Frau sitzt lächelnd mit Over Ear Kopfhörern vor Handy
Spotify News im Überblick (Bild: Paolese - stock.adobe.com)

Technik News Spotify News - Das ändert sich künftig für User

Vor nicht allzu langer Zeit haben wir Musik als mp3 gehört und von halblegalen Plattformen heruntergeladen. Oder mit dem YouTube-Converter. Diese Ära der Umwege, extra Tools und der Angst, erwischt zu werden, ist mittlerweile vorbei. Inzwischen gibt es legale Streaming-Plattformen, die in puncto Preis-Leistung so gut sind, dass sie alle anderen dubiosen Dienste weitgehend verdrängt haben. Zudem speichern wir nichts mehr lokal ab, sondern streamen einfach. Das spart Speicherplatz und bietet viel mehr Möglichkeiten. Mit 356 Millionen monatlich aktiven Nutzern zählt Spotify zu den beliebtesten Musik-Streamingdiensten weltweit. Und wie das mit populären Apps so ist, können sich diese aufgrund ihrer Marktmacht mehr herausnehmen als andere. Das war Anfang des Jahres bei WhatsApp zu beobachten und nun gab es auch es bei Spotify News: Das Unternehmen ändert kurzerhand seine Nutzungsbedingungen.

Das alles ändert sich in Zukunft – alle Spotify News auf einen Blick

Wer das aktuelle Tagesgeschehen verfolgt oder technikaffin ist, dürfte die aktuellen Spotify News mitbekommen haben. Seit dem 26. Mai 2021 haben sich die Nutzungsbedingungen der App geändert. Wir stellen Ihnen im Folgenden alle Neuigkeiten vor und erklären Ihnen, was sie bedeuten.

Der Datenschutz der User wird künftig mehr betont als zuvor

Die Spotify News um Änderungen der Nutzerkonditionen sind aktuell in aller Munde. Was hinter den neuen Konditionen steckt, sagt der Musikdienst in seinen AGBs jedoch nicht wirklich. Klar ist jedoch, dass in Zukunft der Datenschutz mehr betont wird als zuvor. Spotify schreibt in den neuen Bestimmungen z.B., dass Ihr Nutzername und Passwort nur für Ihren persönlichen Gebrauch bestimmt sind und die Daten vertraulich behandelt werden sollten. Spotify sorge dafür, dass mit Ihren Daten sicher umgegangen werde.

Sie selbst sollen dies aber auch tun. Hiermit will sich die schwedische Streaming-Plattform höchstwahrscheinlich doppelt gegen Verletzungen des Datenschutzes absichern und künftigen Verstößen zuvorkommen. Dies wird vor allem in dieser Passage deutlich: „Sie erkennen an, dass Sie für jede von Ihnen autorisierte Verwendung Ihres Benutzernamens und Ihres Passworts im Rahmen der Spotify-Dienste sowie für jede unautorisierte Verwendung, die Sie bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt hätten verhindern können, verantwortlich sein können.“

Zieht Spotify nun die Preise an? Oder bleibt alles beim Alten?

In den Spotify News werden Preiserhöhungen, wie z.B. in den vergangenen Wochen bei Netflix geschehen, zunächst nicht explizit erwähnt. Das bedeutet: In allzu naher Zukunft müssen Nutzer des Premium-Accounts nicht tiefer in die Tasche greifen als zuvor. Accounts mit Werbeunterbrechungen gibt’s zudem weiterhin kostenlos. Die Bezahlabos kosten somit zunächst weiter 4,99 Euro für Studenten, 9,99 Euro für Einzelnutzer, 12,99 Euro für zwei User und 14,99 Euro für Familien.

Obwohl erstmal alles beim Alten bleibt, behält sich Spotify trotzdem vor, künftig Preiserhöhungen vorzunehmen. Dies geschehe dann deswegen, um die gestiegenen Gesamtkosten für die Bereitstellung der Spotify-Dienste auszugleichen. Unterm Strich kann es mittel- bis langfristig also sehr wohl zu Mehrkosten für die User kommen. Nur noch eben nicht sofort. Wenn Preiserhöhungen anstehen, gebe es eine entsprechende Spotify News, in der das Unternehmen die Mehrkosten ankündigt. Frühestens 30 Tage nach der Spotify News werde der neue Abrechnungszeitraum dann beginnen.

