Personen fahren auf dem Moselradweg Fahrrad
Der Moselradweg - ein schöner Radausflug (Bild: Fotolyse - stock.adobe.com)

Tests und Empfehlungen Der Moselradweg – Wir stellen Ihnen die Strecke vor

Die Natur blüht auf, die Temperaturen steigen und die Tage werden länger. Was bedeutet das? Richtig, es ist endlich wieder Fahrradwetter. Natürlich, Radfahren können Sie bei Wind, Regen und Hagel auch. So richtig erholsam ist das aber nur bedingt. Hierzulande gibt es viele schöne Radwege zu entdecken. Über das ganze Land finden sich wunderschöne Routen, die Sie quer durch die Republik bringen und durch Gebirge, Felder, Dünen oder Weinberge führen. Letzteres, also beeindruckende Weinberge und viel Natur, erleben Sie auf dem Moselradweg, einer der beliebtesten Radstrecken Deutschlands. Falls Sie diese noch nicht befahren sind, dann wird es Zeit. Möchten Sie einen Ausflug machen oder vielleicht sogar einen Fahrradurlaub, dann ist jetzt die perfekte Zeit dazu. Wir stellen Ihnen den Moselradweg vor und sagen, wohin er verläuft, welche Etappen er besitzt und was Sie außerdem wissen müssen.

Auf dem Moselradweg durchs Weinanbaugebiet

Das Gute an den Radwegen hierzulande ist, dass Sie eine große Vielfalt besitzen. Je nachdem, welche Route Sie wählen, bekommen Sie vollkommen unterschiedliche Ecken des Landen zu Gesicht. Von frischer Küstenluft an den Dünen der Ostsee, über kleine Fachwerkdörfchen in Süddeutschland bis hin zu den Weinanbaugebieten an der Mosel. Das Spektrum ist breit und bunt. Der Moselradweg stellt eine ganz besondere Bikeroute dar, weil sie Sie nicht nur mitten durch eines der bekanntesten Weinanbaugebiete Europas bringt, sondern auch durch unterschiedliche Länder. Wir stellen zeigen Ihnen den Moselradweg und erklären, was Sie auf dem Weg erwartet.

Das wichtigste in Kürze

Die wichtigsten Infos zuerst: Der Moselradweg startet im französischen Metz, ein kleines Stückchen vor der Deutschen Grenze, und endet in der rheinland-pfälzischen Stadt Koblenz. Die Strecke ist gut 310 Kilometer lang und führt Sie immer entlang des namensgebendes Flusses Mosel. Das, was diese Route ausmacht, sind zweifelsohne ihre zahlreichen Weinberge mit ihren vielen verspielten Winzerhöfen. Zudem kommen Sie an vielen historischen Orten vorbei wie z.B. Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Nicht zuletzt begegnen Ihnen auf dem Moselradweg etliche Bauten aus der Römerzeit, Burgen und Schlösser. Übrigens: Das inoffizielle Motto der Mosel Bevölkerung lautet: „Für einen Schoppen muss immer Zeit sein.“ Stellen Sie sich also darauf ein, dass Sie auf dem Weg den einen oder anderen Wein trinken werden.

Das ist der Routenverlauf vom Moselradweg

Der Moselradweg verläuft zwischen Metz und Koblenz und besitzt 18 einzelne Etappen. Diese sind:

  • Metz
  • Thionville
  • Perl
  • Oberbillig
  • Konz
  • Trier-Ruwer
  • Trier-Ehrang
  • Schweich
  • Klüsserath
  • Neumagen-Dhron
  • Lieser
  • Traben-Trarbach
  • Alf
  • Cochem
  • Treis-Karden
  • Burgen
  • Hatzenport
  • Koblenz
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Alle Fakten auf einen Blick

Person fährt auf dem Moselradweg Fahrrad
Moselradweg - alle Fakten auf einen Blick (Bild: ansi29 - stock.adobe.com)

Wir haben für Sie kurz und knapp die wichtigsten Fakten zum Moselradweg zusammengefasst.

  • Der Moselradweg ist insgesamt 310 Kilometer lang
  • Die Route ist größtenteils eben und verfügt über so gut wie keine Steigungen
  • Für Radlerinnen gibt es durchgehend Schilder, sodass Sie immer auf dem Weg bleiben
  • Der Weg ist fast ausschließlich asphaltiert, das macht ihn ideal für ungeübte Radler

Es geht von Metz nach Koblenz

Die erste Etappe bzw. der Beginn des schönen Moselradwegs liegt im Zentrum des französischen Städtchens Metz. Sie fahren direkt am Fluss entlang und auf die französisch-deutsche Grenze zu. Wenn Sie in der kleinen Gemeinde Perl angekommen sind, haben Sie Deutschland erreicht. Kurz darauf gelangen Sie in die historische Stadt Trier. Machen Sie unbedingt auch einen Abstecher im Weinort Neumagen-Dhron. Weitere Highlights sind u.a. Cochem. Hier können Sie auf die beeindruckende Reichsburg steigen und haben gleichzeitig einen atemberaubenden Blick auf das Moseltal. Eine der bedeutendsten Kirchen der Untermosel (also dem unteren Talabschnitt des Flusses) stellt der Moseldom dar. Wenn Sie in Treis-Karden sind, schauen Sie sich diesen auf jeden Fall an. Falls noch Zeit ist, gehen Sie auch bei der nahegelegenen Burg Eltz vorbei – immerhin eine der populärsten Kirchen in Deutschland. Sie kommen schließlich in Koblenz an und am beliebten Deutschen Eck.

