Schutzschild mit grünem Haken
Windows Defender: Darum bremst das Tool Ihren PC (Bild: TanzimGraphicsZone - stock.adobe.com)

Tipps und Tricks Windows Defender: Darum bremst der Virenschutz Ihren PC

Um einwandfrei zu funktionieren, benötigt ein Virenscanner immer Systemressourcen. Allerdings kann es auch schnell zu einer Überbelastung kommen, die sich negativ auf die Performance Ihres PCs oder Laptops auswirken kann. Ein besonders häufig angewendetes Tool ist der Microsoft Virenscanner. Der Windows Defender gilt eigentlich als ein Tool, das unauffällig im Hintergrund arbeitet. Allerdings wurde jetzt entdeckt, dass andere Schutzsysteme deutlich genügsamer im Ressourcenumgang sind. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen, wie sich die Verwendung des Windows Defender auf die Leistungsfähigkeit Ihres Laptops und PCs auswirken kann, und was Sie dagegen tun können. Darüber hinaus erklären wir, wie Sie den Microsoft Virenscanner aktivieren und ob dieser als Schutz ausreichend ist.

Ist bei Windows ein Virenschutz nötig?

Windows 10 und Windows 11 sind mit einem neuartigen Virenschutz ausgestattet, der automatisch aktiviert wird, wenn Sie Ihr Gerät starten. Somit sind Sie jederzeit aktiv geschützt. Dabei führt Windows-Sicherheit eine konstante Überprüfung auf Viren, Malware und Sicherheitsbedrohungen durch. Außerdem werden zusätzlich dazu verfügbare Updates automatisch heruntergeladen. Somit ist eine manuelle Aktualisierung und ein zusätzlicher Virenschutz nicht notwendig.

Ist der Windows Defender als Virenschutz ausreichend?

Wenn Sie Windows 8 oder ein neueres Betriebssystem verwenden, ist der Windows Defender automatisch als Virenschutz in das Betriebssystem integriert. Er dient der Abwehr von Spyware und Malware und ist komplett kostenfrei. Der Microsoft Virenscanner bietet einen Echtzeitschutz und verhindert somit, dass Schadsoftware auf Ihren PC oder Laptop gelangt. Zudem garantiert das Tool einen sicheren Systemstart und blockiert potenzielle Rootkits. Laut Experten ist der Windows Defender Virenschutz zur heimischen Nutzung von Computern ausreichend. Unternehmen und Personen, die vertrauliche sowie prekäre Daten auf Ihrem Laptop und PC sichern, sollten trotzdem besser auf eine weitere lizensierte Software zurückgreifen.

Ist Windows Defender automatisch aktiviert?

Wenn Sie ein Gerät besitzen, das über Windows 8, Windows 10 oder Windows 11 verfügt, ist der Windows Defender automatisch vorinstalliert. In der Regel ist der Virenscanner von Microsoft auch ab Werk aktiviert. Trotzdem sollten Sie im Zweifelsfall lieber noch einmal überprüfen, ob die Software tatsächlich aktiviert ist und die Installation von Schadsoftware und Viren verhindern. Hierzu gehen Sie über „Start“, „Einstellungen“, „Update und Sicherheit“ in die Sicherheitseinstellungen Ihres Geräts. Dort können Sie überprüfen, ob der Windows Defender aktiviert oder deaktiviert ist und die Einstellung nach Belieben ändern.

Eingeschränkte Leistung wegen Windows Defender

Handy und Laptop liegen aufeinander
Windows gehört zu den beliebtesten Betriebssystemen auf dem Markt (Bild: Scanrail - stock.adobe.com)

Doch der Microsoft Virenschutz bringt auch Nachteile mit sich. Wie jetzt bekannt wurde, führt die Verwendung von Windows Defender zu einer Leistungseinschränkung von bis zu 6 Prozent. Damit liegt das Tool, im Vergleich zu anderen Antivirenprogrammen, deutlich über dem üblichen Ressourcenverbrauch. Angeblich gibt es diese Leistungseinbrüche bereits seit dem Einsatz von Core i8. Ältere Prozessoren und AMD-Prozessoren sind von diesem Problem allerdings nicht betroffen.

Laut den neuesten Erkenntnissen liegt das Problem daran, dass der Windows Defender auf alle sieben verfügbaren Performance Counter gleichzeitig zugreift und diese in einen Modus versetzt, der enorm viele Ressourcen für sich beansprucht. Sobald ein anderes Programm den Modus wieder abändert, wird der Microsoft Virenscanner in die Flucht geschlagen und die Leistungseinschränkung ist behoben.

So können Sie die Leistungseinschränkung verhindern

Die gute Nachricht: Es gibt etwas, dass Sie tun können, um die Windows Defender Bremse zu lösen. Auch wenn bis jetzt noch nicht bekannt ist, wann genau der Virenscanner auf alle Performance Counter der Prozessoren zugreift und welchen Grund es dafür gibt, ist schon jetzt eine Lösung verfügbar. Sie müssen den Virenscanner also nicht direkt deaktivieren – was generell keine gute Idee wäre – oder auf eine teure Alternative zugreifen, um das Problem zu beheben.

Um eine Leistungseinschränkung durch den Windows Defender zu verhindern, sollten Sie auf das Tool ThrottleStop zurückgreifen. Dieses verfügt über eine neue Funktion, die den Namen „Windows Defender Boost“ trägt. Sobald sie aktiviert wird, verschwindet das Windows Defender Problem ganz von alleine. Anschließend können Sie das Tool direkt schließen, ohne dass Sie weitere Einschränkungen befürchten müssen.