Geöffnete Smart Home Anwendung auf dem Smartphone mit einem Haus im Hintergrund
Smart Home: Vernetzte Geräte in den eigenen vier Wänden (Bild: andriano_cz - stock.adobe.com)

Tests und Empfehlungen

Smart Home: Vernetzte Geräte in den eigenen vier Wänden

Connectivity ist derzeit der große Trend bei der Hausgeräteentwicklung. Kaffeemaschinen, Herde und Backöfen lassen sich heute per Smartphone oder Tablet bedienen. Aber auch andere Geräte werden zunehmend smart und erhalten Einzug ins eigene Haus oder die eigene Wohnung.

In der Küche stehen die meisten Geräte, die sich sinnvoll vernetzen lassen. Hier wird zunehmend alles digital und multifunktional. Den Verbrauchern geht es aber weniger um die Vernetzung an sich, sondern um eine intelligente Hilfestellung beim Kochte, etc. So verhindern zum Beispiel Brat- und Kochsensoren, dass das Steak anbrennt oder das Nudelwasser überkocht. Die Waschmaschine sendet eine SMS, wenn der Füllstand des Waschmittels zu niedrig ist – Per App lässt sich dann aber direkt neues Waschmittel bestellen.

Die Geräte kommunizieren auch untereinander: Das Kochfeld schaltet die Dunstabzugshaube ein und aus.

Und die neuen Geräte können noch deutlich mehr: Per Knopfdruck verwandelt sich der Backofen in einen Dampfgarer, die Fritteuse backt und kocht und auch der Mixer bereitet aus den zuvor zerkleinerten Bestandteilen eine Mahlzeit zu.

Guck mal, wer da jetzt spricht: Der Kühlschrank

Ähnlich wie Smartphones, die längst kaum noch zum Telefonieren genutzt werden, können Kühlschränke heute deutlich mehr als nur kühlen. Sie eignen sich beinahe schon als Familienmanager und die Grundfunktion ist nur noch Nebensache. Dank integriertem Display können sie Nachrichten und Fotos empfangen, Terminkalender verschiedener mobiler Endgeräte synchronisieren oder Familienmitglieder mit einer persönlichen Voice-Message begrüßen. Darüber hinaus werden die vorhandenen Nahrungsmittel gelistet, Haltbarkeitsdaten überprüft oder Rezeptideen vorgeschlagen, die zu den gelagerten Lebensmitteln passen. Und natürlich spielt der Kühlschrank bei Bedarf auch noch die passende „Kochmusik“ ab oder überträgt gewünschte Videos von Kochsendungen oder ähnlichem.

Next Step: Essen bestellen

Frau guckt in einen smarten Kühlschrank mit eingelassenem Display in der Tür
(Bild: metamorworks - stock.adobe.com)

Bis der Kühlschrank seinen Inhalt auswertet und bei gähnender Leere per App Essen bestellt, dauert es noch ein wenig – auch wenn das nicht mehr allzu lange dauern dürfte. Die Technologie geht auf jeden Fall schon in diese Richtung, wie die im Kühlschrank integrierte Kamera zeigt. Die Benutzer wissen so immer, was sich gerade im Kühlschrank befindet.

Um dieses Feature richtig nutzen zu können und beim Einkaufen einen Blick in das Gerät zu werfen, benötigt man zuerst eine App. Jedes Mal, wenn man nun die Türen des Kühlschranks öffnet, erstellt die Kamera die Fotos. Zum einen geht nur dann das Licht im Kühlschrank an, zum anderen benötigen die Kameras einen bestimmten Winkel, den es nur bei geöffneten Türen gibt. Die Fotos können über die App beim Einkaufen abgerufen werden. Da zwei Kameras integriert sind, werden Fotos von den Fächern und von der Innenseite der Tür geschossen. Zudem ist es möglich, Temperatur von Kühlschrank und Gefrierfach zu regeln.

Neben der Multifunktionalität steht in der Küche aber auch die Individualität im Mittelpunkt.

So ist nicht nur eine persönliche Begrüßung möglich, die Geräte merken sich auch häufig genutzte Programme und bereiten beispielsweise auf Knopfdruck den Lieblingskaffe zu oder präsentieren beim nächsten Waschgang automatisch die gespeicherten Einstellungen vom letzten Waschgang.

Wohnzimmer, Schlafzimmer und CO.

Die Connectivity geht aber mittlerweile längst über die Hausgeräte hinaus. Die Hersteller dieser Produkte haben Systemplattformen entwickelt, die sich zunehmend für andere Geräte und andere Marken öffnen. So lassen sich künftig mit nur einer App unzählige Geräte bedienen. Und dabei werden alle erdenklichen Anwendungen von Alarmsystemen, Lichtsteuerung, Heizung bis zur Tür- und Fenstersicherung integriert.

Hierzu zählen auch Geräte, die beispielsweise Allergikern das Leben erleichtern, wie Luftreiniger. Die Geräte der neuen Generation sind smart und können auch von unterwegs per App gesteuert werden. Die App liefert Echtzeitdaten zur aktuellen Luftqualität in den eigenen vier Wänden, was beim Kampf gegen Pollen, Schimmelpilze, Feinstaub oder schlechte Gerüche sehr hilfreich sein kann.

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