Fünf verschiedene Cupcakes wurden auf einem Holzbrett platziert.
Android Versionen Überblick (Bild: Eugenia Sh - stock.adobe.com)

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Süßes Android: Die verschiedenen Versionen im Überblick

Android-Updates sind eine Sache für sich. Einerseits sorgen sie dafür, dass das Betriebssystem auf Ihrem Smartphone immer auf dem neusten Stand bleibt, korrigieren kleine Fehler und bringen tolle neue Features mit sich. Regelmäßige Softwareupdates für Ihr Android Phone sind daher ein absolutes Muss. Doch worin unterscheiden sich die verschiedenen süßen Android-Versionen eigentlich? Bringt jedes Update wirklich eine Veränderung mit sich? Wir haben uns das Thema Android-Updates aus diesem Grund mal etwas genauer angesehen und geben Ihnen einen kleinen Überblick über die einzelnen Android-Versionen und die mit ihnen veröffentlichten Neuerungen.

Das Android-Betriebssystem

Das von Google entwickelte Android-Betriebssystem erblickte im September 2008 mit der Version 1.0 „Base“ erstmals das Licht der Welt. Seitdem war Google sehr fleißig und gab seinen neuen Versionen nicht nur verführerisch lecker klingende Namen wie „Éclair“, „Lollipop“ oder „Nougat“, sondern veröffentlichte mit den Softwareupdates auch immer wieder viele neue Features.

Android 1.x

“Base”, “Cupcake” und “Donut” machten den Anfang und lieferten damit die Basis für den heutigen Erfolg des Android-Betriebssystems.

Android Version 1.0 „Base“
Mit der Version „Base“ begann die Erfolgsgeschichte von Googles Betriebssystem. Am 23. September 2008 erschien die erste Android-Version im Google Play Store, der damals noch unter dem Namen Android Market lief. Mit der Einführung von Android Base tauchten auch die Apps zu Google Maps, Gmail und YouTube im Play Store auf. Zudem erlaubte das Betriebssystem ab diesem Zeitpunkt auch schon die automatische Synchronisierung des Adressbuchs und des Kalenders. Rund sechs Monate später erschien auch schon das erste Update der Version, welches dann auch das Speichern von MMS-Anhängen möglich machte. Auch wenn heute niemand mehr MMS nutzen mag, war dieses Feature vor zehn Jahren eine echte Innovation.

Android Version 1.5 „Cupcake“
Mit der Version 1.5 führte Google 2009 die süßen Namen für alle künftigen Android-Versionen ein. Android Cupcake zeichnet sich aber nicht nur durch die Namensgebung nach einem süßen Dessert aus. Mit „Cupcake“ wechselte das Smartphone erstmals automatisch zwischen Hoch- und Querformat durch Drehen des Bildschirms. Diese Funktion gehört auch heute noch zu den praktischsten Handyfeatures überhaupt. Die Version Android Cupcake lieferte viele Funktionen, die die meisten Smartphone-Nutzer heute als selbstverständlich ansehen, wie die Möglichkeit Videos aufzunehmen und wiederzugeben sowie die Nutzung einer virtuellen Bildschirmtastatur und die Bedienung des Handys auf weiteren Sprachen (neben Deutsch und Englisch).

Android Version 1.6 „Donut“
Auch die Version Android Donut lieferte einige Funktionen, die heutzutage zur Grundausstattung für viele Nutzer gehören. Einige dieser Änderungen waren unter anderem die Konfigurierbarkeit von Virtual Private Networks (kurz VPN), eine selbstlernende Suchfunktion, sowie Gestenerkennung und das Text-to-Speech-Feature. Bei Text-to-Speech-Systemen handelt es sich um die künstliche Erzeugung einer menschlichen Stimme zwecks einer Sprachausgabe. Erst Android Donut ermöglichte damit also Sprachassistenten wie Apples Siri, Amazons Echo oder natürlich Googles Alexa.

Android 2.x

Zu der zweiten Generation von Googles Android-Betriebssystem zählen die an Desserts angelehnten Versionen „Éclair“, „Froyo“ und „Gingerbread“. Doch diese Weiterentwicklungen klingen nicht nur gut, sondern brachten auch viele gute Neuerungen mit sich.

Android Version 2.0 „Éclair“
Genau wie das französische Gebäckstück (nachdem diese Android-Version benannt wurde) hält Android Éclair einige Überraschungen unter seinen Design-Anpassungen bereit. Foto-Liebhaber haben nämlich dieser Version die Unterstützung von Blitzlicht und dem Digitalzoom zu verdanken. Zu den weiteren Neuerungen von Android Éclaire gehörten auch animierte Hintergrundbilder beziehungsweise Live-Wallpaper, IPv6-Unterstützung und Bluetooth 2.1.

