Person bedient Smartphone, über welchem ein Briefsymbol zusehen ist, welches eine neue Nachricht indiziert
So vermeiden Sie Spam auf Ihrem Smartphone (Bild: ant - stock.adobe.com)

Schäden vorbeugen

So lässt sich auf Ihrem Smartphone Spam vermeiden

Egal zu welcher Zeit, lästige Werbeanzeigen und Spam gab es schon immer. Was früher durch Reklamezettel und Einleger in Zeitschriften geschah, wurde in den 80er und 90er Jahren von Callcentern übernommen. Seit der Verbreitung des Internets hat sich der Begriff „Spam“ etabliert, der sich zunächst in Form von Werbemails auf dem PC gezeigt hat. Mit der Einführung des Smartphones hat sich Spam allmählich auf den kleinen Bildschirm verlagert: Inzwischen treten störende Werbung und Spam zunehmend auf iPhones und Android Geräten auf. Mit oftmals unlauteren Methoden wird versucht, Sie zum Abschluss eines Vertrags oder zum Mitmachen eines Gewinnspiels zu bewegen. Viele dieser Mails haben das Ziel, Sie um Ihr Geld zu bringen. Damit das in Zukunft nicht passiert, zeigen wir Ihnen, wie sich lästiger Spam vermeiden lässt.

Spam vermeiden – so werden Sie nervige Werbemails los

Wann immer von „Spam vermeiden“ bzw. von „Spam Nachrichten“ die Rede ist, sind streng genommen E-Mails gemeint, die (oftmals in Massen) an möglichst viele Adressaten versendet werden. Ziel dieser Werbenachrichten ist es, die Empfänger – also Sie – um ihre Daten oder ihr Geld zu bringen, sei es durch bösartige Tricks oder Werbung, die Sie zum Kauf animieren soll. Eine spezielle Form des Spams sind sogenannte „Phishing Mails“, die versuchen, an Ihre persönlichen Informationen und Kontakte zu gelangen. Klassische Werbeanzeigen oder Pop-Ups gehören technisch gesehen nicht zu Spam. Da ein Großteil lästiger Werbung tatsächlich in Form von E-Mails auftaucht, konzentrieren sich die folgenden Tipps auf Ihren Mail Account und darauf, wie Sie ihn in Zukunft (möglichst) werbefrei halten.

Tragen Sie sich in die „Robinsonliste“ ein

Bei der Robinsonliste handelt es sich um ein Verzeichnis des „I.D.I“ (Interessenverband Deutsches Internet). In diese Liste können sich private Personen und Firmen eintragen. Unternehmen, die in dem Verzeichnis auftauchen, verpflichten sich dazu, User der Robinsonliste aus ihren Datenbanken zu löschen. Das Ziel des Verzeichnisses ist: Spam vermeiden. Das Eintragen in die Liste ist freiwillig. Es bleibt Unternehmen also selbst überlassen, ob sie sich dazu verpflichten, künftig weniger Spam zu versenden. Es empfiehlt sich dennoch für Sie, mitzumachen. Jede Chance, in Zukunft weniger Werbemails zu erhalten, ist ein Gewinn für Ihre Datensicherheit.

Nachrichten nicht weiterleiten oder darauf antworten

Wenn Sie Spam vermeiden wollen, sollten Sie darauf achten, dass Sie weder auf Werbemails antworten noch diese weiterleiten. Vor allem Phishing-Mails zielen darauf ab, dass Sie mit ihnen interagieren. Auf diese Weise wollen sie an so viel Informationen wie möglich gelangen. Doch auch bei „regulären“ Werbemails sollten Sie es vermeiden, zurückzuschreiben bzw. die Nachricht weiterzuversenden. Das einzige, was Sie bei Spammails tun sollten, ist diese sofort in den Papierkorb zu verschieben. Damit gehen Sie sicher, dass von den Nachrichten keine Gefahr mehr ausgehen kann, wenn Sie aus Versehen doch noch auf sie klicken sollten.

