ein weißes Smartphone liegt auf dem Tisch und wird bedient
Mini-Smartphone Unihertz Jelly: Passt locker in die Hosentasche (Bild: Ulia Koltyrina - stock.adobe.com)

Tests und Empfehlungen Mini-Smartphone Unihertz Jelly: Passt locker in die Hosentasche

Kickstarter ist immer regelmäßiger Schauplatz absurder wie genialer neuer Erfindungen, die in Eigenregie an den Markt gebracht werden sollen. Mit dem neuesten Kniff aus dem Hause Unihertz sollen die kleinen Dinge im Leben in Zeiten von Riesen-Smartphones überzeugen. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich die Idee des Unihertz Jelly auf der Crowdfunding-Plattform und ist einer Verwirklichung nun schon sehr nah.

Platzprobleme kennt es nicht: Jelly

Der chinesische Hersteller Unihertz hat offensichtlich eine vakante Marktlücke im an sich so engmaschig gestrickten Smartphone-Business gefunden. In Zeiten, in denen Großanbieter neben den eigentlichen, bereits nicht gerade kleinen Geräten sogar noch auf extragroße Versionen derselben setzen, scheint ein Mini-Smartphone irgendwie paradox. Wie Kickstarter findet aber eher genial, hat das Unihertz-Team sein selbst gestecktes Crowdfunding-Ziel doch bereits in kürzester Zeit erreicht. Nach eigenen Angaben soll das Jelly das kleinste LTE-fähige Smartphone aller Zeiten sein und trotz seiner geringen Größe alle wichtigen und beliebten Funktionen mitbringen können. Dem offiziellen Datenblatt zum Unihertz Jelly zufolge soll das Gerät weniger als 10 Zentimeter lang sein, knappe 4 Zentimeter breit und ein wahnwitzig kleines 2,4 Zoll-Display verbaut bekommen. Im praktischen Vergleich sieht das dann so aus, dass das Unihertz Jelly über 5 Zentimeter kürzer, rund 4 Zentimeter schmaler sowie in Sachen Display rund 3 Zoll kleiner ist als die Standard-Version des Apple iPhone 7.

Unihertz Jelly: Klein aber oho!

eine Frau schaut auf ihr Smartphone

Natürlich kann man bei einem solch kleinen Gerät nicht erwarten, dass das Innenleben gigantisch ist und volumentechnisch mit der deutlich größeren Konkurrenz mithalten kann. So soll das Unihertz Jelly nur 1GB Arbeitsspeicher und 8 GB Festplattenspeicher besitzen, die ebenfalls geplante Pro-Variante immerhin jeweils das doppelte. Auch beide Kameras sind eher altbacken und können nur bei der 8 Megapixel-Hauptkamera bedingt überzeugen. Das klingt jetzt alles sehr negativ, ist es vor Handhabung, genereller Ausstattung und dem angesetzten Preis aber ganz und gar nicht. Denn obgleich die Soft- und Hardware eventuell etwas veraltet und mickrig ausfallen mag, soll die Funktionalität des Android-Gerätes dank gutem internen Zusammenspiel hervorragend sein. Zudem soll der Akku bei schwacher Nutzung bis zu einer Woche halten, was im Vergleich zu den aktuellen Eintagssmartphones deutlich stärker ausfällt. Mindestens der Preis für das geniale Mini-Smartphone dürfte jedoch für einen etwaigen Erfolg ausschlaggebend sein. Für niedrige 100€ ist das Unihertz Jelly zum Verkaufsstart, der derzeit noch auf August 2017 datiert ist, angesetzt. Unterstützer der Kickstarter-Kampagne bekommen das Standard-Gerät sogar schon für 75€ und müssen für die etwas bessere Pro-Variante nur 90€ locker machen. Lustiger Funfact am Rande: Das Unihertz Jelly ist so klein, dass es sogar in die noch kleinere Münzgeldtasche in Jeans-Hosen passt.