Android Version 2.2 „Froyo“
Die Version Android „Froyo“ (nach dem Dessert „Frozen Yogurt“, zu Deutsch: gefrorener Joghurt benannt) enthielt neben diversen Fehlerkorrekturen auch eine Optimierung des Arbeitsspeicherverbrauches (durch einen Linux-Kernel) und die Unterstützung von mehr Arbeitsspeicher. Somit konnte ab dieser Version ein Arbeitsspeicher, der größer als die bis dahin unterstützen 256 Mbyte war, verbaut werden. Außerdem lassen sich seit Android Froyo auch Apps auf Ihrer SD-Karte speichern und verschieben.

Android Version 2.3 „Gingerbread“
Anders als der Name vermuten lässt, hat Google in dem Update zu Android Gingerbread kein Lebkuchenmännchen eingebaut – dafür aber die Unterstützung von NFC, welche für das Zahlen über Smartphone unerlässlich ist und einen betriebseigenen Download-Manager. Mit dem Update auf 2.3.4 wurde in „Gingerbread“ auch die App Google Talk eingeführt, die Nutzern Video- und Voice-Chats ermöglicht.

Android Version 3.0: „Honeycomb“

Android Smartphone auf einem weißen Hintergrund.
(Bild: MuhammadSyafiq - stock.adobe.com)

2011 wurde der Lebkuchen von der Android Version 3.0 „Honeycomb“ abgelöst. Mit Android Honeycomb wurde vor allem die Oberfläche des Betriebssystems benutzerfreundlicher. Auch wurde der Browser Google Chrome mit neuen Funktionen (wie dem Inkognito-Modus) ausgestattet.

Android Version 4.x

Android Version 4.0 „Ice Cream Sandwich“
Im selben Jahr wie „Honeycomb“ erschien dann auch schon das Update auf Android Ice Cream Sandwich, welches erstmals die Entsperrung per Gesichtserkennung möglich machte. Ansonsten nahm Google vorranging viele Verbesserungen der bereits existierenden Features in dieser Version vor.

Android Version 4.1 „Jelly Bean“
Android Jelly Bean brachte erneut eine Verbesserung der Benutzerfreundlichkeit hinsichtlich der Oberfläche mit sich. So lässt sich seit Jelly Bean unter anderem der Startbildschirm deutlich einfacher auf die individuellen Bedürfnisse der Nutzer anpassen. Des Weiteren wurden die Dienste Google Now und Google Wallet ins System integriert und weitere bestehende Features verbessert.

Android Version 4.4 „Kitkat“
Die wesentliche Neuerung von Android Kitkat gegenüber seinem Vorgänger, bestand in der Aufhebung der maximalen Anzahl von Home Screens und der Überarbeitung der Kamera-App. Ansonsten wurden in dem Softwareupdate hauptsächlich erneute Fehlerkorrekturen vorgenommen.

Android Version 5.0: „Lollipop“

Die auffälligste Änderung unter dem Softwareupdate auf Android Lollipop besteht in der Anpassung an Google-Designrichtlinien. Das Betriebssystem kommt also seit Lollipop in einem anderen „Kleid“ daher. Die Benachrichtigungsleiste wurde von Google ebenfalls überarbeitet, die Unterstützung von Dual-SIM eingeführt und diverse Fehlerkorrekturen vorgenommen.

Android Version 6.0: „Marshmallow“

Erst seit der Einführung von Android Marshmallow haben Nutzer dank des neuen Berechtigungssystem die Möglichkeit, App-Berechtigungen einzuschränken. Zu weiteren Änderungen unter Marshmallow gehören die native Unterstützung des Fingerabdruckscanners, die Einführung von Google Pay und eine effektivere Energieverwaltung durch einen neuen Energiesparmodus.

Android Version 7.0: „Nougat“

Genau wie seine Vorgänger hielt auch die Version 7.0 – auch bekannt als Android Nougat – einige neue Features bereit. So führte Google den Split-Screen-Modus, den Nachtmodus (Night Light) und eine Warnung über Apps, die den Akku stark belasten ein. Viele Funktionen wurden weiterentwickelt oder überarbeitet. Zusätzlich wurden neue Emojis eingeführt.

Android Version 8.0: „Oreo“

Nach „Lollipop“, „Marshmallow“ und „Nougat“ ist Android Oreo momentan die aktuellste Generation des Android-Betriebssystems. Besonders auffällig sind die Verbesserungen der Benachrichtigungsfunktionen (Benachrichtungskanäle, Benachrichtungen schlummern lassen, Benachrichtigungs-Timeout, Hintergrundfarbe für Benachrichtigungen). So erlauben die Benachrichtigungs-Kanäle dem Nutzer beispielsweise nur die Benachrichtigungen einer App zu erhalten, die er auch wirklich erhalten möchte. Des Weiteren wurden ein Bild-in-Bild-Modus und eine Anzeige des Akkustandes von verbundenen Bluetooth-Geräten mit eigenem Akku eingeführt.