Wie können Sie Spam vermeiden? Benutzen Sie Sonderzeichen und Zahlen

Ein großer Teil von Werbemails wird nicht von realen Personen verschickt, sondern von Bots. Diese Computer-Programme generieren Ihre Mail-Adresse nach dem Zufallsprinzip. Oftmals genügt ein Vor- und Nachname und der Bot kann anhand dieser Informationen erraten, wie die dazugehörige Mail-Adresse lautet. Heißt: besteht Ihre Mail ausschließlich aus Ihrem Namen sind die Chancen relativ hoch, dass auch ein Bot auf diese Adresse kommt und Ihnen Werbemails zusendet. Möchten Sie Spam vermeiden, empfiehlt es sich daher, Ihre Adresse um Sonderzeichen und Zahlen zu erweitern. Das sieht unter Umständen nicht mehr so schön aus. Auf diese Weise verringern Sie aber die Wahrscheinlichkeit, dass Bots Ihre Adresse identifizieren.

Vermeiden Sie das Klicken auf Links

Ein ausgeschaltetes Smartphone liegt auf einer Vielzahl von Briefen
(Bild: taa22 - stock.adobe.com)

Eine wichtige Regel fürs Spam vermeiden lautet: Klicken Sie nicht auf Links, die in Werbemails angegeben sind. Sobald Sie mit Spammails interagieren, bestätigen Sie dem Adressaten, dass es sich bei Ihrer Mail-Adresse um einen aktiven Kontakt handelt. Damit weiß der Sender der Nachricht Bescheid, dass Sie die Adresse nutzen und kann Ihnen weitere Spam Nachrichten schicken. Darüber hinaus erhöhen Sie mit dem Klicken auf einen Link die Gefahr, dass Sie persönliche Informationen von Ihnen preisgeben oder gar Schadsoftware herunterladen. Auch hier gilt: Wollen Sie Spam vermeiden, sollten Sie in keiner Weise mit einer Werbemail interagieren, sondern sie sofort löschen.

Spam-Ordner regelmäßig kontrollieren

Viele Mail-Programme verwenden eigene Spam-Ordner, in die automatisch Werbemails verschoben werden. Natürlich funktioniert dies nicht immer einwandfrei und einige Spam-Nachrichten rutschen trotzdem durch. Um diesen Vorgang zu verbessern, hat Google 2019 eine künstliche Intelligenz in seinen Spam-Ordner eingebaut. Diese lernt mit der Zeit dazu, bei welchen Mails es sich um Spam handelt und bei welchen nicht. Sind Sie Gmail-User und möchten künftig Spam vermeiden, sollten Sie regelmäßig einen Blick in den Spam-Ordner werfen und u.U. fälschlich abgelegte Mails in den normalen Posteingang verschieben – so lernt die künstliche Intelligenz von Google dazu.

Halten Sie Ihre Mail-Adresse möglichst geheim

Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Adresse nur den Personen nennen, denen Sie vertrauen. Meiden Sie es, sie in Foren oder auf Portalen zu preiszugeben, wenn dies nicht zwingend notwendig ist. Zudem empfiehlt es sich, fürs Anmelden auf Nutzerkonten eine eigens dafür erstellte Mail-Adresse zu verwenden, an die im Notfall Spam gesendet werden kann. Wollen Sie Spam vermeiden, sollten Sie zudem auf das @-Zeichen verzichten, wenn Ihre Adresse z.B. auf einer Firmen-Website steht. Dies erschwert es nämlich Bots, Ihre Mail auszulesen.

Auf diese Weise können Sie Spam Anrufe vermeiden

Spam können Sie nicht nur in Form von Mails bekommen, sondern auch per Telefon. Um Spam Anrufe zu vermeiden, empfiehlt sich ein Blick auf folgende Tipps: Kommt Ihnen ein Anruf unseriös oder komisch vor, sollten Sie sofort auflegen. Meiden Sie Rückrufe an unbekannte Nummern. Falls Sie in Spam Anrufe verwickelt werden, notieren Sie sich so viele Informationen wie möglich (Telefonnummer, Uhrzeit, Datum, Name des Anrufers, Gesprächsverlauf, etc.). Nennen Sie zudem keine persönlichen Daten von Ihnen, weder Ihre Mail-Adresse noch Ihre Bankdaten. Sind Sie ein Opfer durch Spam Anrufe und wurden um Geld betrogen, melden Sie sich umgehend bei der Polizei sowie bei der Bundesnetzagentur.