursprüngliche Bilddatei, deren Auflösung auch als Eingabe-Auflösung bezeichnet wird.