"5G" schwebt über einem Smartphone
Erste Samsung 5G Smartphone (Bild: Aliaksandr Marko - stock.adobe.com)

Neuerscheinungen

Bald erscheint das erste Samsung 5G Smartphone

Theorie und Praxis sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Was auf dem Papier gut klingt, muss noch lange nicht in der Wirklichkeit funktionieren. Seit Jahren wird über den neuen Mobilfunkstandard 5G diskutiert. Dass dieser auch in die Tat umgesetzt wird, hat jedoch einige Zeit gebraucht. Zunächst mussten dafür die technischen und rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Je nach Land dauert dies unterschiedlich lange. Hierzulande handelt es sich glücklicherweise nur noch um wenige Monate. Bedingung dafür ist aber nicht nur der flächendeckende Ausbau mit Antennenmasten, sondern auch entsprechende Geräte, die den neuen Standard unterstützen. Der südkoreanische Technikkonzern Samsung macht den Anfang und stellt in Kürze sein erstes 5G Handy vor. Wir verraten Ihnen, um was für ein Gerät es sich handelt, was es außerdem zu bieten hat und was Sie sonst zu 5G & Co. wissen müssen.

Das erste Samsung 5G Smartphone heißt: Galaxy S10

Manchmal ist Altbewährtes doch am besten. Das hat sich vermutlich auch Samsung gedacht, als es um die Vorstellung seines ersten 5G-fähigen Handys ging. Beim neuen Samsung 5G Gerät handelt es sich nicht um ein neues Modell, sondern um ein Upgrade des Samsung Galaxy S10. Das klassische S10 kam bereits im März 2019 auf den Markt. Mit der aktualisierten Version ist das Handy im Stande, den neuen Mobilfunkstandard 5G zu nutzen. Im Prinzip handelt es sich beim Samsung 5G Phone also um das bereits bekannte Galaxy S10 – mit ein paar extra Modifizierungen. Soweit bekannt, soll das Display 6,7 Zoll messen. Zur Erinnerung: Der Bildschirm des bisherigen S10 hat eine Diagonale von 6,1 Zoll. Damit wäre die neue Version des Galaxy S10 um 0,5 Zoll größer. Zudem soll auch die Leistung der Kamera und des Akkus verbessert werden. Wie genau, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Aller Voraussicht nach wird Telekom der erste Anbieter sein, mit dem Sie das Samsung 5G Phone nutzen können.

Genau genommen verwenden Sie nicht ein, sondern drei verschiedene 5G-Netze

Wie erwähnt, gehören zur Nutzung des neuen Mobilfunkstandards zwei Parteien: Zum einen bedarf es eines entsprechendes Geräts, wie z.B. das Samsung 5G Smartphone. Zum anderen müssen die technischen und rechtlichen Voraussetzungen gegeben sein. Letzteres ist hierzulande vor einigen Tagen geschehen. Seit kurzer Zeit sind die sogenannten 5G-Lizenzen an die einzelnen Anbieter Telekom, O2, Vodafone und Drillisch versteigert worden. Nun beginnt der Ausbau der Sendemasten, ohne diese können Sie das 5G-Netz nicht nutzen. Ziel ist es, dass hierzulande genug Antennenmasten stehen, sodass Sie flächendeckend 5G nutzen können. Das wird jedoch schwer: Zum einen ist es kaum realistisch, dass tatsächlich genug Antennenmasten aufgestellt werden, sodass die Netzabdeckung lückenlos ist. Zum anderen gibt es genau genommen nicht ein 5G-Netz, sondern drei Teil-Netze. Diese Teil-Netze, auch „Slices“ genannt, besitzen jeweils unterschiedliche Funktionen: Geringe Latenzen (also wenig Wartezeiten), hohe Bandbreiten und einen geringen Energiebedarf. Nur wenn alle drei Slices zusammenkommen, kann das 5G-Netz optimal genutzt werden. Wahrscheinlich ist jedoch, dass selten alle Slices gleichzeitig verwendet werden können. Unterm Strich haben Sie somit mal besseren, mal schlechteren Empfang - je nachdem, wo Sie sich gerade befindet.

