Hand hält Smartphone in Richtung Fenster, durch welches eine 5G-vernetzte Großstadt zu sehen ist
Das müssen Sie zum bald erscheinenden 5G-Netz wissen (Bild: SasinParaksa - stock.adobe.com)

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Das müssen Sie zum bald erscheinenden 5G-Netz wissen

Ein Smartphone steht und fällt mit seiner Internetverbindung. Fast alle Features, die Sie täglich auf Ihrem Handy nutzen, funktionieren ausschließlich online. Egal ob Sie Mails verfassen, ein Foto bei Instagram hochladen oder Ihren Freunden bei WhatsApp und Co. texten – Sie müssen dafür eine Internetverbindung haben. Glücklicherweise ist das in der Regel kein Problem, schließlich verfügen die meisten Haushalte und viele öffentliche Plätze über WLAN. Für den Fall, dass Sie kein offenes Netzwerk finden, können Sie alternativ auf Ihre mobilen Daten zurückgreifen. Je nach Vertrag und Konditionen stehen Ihnen davon im Monat zwei, drei oder mehr Gigabyte zur Verfügung. Neben der Menge an verfügbarem Datenvolumen kann auch die Geschwindigkeit variieren, mit der Sie mobile Daten nutzen. Viele von Ihnen surfen mit 3G oder 4G - zumindest bis jetzt, denn bald kommt das 5G-Netz.

Diese Smartphones nutzen künftig das 5G-Netz

Ein wichtiger Hinweis gleich vorweg: Um das 5G-Netz nutzen zu können, bedarf es zweierlei Dinge. Erstens brauchen Sie ein entsprechendes Smartphone, das die Technologie unterstützt, und zweitens einen Mobilfunkanbieter, der das Netz zur Verfügung stellt. Im folgenden Abschnitt zeigen wir Ihnen zunächst die Smartphones, mit denen Sie künftig das 5G-Netz nutzen können.

Samsung Galaxy S10

Laut Insiderkreisen soll der Nachfolger des Samsung Galaxy S9 über eine Datengeschwindigkeit von 5G verfügen. So wird das im Frühjahr 2019 erscheinende Galaxy S10 in einer regulären Größe und in einer Plus-Variante auf den Markt kommen. Letzteres soll seinen Usern die Möglichkeit geben, mit 5G zu surfen. Mehr zum S10 lesen Sie hier.

Xiaomi Mi Mix 3

Das Xiaomi Mi Mix 3 gilt als das weltweit erste 5G-Handy. Seiner Vorreiterrolle wird das Smartphone nicht nur im Bereich der Surfgeschwindigkeit gerecht, sondern auch was das Display betrifft. Der Bildschirm deckt knapp 95% der Oberfläche des Geräts ab. Zunächst ist das Gerät nur in China erhältlich, andere Märkte sollen in den kommenden Monaten jedoch dazukommen.

Motorola Moto Z3 Play

Motorolas Z-Modelle besitzen eine besondere Eigenschaft – sie lassen sich durch sogenannte „Moto Mods“ mit neuen Features wie einem Akku oder einer tollen Kamera aufstocken. Ein Moto Mod in Form eines 5G-Upgrades wird Anfang nächsten Jahres für das Z3 Play angeboten. Zunächst nur für den US-Markt, soll das Feature in Zukunft auch bei uns zu haben sein.

Wann kommt das 5G-Netz?