Wann sollten Sie den Moselradweg befahren?

Der Moselradweg ist klimatisch äußerst günstig gelegen. Davon profitiert nicht nur der hervorragende Wein aus der Gegend, dessen Trauben in der Sonne und dem milden Klima nahezu idealen Bedingungen ausgesetzt sind. Darüber hinaus herrschen die meiste Zeit im Jahr angenehme Temperaturen, die zum Flanieren, Weintrinken – und natürlich zum Fahrradfahren einladen. Das heißt: Bereits im März können Sie den Moselradweg befahren, ohne dabei frieren zu müssen. In der Regel haben Sie bis in den Oktober hinein viele Sonnenstunden. Besonders im Herbst ist der Moselradweg zu empfehlen. Die orangene Spätsonne und die leuchtend roten Weinberge sind eine wunderschöne Kulisse, um mit dem Bike hindurchzufahren. Wenn Sie planen etwas länger dort zu bleiben, dann buchen Sie für die Monate August, September und Oktober lieber frühzeitig eine Unterkunft.

So reisen Sie am besten an

Wenn Sie nicht an der Mosel wohnen und vorhaben, mit Ihrem eigenen Bike anzureisen, dann empfiehlt sich für die Anreise ein Auto oder die Bahn. Pluspunkt: So ziemlich alle größeren Orte am Moselradweg besitzen eine gute Verkehrsanbindung. Sind Sie mit der Bahn unterwegs, überprüfen Sie vorher, ob Sie Ihr Bike mitnehmen dürfen bzw. was dafür für Voraussetzungen gelten. Wenn Sie weiter wegwohnen als nur ein paar Stunden, können Sie alternativ auch fliegen und die Airports Luxemburg, Frankfurt am Main und Frankfurt-Hahn nutzen. Sollte es sich hierbei um einen Kurzstreckenflug handeln, können Sie zwecks Klima jedoch auch auf den Zug umsteigen bzw. eine Fernbusreise buchen. Praktisch: Diese sind im Gegensatz zu Zugfahren oft erheblich günstiger.

Gibt’s da auch eine Abkürzung?

Jede Bikerin ist anders und nicht jeder Radfahrer hat dieselbe Kondition. Auf so einer Radtour kann es zudem zu unerwarteten Pannen kommen. Auch das Wetter kann Ihnen auf der Fahrt schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Kurz gesagt: Es muss nicht immer die gesamte Strecke sein. Manchmal empfiehlt sich eine Abkürzung und Sie überspringen die eine oder andere Etappe. Das ist nicht weiter tragisch, sondern vollkommen normal und nicht selten auch die bessere Alternative als einfach durchzupowern. Als Optionen stehen Ihnen hier insbesondere die Bahn zur Verfügung, mit der Sie ganz einfach von einer zur nächsten Etappe gelangen. Gut zu wissen: Zwischen den Orten Metz und Trier und zwischen Traben-Trarbach und Koblenz führt die Bahnlinie unmittelbar am Flussufer entlang. Oder Sie nutzen eines der zahlreichen Verkehrsschiffe, die auf der Mosel fahren. Ihnen stehen also mehrere Optionen zur Auswahl, um nicht die ganze Route abfahren zu müssen.

Ist der Moselradweg etwas für Sie?

Für wen ist der Moselradweg vor allem geeignet? Für Weinliebhaber natürlich. Weinkennerinnen kommen auf der Route definitiv auf Ihre Kosten. Auch in vielen Gerichten aus der Moselgegend findet sich der Wein wieder. Im Weinpudding zum Beispiel oder in der köstlichen Riesling Cremesuppe. Doch auch abseits der Kulinarik gibt es einiges zu entdecken. Interessieren Sie sich für Geschichte und historische Bauten, dann sind Sie auf dem Moselradweg bestens aufgehoben. Naturbegeisterte kommen auf dem Moselradweg aber genauso auf ihre Kosten. Ein Weinberg reiht sich an den nächsten, insbesondere im Herbst lohnt sich ein Ausflug ins farbenfrohe Moselland. Dadurch, dass die Route fast vollständig asphaltiert ist, können Sie sie sowohl als Profi als auch als Anfänger bzw. Anfängerin problemlos befahren.

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