Mann auf einem Fahrrad schaut auf sein Smartphone
Handy für Abenteurer: das neue Samsung Galaxy XCover Pro (Bild: Wayhome Studio - stock.adobe.com)

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Hochauflösende Displays, Gehäuse aus Glas, abgerundete Displays – moderne Smartphones begeistern mit immer schickeren Designs. Doch sie sind sehr sensibel und wollen mit Samthandschuhen angefasst werden. Was im Alltag noch einigermaßen machbar ist, kann für unternehmungslustige Outdoor-Aktive zum Problem werden. Die Gefahr ist groß, dass das Handy beim Mountainbiken über Stock und Stein oder beim Camping in der Natur Schaden nimmt. Wer sich darüber keine Sorgen machen will, greift zu einem Outdoor-Handy wie dem neuen Samsung Galaxy XCover Pro. Was es kann und für wen es sich noch eignet, verrät unser Bericht.

Mittelklasse-Handy aus Südkorea

Samsung hat unlängst ein neues Handy vorgestellt: das Galaxy XCover Pro. Dabei handelt es sich um die fünfte Generation der XCover-Reihe, wobei der Vorgänger XCover 4 schon 2017 auf den Markt kam (das 4s erschien im vergangenen Jahr, war aber eigentlich nur ein Update). Es wurde also höchste Zeit für ein neues Outdoorhandy der Südkoreaner. Andererseits sind diese Smartphones quasi unzerstörbar – wer ein Samsung Galaxy XCover besitzt, nutzt es jahrelang und braucht kein neues Mobiltelefon, weil das alte defekt ist. Und so sind diese Mittelklasse-Handys vor allem eins: robust.

Doch das rund 200 g schwere XCover Pro weiß mit mehr zu überzeugen als nur mit seiner harten Schale aus Polycarbonat, die das Innenleben vor Stößen und Schlägen schützt. So verfügt das Handy über einen austauschbaren Akku und ein 6,3 Zoll großes FLAT-Display, das Sie sogar mit nassen Fingern oder Handschuhen (Glove Mode) bedienen können. Zwar kommen Helligkeit und Farbintensität eines TFT-LCD-Panels nicht an die Werte eines Super-AMOLED-Displays der teureren Samsung-Handys wie dem Galaxy S10 oder Galaxy Note heran. Doch es hat eine FHD+ Auflösung mit 1080 x 2400 Pixeln und ist sehr flach statt gebogener Kanten. Wer das Design der Flaggschiffe gewohnt ist, wird sich umstellen müssen, aber ein flaches Display ist eben auch weniger anfällig für Beschädigungen.

Dual-Kamera auf der Rückseite

Beim Display des Samsung Galaxy XCover Pro handelt es sich um ein Infinity-Display mit einem Seitenverhältnis von 20:9. Es nimmt fast die komplette Fläche der Vorderseite des Handys ein und wird nur von einem kleinen Lock oben links für die Frontkamera unterbrochen. Das unterscheidet das Outdoor-Handy vom Vorgängermodell, das ein nur 5 Zoll großes Display hatte. Regelrechte Quantensprünge findet man auch bei den Kameras: Die vordere bietet Ihnen 13 statt zuvor 5 Megapixel. Die Hauptkamera auf der Rückseite hat 25, die Weitwinkel-Kamera 8 Megapixel. Ein Autofokus soll vorhanden sein. Mehr Informationen, etwa über die Blende, sind noch nicht bekannt.

Im Inneren des Galaxy XCover Pro mit Android 10 und One UI 2.0 arbeitet der im September 2019 vorgestellte 2,0 GHz Exynos 9611 Chipsatz mit acht Kernen, der unter anderem auch im Samsung M30, Galaxy A50 und Galaxy A51 zum Einsatz kommt. Hinzu kommen 4 GB RAM und 64 GB interner Speicher, wobei bislang nicht klar ist, ob es einen Speicherkarten-Slot gibt. Allerdings liegt die Vermutung nahe, denn das XCover Pro unterstützt zwei SIM-Karten. Sicher ist jedoch, dass es über Bluetooth 5.0 und NFC verfügt, was es zu einem modernen Smartphone macht.

Spezialfunktionen für Abenteurer

Mann in gelber Jacke fotografiert einen Berg mit dem Smartphone

Der Akku hat 4.050 statt der 2.800 mAh beim XCover 4, eine Schnellladefunktion mit 15 Watt über USB-C und kann ausgetauscht werden. Wer also längere Zeit mit dem Handy unterwegs ist, etwa auf einer Wandertour in Skandinavien, steckt sich einfach einen oder mehrere Ersatzakkus ein und benötigt keine Steckdose zum Laden dieses Smartphones. Das Galaxy XCover Pro hat übrigens einen "Push To Talk"-Button und eine Funktion für Schnellnachrichten. Der Fingerabdrucksensor wird sich an der Seite im Powerbutton befinden.

Der herausnehmbare Akku und der "Push To Talk"-Button sind nur ein Teil der Funktionen, die das Galaxy XCover Pro zum idealen Outdoor-Handy für Abenteurer machen, aber auch interessant für Logistikunternehmen und den Handel, denn Samsung hat Softwarelösungen wie einen Support für Mobile Point of Sale integriert. Zudem lassen sich Zahlungsmodule per SDK nachzurüsten. Mit Samsung Knox lassen sich sensible Daten schützen und die Enterprise Edition bietet Sicherheitsupdates über vier Jahre.

Staub- und wasserdichtes Handy

Doch zurück zum Thema Robustheit: Mit der IP68-Schutzklasse ist das Smartphone wie viele andere Samsung-Modelle auch wasser- und staubdicht. Es übersteht ein 30-minütiges Untertauchen bis zu einer maximalen Tiefe von 1,5 m. Darüber hinaus hat es eine MIL-STD-810-Zertifizierung, einem US-amerikanischen Militärstandard. Dabei werden die Geräte extremen Bedingungen wie Sonneneinstrahlung, Vibrationen, Luftfeuchtigkeit, Salznebel, Fallen aus großer Höhe und vielem mehr ausgesetzt. Das Samsung Galaxy XCover Pro kommt im Februar 2020 auf den Markt und wird wohl 499 Euro kosten. Für Abenteurer gibt es günstigere Outdoor-Handys, etwa das Cubot King Kong 3 mit 6.000 mAh Akku und 16 Megapixel Hauptkamera für 249 Euro UVP. Allerdings kann es weder beim Bluetooth-Standard noch bei den Displaywerten und der Android-Version mit dem XCover Pro mithalten. Wem das jedoch nicht wichtig ist, der muss keine 500 Euro für ein robustes Smartphone ausgeben.