Welche Anbieter stellen das 5G-Netz zur Verfügung?

Wie erwähnt, wird Telekom der erste Anbieter sein, mit dem Sie 5G verwenden können. Legen Sie sich künftig das neue Samsung 5G Smartphone zu, sind Sie auf das Telekom-Netz angewiesen. Die anderen großen Telefonanbieter O2 und Vodafone haben zwar ebenfalls 5G-Lizenzen erworben. Bei diesen wird es aber noch eine Weile dauern, bis sie den schnellen Mobilfunkstandard anbieten können. Auch Drillisch, bzw. 1&1, hat entsprechende Lizenzen erworben. Es ist aber davon auszugehen, dass der relativ kleine Konzern den Mobilfunkstandard erst eine ganze Weile nach den Telekom, Vodafone & Co. anbieten wird.

Welche Auflagen müssen Telekom, O2 & Co. erfüllen, damit sie 5G anbieten können?

5G Illustration
(Bild: sdecoret - stock.adobe.com)

Damit Sie in Zukunft Sony, HTC und Samsung 5G Smartphones nutzen können, müssen dafür zunächst die Grundlagen geschaffen werden. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte mit neuer Technologie ausgestattet sein. In Zahlen sind dies 100Mbit/s. Die Ziffer ist jedoch irreführend. Der Vorgänger des 5G-Standards LTE steht bereits für eine Datenübertragung zwischen 100Mbit/s und 1Gbit/s. 5G-Geschwindigkeit spielt sich im Bereich von 10Gbit/s bis 20Gbits/s ab. Die technische Versorgung der Intrastruktur liegt daher aber deutlich darunter. Soll heißen: Obwohl bald das erste Samsung 5G Handy auf den Markt kommt, sind viele Gebiete in Deutschland nicht einmal fit für den Vorgänger LTE. Insofern stellt die Nachbesserung von Telekom & Co. vor allem eine seit langem notwendige Aktualisierung dar. Auch Autobahnen und das Schienennetz sollen bis spätestens 2024 mit 100Mbit/s versorgt sein. Dadurch, dass sich pro Antennenmast mehrere Nutzer ein Netz teilen, liegt die tatsächliche Geschwindigkeit unter den festgelegten 100Mbit/s. Diesen Umstand nennt man „Shared-Medium-Effect“. Die Datengeschwindigkeit nimmt in Zukunft also zu, bleibt aber weit hinter den Möglichkeiten, die ein 5G-Netz bietet.

Diese Bedenken gibt es gegen Huawei, Sony und Samsung 5G Smartphones

Wann immer eine technische Neuerung, wie das 5G-Netz, auf den Markt kommt, sind die Reaktionen zweigeteilt. Auf der einen Seite können Sie sich über die deutliche Verbesserungen freuen: Kürzere Ladezeiten, eine stabile Verbindung und das Senden und Empfangen großer Dateien. Vor allem im Bereich der künstlichen Intelligenz und im autonomen Fahren - also abseits der Smartphone-Welt – eröffnen sich viele Einsatzmöglichkeiten. Auf der anderen Seite herrscht bei vielen Benutzern Unkenntnis darüber, was es genau bedeutet, wenn vom Samsung 5G Handy gesprochen wird. Wofür stehen 5G, 4G, LTE und die anderen Bezeichnungen genau? Im Prinzip ist es ganz einfach: Je höher die Zahl vor dem „G“, desto schneller und stabiler ist Ihre Internetverbindung. Das „G“ steht für „Generation“. Wenn Sie mehr über die einzelnen Begriffe und ihre Bedeutung erfahren wollen, dann klicken Sie hier. Zusätzlich zur Unkenntnis darüber, was hinter der 5G-Technologie steckt, äußern sich viele User besorgt in Bezug auf ihre Gesundheit. Macht 5G krank? Entgegen zahlreicher Bedenken von Smartphone-Nutzern und geäußerter Vermutungen in Technik-Foren, gibt es aktuell keinerlei Belege dafür, dass die Benutzung eines iPhone, Huawei oder Samsung 5G Handys schädlich ist. Wenn Sie mehr über die gesundheitlichen Folgen lesen wollen, klicken Sie hier.