Smartphone mit Google Drive Logo auf dem Display liegt auf Tisch
Google Drive und weitere als Cloud Anbieter (Bild: ijeab - stock.adobe.com)

Tests und Empfehlungen

Cloud-Anbieter – Google Drive und Co. im Vergleich

Inzwischen gehören Cloud-Dienste zu Alltag eines jeden Unternehmens. Zusätzlich dazu werden sie auch immer häufiger von Privatpersonen genutzt. Sie ermöglichen ein unkompliziertes Speichern von Daten im Internet und haben sich als enorm praktisch und vielseitig bewiesen. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie als sinnvolles Backup dienen und damit für mehr Sicherheit vor Datenverlust sorgen. Darüber hinaus ermöglichen sie gemeinsame Kollaborationen und geben die Option, Daten bequem von unterwegs aus abzurufen. Die wohl bekanntesten Cloud-Anbieter sind Google Drive, Dropbox und Microsoft OneDrive – doch derzeit drängen sich immer mehr neue Cloud-Dienste auf den Markt. Wir haben die besten, kostenlosen Cloud-Anbieter verglichen und präsentieren Ihnen die Vor- und Nachteile der jeweiligen Cloud-Services.

Was ist ein Cloud-Speicher und worauf muss ich achten?

Ein Cloud-Speicher ermöglicht eine simple Datensicherung im Internet. Das Speichern in der Cloud bringt viele Vorteile mit sich, kann aber auch einige Nachteile haben. Der wohl größte Vorteil an einem Cloud-Speicher ist die Tatsache, dass die Daten von jedem internetfähigen Gerät aus abgerufen werden können und nicht auf einer lokalen Festplatte verharren. Somit können Sie von unterwegs via Smartphone, Tablet oder PC auf Cloud-Dienste zugreifen und dort gespeicherte Daten schnell abrufen. Dadurch ermöglicht ein Cloud-Speicher verschiedene Kollaborationen und bewahrt vor Datenverlust. Google Drive, Dropbox und Co. bieten die Möglichkeit, Dateien, Bilder oder andere wichtige Dokumente zu sichern und verwahren diese sicher verschlüsselt. Die virtuelle Festplatte bietet je nach Anbieter begrenzten Speicherplatz und kann ganz nach Belieben gefüllt werden. Die größten Bedenken bezüglich Cloud-Diensten: Die Datensicherheit. Auch wenn bis heute alle bekannten Cloud-Anbieter als enorm sicher eingestuft werden, besteht immer das Restrisiko eines Datenklaus. Deshalb empfehlen wir Ihnen, keine streng vertraulichen und möglicherweise gefährlichen Dateien in der Cloud zu speichern.

Welche Auswahl an bekannten Cloud-Diensten habe ich?

Die Auswahl an großen und bekannten Cloud-Anbietern ist enorm. Die wohl bekanntesten Cloud-Dienste sind:

  • Google Drive
  • Dropbox
  • Microsoft
  • OneDrive
  • iCloud Drive

Google Drive ist der Vorreiter, wenn es um Cloud-Dienste geht. Der Onlinespeicher der bekannten Suchmaschine ist über jeden Browser erreichbar. Das Beste daran: Wer den Service unter 15 Gigabyte nutzt, erhält eine komplett kostenfreie Version von Google Drive. Ein Upgrade auf mehr Speicherplatz ist kostenpflichtig. Insgesamt können Sie mit dem Cloud-Service bis zu sechs Terabyte nutzen. Verglichen mit der Konkurrenz ist Google Drive allerdings relativ teuer. Ein weiterer beliebter Anbieter: Dropbox. Der Cloud-Anbieter überzeugt mit Simplizität und einer automatischen Synchronisierung. Dropbox bietet eine kostenlose Nutzung mit einem Speicherplatz von zwei Gigabyte. Wem das nicht genügt, der kann kostenpflichtig auf ein Terabyte erhöhen. Ebenso bekannt: Microsoft OneDrive. Der Cloud-Dienst eignet sich vor allem für alle Windows- und Office-Nutzer. Microsoft-Kunden erhalten die Anwendung gleich mitgeliefert mit einem kostenlosen Datenspeicher bis zu fünf Gigabyte. OneDrive überzeugt vor allem durch die enge Verknüpfung mit Microsoft Office und eignet sich somit optimal für eine Zusammenarbeit von mehreren Personen an einem Dokument. Ebenso bekannt – vor allem bei iPhone-Nutzern ist iCloud Drive. Es handelt sich dabei um einen Cloud-Dienst von Apple, der sich bereits auf allen iOS-Geräten befindet. Die iCloud bietet einen limitierten kostenfreien Speicherplatz von fünf Gigabyte, was gerade für Fotos und Videos eher wenig ist. Wer mehr Speicherplatz benötigt, wird zur Kasse gebeten.

