Alle möglichen elektronische Geräte auf einem Tisch
Wohin mit dem Weihnachtsschrott? (Bild: damrong - stock.adobe.com)

Recyclen

Wohin mit dem Weihnachtsschrott?

Die Weihnachtsfeiertage sind vorüber, die Geschenke ausgepackt. Auch an den vergangenen Weihnachtsfeiertagen wurde wieder viel Unterhaltungselektronik, Küchengeräte, Smartphones & Co. ge- und verschenkt. Die noch funktionsfähigen „Altgeräte“ werden in Schubladen oder im Keller gelagert. Dabei gibt es eine Menge sinnvoller Möglichkeiten, diese weiterzuverwenden.

Fair sein mit fairKauf in Hannover

Sowohl Keller als auch die Mülltonne sind definitiv der falsche Ort für noch intakte Elektrogeräte. Selbst kaputte Geräte, also vermeintlicher Elektroschrott, gehören nicht einfach in den Hausmüll. Es gibt tolle Möglichkeiten funktionierende Elektrogeräte sinnvoll zu recyceln. Warum sollte der alte Laptop weggeschmissen werden, wenn damit auch etwas Gutes getan werden kann?

Das fairKauf-Haus in Hannover hat eine sinnvolle Lösung für Kunden, Mitarbeiter und Umwelt auf die Beine gestellt. Die gemeinnützige Organisation nimmt neben Kleidung und Schmuck auch gebrauchte Elektro-Artikel an und macht diese wieder fit für den Alltag.

Mitarbeiter Reent Stade erzählt uns von der Vielfalt an Geräten, die Monat für Monat an das soziale Warenhaus gespendet werden: „Von der elektrischen Zahnbürste bis zum Synthesizer für Profi-Musiker – wir nehmen elektronische Geräte aller Art entgegen“, so Stade.

>> Jeden Monat bringen Spender rund 1.700 Geräte in unseren sechs Filialen der gemeinnützigen Genossenschaft vorbei. <<

Die gespendeten Geräte werden dann zuerst einer Sichtprüfung unterzogen und vorsortiert. Bei kleineren Schäden legt fairKauf selber Hand an und repariert z.B. defekte Stecker oder Schrauben. Die aufgepäppelten „Secondhand-Geräte“ werden dann zu günstigen Preisen verkauft und finden einen Weg zurück in die Nützlichkeit. „Vor allem Küchengeräte werden bei fairKauf sehr gut nachgefragt“, verrät uns Reent Stade.

Besonders einkommensschwache Käufergruppen profitieren von diesem Wertschöpfungsmodell und ergattern so regelmäßig das ein oder andere, technisch einwandfreie, Schnäppchen.

Selbst reparieren oder entsorgen: Viele Angebote sind kostenlos

Elektroschrott am Straßenrand
(Bild: Cora Müller - stock.adobe.com)

Entsorgungsmöglichkeiten für Altgeräte müssen seit 2016 Elektro- und Online-Händler mit einer Verkaufsfläche von über 400 Quadratmetern bieten. Das Elektrogesetz verpflichtet diese zur Rücknahme von Geräten mit einer Kantenlänge kleiner als 25 cm.

Auch die Deutsche Post nimmt alte Handys, Computerbauteile oder leere Druckerpatronen auf und entsorgt sie. Ein einfacher Maxibrief und die kostenfreie Electroreturn-Versandmarke reichen, um aussortierte oder kaputte Geräte mit einer Maximalgröße von 30x20 cm per Post zu entsorgen. Auf der Internetseite der Deutschen Post lässt sich das Versand-Etikett herunterladen und anschließend ausdrucken.

Neben den Standard-Entsorgungsmöglichkeiten lohnt sich manchmal aber auch ein wenig Kreativität, damit alter „Krempel“ wieder zu einer echten „Krönung“ wird. Das Online-Netzwerk Reparatur-Initiativen bietet beispielsweise eine deutschlandweite Plattform zur Recherche nach Repair-Cafes an. Einmal angemeldet, kann es losgehen – das kollektive Reparieren, Cappuccino trinken und Spaß haben. In der Regel ist eine Anmeldung für einen „Repair-Workshop“ kostenlos.

Alt ist nicht gleich Schrott!

Fest steht: Viele Geräte lassen sich leicht wieder auf Vordermann bringen, sofern sie überhaupt kaputt sind. Aber auch heile Geräte können mit wenig Aufwand viel Gutes bewirken. So können die Geräte als Spende bedürftige Menschen „glücklich“ machen. Alte Handys hat noch jeder von uns in der Schublade. Also: Warum noch warten?