Schutz gegen Fahrraddiebstahl
Schutz gegen Fahrraddiebstahl (Bild: Andrey Popov -stock.adobe.com)

Schäden vorbeugen

Schutz gegen Fahrraddiebstahl

Radfahren reduziert Krankheitsrisiken und erhöht das körperliche und seelische Wohlbefinden. Die Fahrt zur Arbeitsstelle oder zum Ausbildungsplatz erfolgt deutlich stressfreier als mit dem Auto oder mit dem öffentlichen Verkehrsmittel. Diese positiven Effekte schlagen sehr rasch in Ärger um, wenn eines passiert: Das Fahrrad ist plötzlich weg.

Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik für Deutschland wurden im Jahre 2016 insgesamt 332.486 Fahrräder entwendet. Damit das eigene Fahrrad auch 2017 das Eigene bleibt, empfehlen sich die im Folgenden angeführten Maßnahmen.

Zeit spielt eine Rolle, auch für den Dieb

Bei entsprechender Anstrengung sind fast alle Diebstahlsicherungen überwindbar. Nicht jeder Dieb ist aber geschickt genug dazu, beziehungsweise möchte das Risiko der Entdeckung tragen. Darum helfen eine Reihe von Vorkehrungen oder eine Kombination dieser, um das Diebstahlrisiko zu minimieren.

Befestigen statt Absperren

Das reine Absperren schützt nicht gegen das Entfernen des Fahrrades. Besser ist das Befestigen des Fahrrades an einem stabilen Element. Dabei sollte stets der Rahmen des Fahrrades einbezogen werden, da das reine Befestigen eines Reifens nicht ausreichend ist. Speziell Reifen mit Schnellspannern an den Achsen sind rasch vom Fahrrad entfernt.

Bügelschlösser versus Kabelschlösser

Bügelschlösser lassen sich nicht so leicht durchtrennen wie Kabelschlösser. Andererseits erleichtern Schlösser mit entsprechend langem Kabel die einfachere Umsetzung des Grundsatzes, das Fahrrad mit Rahmen und einem Rad gemeinsam an einer festen Einrichtung anzuhängen.

Entscheidet man sich für Kabelschlösser, sollte man jene mit Panzerkabel bevorzugen. Ein Kompromiss könnten Faltschlösser sein, die in ihrer Form ein wenig an den guten alten ausklappbaren Zollstock erinnern.

Registrieren und Codieren

Öfter werden Fahrräder nur „ausgeliehen“ und nach erfolgter Fahrt herrenlos zurückgelassen. Diese Fahrzeuge und jene, die bei überführten Dieben oder Hehlern gefunden werden, können leichter an ihre Besitzer zurückgegeben werden, wenn sie zuvor registriert oder codiert worden sind. Bei einer Codierung werden Namen und Adresse des Erstbesitzers verschlüsselt am Fahrrad in Form einer Einprägung angebracht. Bei Auffinden eines herrenlosen Fahrrades kann der Erstbesitzer auch dann identifiziert werden, wenn er das Rad nicht zuvor hat registrieren lassen. Neben der leichteren Rückführbarkeit erhofft man sich hiervon auch eine erhöhte Hemmschwelle, diese schlecht verkaufbaren Fahrräder zu stehlen.

„Auf jeden Fall sollte sich die Rahmennummer des Fahrrades gleich nach dem Kauf notiert werden, um diese im Falle eines Verlustes bei der Diebstahlanzeige anführen zu können!“

Bei Fahrradhändlern, Versicherern und Polizeistationen liegen Fahrradpässe vor, die beim Notieren aller wichtigen Informationen unterstützen. Diese Zusatzinformationen könnten sich insbesondere als notwendig erweisen, da Rahmennummern auch mehrfach vergeben werden.

Eine technisch modernere Lösung ist der FahrradPass auf dem Smartphone. Hierbei werden die Fahrraddaten in einer App gespeichert und sind im Falle eines Diebstahls immer dabei, so dass schnell eine Anzeige erstattet werden kann. Diese App ist im App Store und im Google Play Store zu erhalten.

Überwachung mit Mobilfunk und GPS

Fahrräder können mit einem Tool ausgestattet werden, das die Position des Fahrrades ständig an eine zentrale Stelle meldet. Im Falle eines Diebstahls können diese Positionsmeldungen für die ermittelnden Behörden freigegeben werden. Derartige Tools werden nach dem Abstellen des Fahrrades vom Eigentümer aktiviert und lösen bei einer erneuten Bewegung des Zweirades ohne vorherige Deaktivierung einen Alarm aus. Der Eigentümer bekommt eine Meldung via SMS und sollte nach Möglichkeit sofort mit der Suche nach dem Fahrrad beginnen oder die Behörden verständigen.

Diebstahlsichere Fahrradabstellanlagen

Eine weitere Verbesserung der Sicherheitslage können Fahrradabstellanlagen mit fixen Elementen zum Anhängen der Räder bieten. Vertreter der Fahrradindustrie und der Fahrradclubs fordern dies schon seit längerem. So sollen vermehrt Fahrradabstellanlagen bei öffentlichen Plätzen wie z.B. Bahnhöfen oder Sportanlagen sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen aber auch auf Parkflächen von großen Wohnanlagen errichtet werden.

Mehr zum Thema