Person hält Smartphone mit WhatsApp Logo
Die neuesten WhatsApp Änderungen (Bild: P&G - stock.adobe.com)

Technik News

Die neuesten WhatsApp Änderungen – das erwartet Sie

WhatsApp wird sich in diesem Jahr radikal verändern. Bereits Ende letzten Jahres gingen Gerüchte um, die sich nun endgültig bestätigen. Ab Februar 2019 wird WhatsApp Werbung anzeigen. Vor fast fünf Jahren wurde WhatsApp von Facebook aufgekauft. Damals wurde vereinbart, dass der Messenger-Dienst bis zum Jahr 2019 nicht profitabel sein muss und als kostenfreie App, ganz ohne Werbung, bestehen bleibt. Anders als Facebook diente der Messenger bisher der Vernetzung unter Freunden, der komplett ohne Werbesequenzen und störende Banner genutzt werden konnte. Diese Frist ist nun ausgelaufen. Wie genau das neue WhatsApp aussehen soll und welche WhatsApp News 2019 sonst noch auf Sie warten, erfahren Sie hier.

WhatsApp News 2019 – ab jetzt wird alles anders

WhatsApp ist einer der bekanntesten Messenger überhaupt. Tagtäglich werden mehr als 65 Milliarden Nachrichten über WhatsApp verschickt. Trotzdem konnten die Betreiber bisher damit kaum Geld verdienen. Der Grund: WhatsApp funktioniert komplett werbefrei. Doch damit ist jetzt Schluss. Bereits ab Februar dieses Jahres soll gezielt Werbung angezeigt werden. Damit dies funktioniert, möchten die Betreiber die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung der Chats auflösen. Dadurch sind die Inhalte der Chats nicht mehr verschlüsselt und die Betreiber haben direkten Zugriff auf Chat-Verläufe. Mit den nun zugänglichen Daten können Interessen erkannt und später automatisiert Werbung eingespielt werden. Im Detail bedeutet das: Sobald Sie sich mit Ihren Freunden über Fußball oder Filme unterhalten, werden passende Ads angezeigt, die zum Kauf von Tickets oder Merchandise animieren. Die WhatsApp-Änderungen gelten sowohl für Android Geräte als auch für iPhones.

Welche Folgen bringen die WhatsApp Änderungen mit sich?

Aktuell führt der Konzern bereits erste Tests an kleinen Nutzergruppen in Indien durch. Außerdem ist Facebook schon jetzt in Gesprächen mit interessierten Firmen, die ihre Werbung in dem weit verbreiteten Messenger platzieren möchten. Dabei können Unternehmen gezielt bestimmen, an welche Altersgruppe und welche Regionen sich die Werbenachrichten richten sollen. Jegliche Werbung soll dann im Status von WhatsApp abgespielt werden. Der Preis je Anzeige variiert zwischen einem halben und neun Cent. Bei der hohen Anzahl an Nutzern kann der Konzern damit jede Woche Summen in Millionenhöhe abkassieren. Dabei sollen sich die Werbeanzeigen möglichst abwechslungsreich gestalten und auf verschiedene Produkte, die für den Nutzer relevant sein könnten, verweisen. Die einschneidende Änderung könnte so manchem WhatsApp-Nutzer nicht passen, daher wird bereits jetzt gemunkelt, dass viele Benutzer nach der Einführung auf andere Messenger-Dienste umsteigen. Besonders die App Telegram erfreut sich wachsender Beliebtheit. Was sie so alles kann, erfahren Sie hier.

Weitere WhatsApp News 2019 – Dark Mode und mehr

Smartphone mit WhatsApp Splashscreen liegt auf einem Tisch
(Bild: RommelAlomia - stock.adobe.com)

Eine weitere WhatsApp Änderung ist der Dark Mode. Ab diesem Jahr soll WhatsApp mit einem dunklen Hintergrund genutzt werden können. Der Grund hierfür: Die dunkle Version spart Akkulaufzeit und schont die Augen. Gerade wer abends im Bett noch seine Nachrichten checkt, kann im Dark Mode seine Sehnerven schonen und besser entspannen. Abgesehen davon sieht die schwarze Version enorm cool aus und ist eine gelungene Abwechslung zum klassischen, weiß-grünen Schema. Eine weitere WhatsApp Neuerung: Ab 2019 soll es eine WhatsApp Version für Tablets geben. Obwohl WhatsApp bereits über den Web-Browser genutzt werden kann, soll schon bald eine voll funktionsfähige App verfügbar sein, die auf jedem iPad und allen anderen Tablets installiert werden kann. Zusätzlich dazu soll ebenfalls die Web-Version des Messengers ausgebaut werden. Bisher konnten Nutzer, die WhatsApp nur über den Browser verwendeten, nur eingeschränkt Sprachnachrichten senden und Videoanrufe tätigen. Dies soll sich nun komplett ändern. Schon bald soll das Posten von Status-Updates möglich sein und das Versenden von Sprachnachrichten kein Problem mehr darstellen.

Tschüss Kettenbrief, hallo persönliche Nachricht!

Mittlerweile sind sie nicht nur veraltet und nervig, sondern längst überfällig: Kettenbriefe. Egal, ob Weihnachtsmann-Rätsel, Momo-Challenge oder Erkennungssystem für einen Herzinfarkt, Kettenbriefe sind nicht nur lästig, sondern können ebenso großen Schaden anrichten. Wer diese Art von Nachrichten weiterleitet, kann nicht nur einen Virus verbreiten, sondern läuft ebenso Gefahr, dass persönliche Daten abgegriffen werden. Abgesehen davon warnen Rechtsanwälte mittlerweile davor, Bilder zu verschicken, die eventuell urheberrechtlich geschützt sind. Der scheinbare Spaß kann Teilnehmer im Nachhinein einiges kosten. Da WhatsApp diesen Gefahren entgegenwirken möchte, schränkt der Messenger-Dienst im Jahr 2019 die Weiterleitungsfunktion ein. Schon bald wird die Anzahl an Menschen, an die eine Nachricht weitergeleitet werden kann, enorm eingeschränkt. Dadurch soll das Verbreiten von schädlichen Inhalten eingedämmt und Viren sowie Falschinformationen vorgebeugt werden. Ganz anders sieht das bei Gruppenchats aus: Fast jeder WhatsApp-Nutzer ist in mindestens einem Gruppenchat vertreten und weiß, wie unübersichtlich die meisten Chatverläufe sind. Einen Tag nicht aktiv und schon hat man den Faden verloren. Vor allem Smartphone-Nutzer, die Gruppenchats auf „Stumm“ schalten und anderweitig beschäftigt sind, erwartet beim Öffnen einer Gruppe gleich eine Flut an Nachrichten. Dieses Jahr möchte WhatsApp damit Schluss machen: Der Nachrichtendienst bietet schon bald die Möglichkeit, auch in Gruppenchats private WhatsApp Nachrichten an einzelne Personen zu senden. Dadurch kann man sich in Gruppenchats nur auf wirklich relevante Nachrichten und Inhalte fokussieren und ist nicht dazu gezwungen, lange Chatverläufe zu durchscrollen.