Höchstwahrscheinlich dauert es noch eine Weile, bis wir in Deutschland 5G nutzen können. Die Vergabe der entsprechenden Frequenzen durch die Bundesregierung ist für 2019 terminiert, was darauf schließen lässt, dass Smartphone-Nutzer hierzulande bis 2021 warten müssen. Momentan befinden sich viele Handyhersteller in der Versuchsphase und testen die neue Technologie für ihre zukünftigen Geräte. Über iPhones ist diesbezüglich z.B. noch nichts bekannt, was wohl aber auch daran liegt, dass sich Apple grundsätzlich ungern in die Karten schauen lässt. Unterm Strich lässt sich festhalten, dass 5G in jedem Fall in den nächsten Jahren kommen wird, momentan befindet sich die Technologie jedoch noch in der Entwicklung. Dies geschieht vor allem auf Seiten Deutschlands, denn mit vielen Smartphones ist es in den kommenden Monaten bereits möglich 5G zu nutzen. Andere Länder, allen voran die USA, Japan und Südkorea, werden erwartungsgemäß etwas schneller sein. Besonders Südkorea führt regelmäßig die Ranglisten an, was Smartphone-Technologie wie beispielsweise die Datengeschwindigkeit angeht.

4G, LTE & 5G-Netz – was bedeutet das?

Transparente Netzillustration vor Person mit Smartphone
(Bild: oatawa - stock.adobe.com)

Egal ob bei iOS oder Android: Auf Ihrem Mobilfunkvertrag, auf dem Display Ihres Smartphones oder auf Werbeplakaten – überall ist von 3G, 4G oder LTE die Rede. Auf den ersten Blick können diese Begriffe etwas kryptisch wirken, wenn man damit nicht vertraut ist. Im Prinzip ist es jedoch ganz einfach: Das 4G, LTE oder 5G-Netz sagt lediglich aus, wie hoch die jeweilige Surfgeschwindigkeit ist. Das „G“ in 3G oder 4G steht für „Generation“. 4G meint damit die vierte Generation der Datenübertragungsraten. LTE steht für „Long Term Evolution“ und ist nur ein anderer Begriff für „4G“. Als Faustformel gilt: Je mehr Daten pro Sekunde übertragen werden können, desto schneller surft Sie. Aus diesem Grund werden die Begriffe „Datenübertragungsrate“ und „Surfgeschwindigkeit“ oft synonym verwendet. Die Datenübertragungsrate wird in Byte pro Sekunde angegeben. Je höher die Generation, desto mehr Daten können übertragen werden. Folglich verbrauchen Sie mit einem 4G oder 5G-Netz mehr Datenvolumen als mit einem 3G-Netz. Damit Sie den Überblick behalten, hier eine kurze Auflistung der aktuell und künftig zur Verfügung stehenden Netze.

3G-NetzdownloadetDownloadet

3G-Netze erlauben Surfgeschwindigkeiten von 384 Kbits/s bis zu 42 Mbits/s. Mit dieser Datenübertragungsrate ist es ohne weiteres möglich, Textnachrichten sowie Bilder und Videos zu verschicken. Je größer die Datenmenge, die Sie downloaden oder versenden, desto länger benötigen Sie dafür. Im 3G-Netz kann es beim Versenden größerer Videos oder beim Streamen von Filmen hin und wieder zu kleinen Rucklern und Wartezeiten kommen.

4G-Netz

Mit 4G bzw. LTE erreichen Sie Datenübertragungsraten von 100 Mbits/s bis 1Gbit/s. Damit können Sie nicht nur größere Videos verschicken und ruckelfrei Serien und Filme streamen, sondern auch Videoanrufe durchführen, ohne Sorge haben zu müssen, dass die Verbindung abbricht. Beim 4G-Netz handelt es sich aktuell um das Standardnetz, das von den meisten Smartphone-Nutzern verwendet wird.

5G-Netz

Mit dem 5G-Netz lassen sich Daten von 10 Gbits/s bis zu 20 Gbits/s übertragen. 5G steht noch in Kinderschuhen, Vodafone plante jedoch, 5G im Jahr 2020 in Deutschland einzuführen. Obwohl die 5G-Geschwindigkeit auf den ersten Blick nicht zwingend notwendig erscheint, schließlich ist 4G bereits sehr schnell, wird es in Zukunft immer wichtiger. Die Technologien „Augmented Reality“, „Virtual Reality“ und „KI“ („Künstliche Intelligenz“) verlangen eine weitaus höhere Surfgeschwindigkeit, als sie 4G oder LTE gewährleisten können.