Die neuen Regelungen werden ohne Ihre Zustimmung umgesetzt

Frau mit Kopfhörern schaut lächelnd auf Smartphone
Änderungen für Spotify User (Bild: engagestock - stock.adobe.com)

Anders als z.B. bei WhatsApp vor ein paar Monaten, müssen Sie den Änderungen in den Nutzungsbestimmungen nicht zustimmen bzw. diese ablehnen. Wenn Sie also die Spotify News über neue Konditionen gelesen haben, ist das eigentlich schon alles, was Sie als User machen müssen. Das bedeutet: Ohne Ihr zutun treten die Regelungen nach einer Frist von 30 Tagen automatisch in Kraft. Was bedeutet das für die Nutzer, die vielleicht nicht damit einverstanden sind? Gibt es die Möglichkeit zum Widerspruch? Ja, die gibt es.

Das können Sie unternehmen, wenn Sie die Änderungen nicht wollen

Sie brauchen bzw. müssen den Neuregelungen zwar nicht zustimmen, damit sie umgesetzt werden. Die Möglichkeit zum Widerspruch gibt Ihnen Spotify aber dennoch. Zumindest irgendwie. In den Spotify News zur Änderungen der Nutzungsbedingungen, die per Mail an alle User rausging, wurde auf eine Hilfeseite verwiesen, auf der man bis zum 30. Juni 2021 noch widersprechen könne. Zunächst führte der Link jedoch nur auf eine allgemeine Support-Seite ohne Erwähnung der Spotify News zu den Nutzungsbedingungen bzw. der Option zum Widerspruch.

Was passiert, wenn Sie ablehnen? Fliegen Sie dann aus der App heraus?

Zunächst gibt Spotify zu verstehen, dass sich für die User, die den neuen Nutzungsbestimmungen nicht zustimmen wollen, nichts ändert. Sie müssen weder draufzahlen, auf einzelne Funktionen verzichten, noch fliegen Sie aus der App. Spotify sagt, dass für diese Personen die alten Nutzungsbedingungen bestehen bleiben, hält sich jedoch offen, ob ein Widerspruch langfristig nicht doch zum Ausschluss führen kann. Darüber hinaus soll das 14-tägige Kündigungsrecht weiterhin bestehen bleiben.

Neue Nutzungsbedingungen – Diese Spotify News sind kein Einzelfall

Wie erwähnt, sind geänderte Nutzungsbedingungen nicht ausschließlich Spotify News. Für Unternehmen und Apps mit großer Marktmacht ist es nicht ungewöhnlich, von Zeit zu Zeit an den Konditionen für User zu schrauben. Nicht selten zeigt sich das entweder im Anheben der Gebühren, stärkeren Eingriffen in die Nutzungsrechte bzw. Privatsphäre – oder beidem. Prominentestes Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit ist WhatsApp. Anfang des Jahres haben User der App die Ankündigung bekommen, dass Nutzerdaten künftig weitergeleitet werden und andere Unternehmen der Facebookgruppe darauf zugreifen dürfen.

Im Fall von WhatsApp ging es also primär um mehr Eingriff in die Privatsphäre. Nutzer, die damit nicht einverstanden waren, hatten nur die Wahl den Messenger zu wechseln. Widersprechen und drinbleiben war nicht möglich. Einen ausführlichen Artikel zu den geänderten Nutzungsbedingungen bei WhatsApp können Sie hier nachlesen. Übrigens: Die schwedische Musik App hat bereits vor drei Jahren schon einmal mit Spotify News um Nutzungsbedingungen Schlagzeilen gemacht. Unterm Strich gehören Änderungen in den „Terms & Conditions“ wie es auf Englisch heißt, zur Firmenpolitik vieler großer Tech-Unternehmen also einfach dazu.