Alternative, kostenlose Cloud-Anbieter auf einen Blick

Smartphone mit Cloud-Speicher-Anzeige auf Display
Cloud Anbieter im Vergleich (Bild: terovesalainen - stock.adobe.com)

Neben den großen Cloud-Diensten sollten kleinere Anbieter nicht außer Acht gelassen werden. Obwohl sich Google Drive, Dropbox und OneDrive – gerade für kleinere Datensammlungen – wirklich lohnen, möchten wir Ihnen weitere kostenlose Alternativen vorstellen.

Magenta Cloud: Der Cloud-Service der Telekom

Die Deutsche Telekom bietet mit Magenta Cloud einen kostenlosen Speicherservice bis zu zehn Gigabyte. Das Coolste daran: Der Service ist nicht nur für Telekom-Kunden gedacht, sondern kann von allen genutzt werden. Um sich zu registrieren, muss lediglich eine kostenlose Mailadresse angelegt werden. Jedem Nutzer stehen zehn Gigabyte komplett kostenfrei zur Verfügung. Wer möchte, kann gegen etwas Kleingeld mehr Speicher dazu buchen. Ein weiterer Pluspunkt für den Cloud-Dienst: Telekom speichert die Daten in einem Server hier in Deutschland. Somit fallen alle gespeicherten Inhalte unter das deutsche Datenschutzgesetz. Ein Spam- und Virenschutz sowie eine SSL-Verschlüsselung sorgen für zusätzliche Sicherheit. Somit ist Magenta Cloud definitiv einen Blick wert.

Der Cloud-Dienst der Deutschen Post: E-Post-Cloud

Ein weiterer, bisher kaum bekannter Cloud-Anbieter ist die Deutsche Post. Es handelt sich hierbei zwar um einen Cloud-Speicher für Nutzer in Deutschland, dieser ist aber eher als Zusatzangebot zur E-Post gedacht. Trotzdem kann der Cloud-Dienst durchaus interessant sein: Es stehen jedem Nutzer komplett kostenfrei bis zu fünf Gigabyte Online-Speicher zur Verfügung. Wer sich mit seinem Ausweis kostenfrei bei der POSTID identifiziert, erhält sogar bis zu 30 Gigabyte Speicherplatz. Wer weitere Zusatzfunktionen der Deutschen Post nutzt, kann von einem Speicherplatz von stolzen 100 Gigabyte Gebrauch machen. Ein Service, der sich vor allem für Kunden von E-Post ideal eignet.

Box

Box ist hierzulande eher weniger bekannt, gilt aber als Marktführer in den USA. Der Cloud-Anbieter unterscheidet dabei klar zwischen einem Service für Privatkunden und Geschäftskunden. Personen, die den Service privat nutzen, erhalten satte zehn Gigabyte Speicherplatz kostenfrei. Wer 100 Gigabyte benötigt, muss dafür bezahlen. Box besticht mit vielseitigen Funktionen und eignet sich, ähnlich wie OneDrive, vor allem für Kollaborationen. Auch hier werden alle Daten SSL-verschlüsselt. Der Server, auf dem die Daten gespeichert werden, liegt allerdings in den USA. Der Cloud-Anbieter Box kann vor allem dann interessant sein, wenn Sie eine Alternative zu dem Angebot von Microsoft suchen und ein portables Büro benötigen.