Person hält Smartphone in den Händen
Motorola und seine Moto Mods – Eine Investition, die sich lohnt? (Bild: Oksana - stock.adobe.com)

Tests und Empfehlungen

Motorola und seine Moto Mods – Eine Investition, die sich lohnt?

Die amerikanische Marke Motorola, die mittlerweile zu Lenovo gehört, ist nicht so einflussreich wie etwa Apple oder Samsung. Doch sie hat so einiges zu bieten. Die Smartphones zum Beispiel haben es in sich. Das neue Flaggschiff Moto Z2 FORCE verspricht ein bruchfestes Display und eine außergewöhnlich gute Kamera für 800 Euro. Besonders spannend sind allerdings die sogenannten Moto Mods. Die Mods haften magnetisch an den Modellen der Z-Reihe. Sie machen das Smartphone zur digitalen Kamera, zum Gamepad oder zum Beamer. Regelmäßig sollen neue Mods dazukommen, auch von Drittanbietern entwickelt, die dann mit Motorola zusammenarbeiten. Doch sind die Mods wirklich so toll, wie sie sich anhören? Ein Faktencheck.

Motorola – ein Unternehmen auf der Suche

Um mit den anderen Anbietern mithalten zu können, reicht ein einfaches, gut ausgestattetes Smartphone im Angebot meist nicht mehr. Wer Erfolg möchte, der muss auf sich aufmerksam machen. Die Markenbekanntheit spielt eine immer wichtigere Rolle, auch im Handymarkt. Das merkt man zum Beispiel daran, dass lieber Smartphones von Apple und Samsung gekauft werden, obwohl unbekanntere Marken eine ebenso gute Ausstattung für weniger Geld anbieten. Dabei erobern längst Smartphones von Huawei und Lenovo den Markt mit spannenden Modellen. Es werden immer weiter neue Trends gesetzt, wie zum Beispiel kabelloses Laden. Die Motorola-Handys sind an und für sich eher Durchschnitts-Smartphones, sowohl im Preis als auch in der Ausstattung. Auffallen will Motorola zurzeit mit seinem Motorola Z2 Force, dessen Display unkaputtbar sein soll. Es kostet allerdings umgerechnet 800 Euro. Andere Modelle der Z-Reihe gibt es schon für circa 300 Euro. Warum die Modelle der Z-Reihe? Sie sind alle kompatibel mit den Moto Mods, eine Erfindung von Motorola, um sich von den Mitbewerbern abzuheben. Diese Moto Mods wollen wir Ihnen hier genauer vorstellen, denn sie sind einen zweiten Blick wert. Wer sich für Virtual Reality interessiert, profitiert von der Kompatibilität einiger dieser Geräte mit der Google Daydream Brille.

Was sind Moto Mods?

Die Moto Mods können ganz simpel hinten auf die Modelle der Z-Reihe aufgesetzt werden. Sie halten mithilfe von starken Magneten, die hinten aufgeklippt werden. Motorola arbeitet hierfür mit bekannten Marken und Firmen zusammen, wie zum Beispiel JBL. Es beginnt mit einfachen Schutzhüllen aus schicken Materialien und ultra-starken Power-Packs, die dem Smartphone unterwegs noch mehr Energie liefern. Wer gerne fotografiert, profitiert von einer aufsetzbaren Hasselblad-Kamera, die noch bessere Fotos macht als die herkömmliche Kamera. Die Fotos sind natürlich automatisch im Handy gespeichert. Für die Spezialisten gibt es eine 360 Grad-Kamera, die neben Rundum-Fotos oder Videos auch 150 Grad-Ultra-Weitwinkel-Fotos aufnehmen kann. Auch der Sound ist 3D. Kostenpunkt: 280 Euro. Der Insta-Share-Printer erlaubt Ihnen, sofort Ihre Fotos aus Social Media oder private Aufnahmen auszudrucken, ganz im Stil einer Polaroid-Kamera. Das Fotopapier hat eine selbstklebende Rückseite und kommt als Zero-Ink-Version ohne Druckertinte aus. Doch der Spaß ist nicht ganz günstig – mit ca. 50 Cent pro Bild. Ebenso spielerisch kommt das Moto Gamepad daher. Mit zwei Joysticks, Steuerkreuz und vier Actionbuttons ermöglicht es Ihnen, wie auf einer Spielekonsole Ihre Lieblingsspiele zu genießen, allerdings mit einem ganz neuen Nutzererlebnis. So kann auch darauf verzichtet werden, die extra Spielekonsole mit auf Reisen zu nehmen. Mit dem integrierten Akku kann bis zu 8h gespielt werden.

Weitere spannende Mods

Person hält Smartphone in der Hand
(Bild: natagolubnycha - stock.adobe.com)

Natürlich ist die Reihe hier noch nicht beendet. Besonders interessant ist ein Beamer, der im WERTGARANTIE-Test sehr leise war und ein scharfes Bild erzeugt hat. Fernseher sind so zu Schnee von gestern geworden. Im Bett liegend kann ein Bild an die Decke projiziert werden oder beim Business Meeting die Folien schnell an die Wand projiziert werden. Mit dem Aufsatz zusammen steht das Smartphone auch von selber, so dass man es aus der Hand legen kann. Doch der Sound bleibt gleich – für einen angenehmeren Ton muss ein Bluetooth-Lautsprecher angeschlossen werden. Beliebt sind die verschiedenen Varianten für Lautsprecher, die unterwegs schnell die Sound-Qualität aufwerten. JBL bietet auch hier eine Version an. Dabei ist ein Modell besonders aufsehenerregend. Ein Lautsprecher mit integrierter Alexa-Funktion, die auch beim Musik hören funktioniert. Sie können Alexa einfach nach Dingen fragen, und schon zeigt sie Ihnen die Antworten auf dem Smartphone-Display. Der integrierte Akku ermöglicht 15h Laufzeit. Viele weitere Moto Mods sind in Planung oder schon erhältlich, allerdings häufig nicht auf dem deutschen Markt, da sie hier noch nicht so richtig angekommen sind. Die oben genannten sind es bereits. Für den nötigen Nachschub der Mods soll das Developer-Portal sorgen. Mit dem Developer-Kit kann man Ideen verwirklichen und von Motorola bauen lassen, sofern sie für sinnvoll gehalten werden. Es ist dennoch fraglich, ob sich die Motorola Mods durchsetzen werden. Die Idee ist sehr gut, aber wenig bekannt. Obwohl die Mods schon länger auf dem Markt sind, hält sich der Erfolg in Grenzen. Wir finden die Idee klasse, machen sie unsere Smartphones doch zu Spezialisten auf mehreren Gebieten.