Schwarzes Smartphone in einer Hosentasche. Auf dem Bildschirm wird ein Bild der Google Daydream Brille gezeigt.
Daydream Smartphone (Bild: dzianominator - stock.adobe.com)

Neuerscheinungen

Googles Daydream-Brille mit dem Smartphone benutzen

Google verlagert seinen Fokus seit den letzten Jahren immer weiter in Richtung Virtual Reality. Einen ersten Schritt machte das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien mit der Google Cardboard-Brille aus Karton. Wir haben die Nachfolgerin Google Daydream getestet, die wir Ihnen hier vorstellen werden. Google Daydream ist eine Virtuelle-Realität-Plattform für Android-Smartphones ab Android Nougat 7.1, angekündigt im Mai 2016 auf der Entwicklerkonferenz Google I/O. Das dazugehörige Headset, die Daydream View, ist auf jeden Fall ein Erlebnis für sich. Denn es wird leicht unterschätzt, wie enorm die Wirkung und der Unterschied zum einfachen Sehen ist. Mit dem Aufsetzen der Brille tauchen Sie in eine andere Welt ein, und das sogar mit dem passenden Sound.

Worum handelt es sich bei Google Daydream?

Die Plattform Google Daydream ermöglicht es Usern, die Welt rund um Googles Virtual Reality zu entdecken. Google gab sowohl Soft- als auch Hardwarespezifikationen für VR vor, um eine einheitliche Basis auch für zukünftige Virtual Reality Projekte zu schaffen. Es gibt einerseits eigenständige Headsets, die kein Smartphone mehr benötigen. Diese sind dann kombinierbar mit einer VR-Kamera. Man kann dadurch zum Beispiel besondere Momente filmen und über die VR-Brille zu einem anderen Zeitpunkt ansehen.

Wer über ein Daydream-kompatibles Smartphone verfügt, kommt mit der Daydream View perfekt zurecht. Sie ist zwar nicht das Allround-Meistermodell, aber ein tolles Gadget für alle Technik-Fans und VR-Neugierige. Wir beschäftigen uns hier mit der Google Daydream View (2017). Im Gegensatz zum Vorgängermodell besteht sie aus robusterem Material und weist ein zusätzliches Kopfband für verbesserte Stabilität auf. Ein Radiator soll darüber hinaus noch das Ganze abkühlen. Dafür wird aber sowohl das Gewicht als auch der Preis erhöht.

Bedienung

Sie legen das Smartphone, falls es Daydream-kompatibel ist, in das Headset ein. Mithilfe der Linsen lassen sich nun die Inhalte des Smartphones in VR betrachten. Am besten geht alles mit einer Fernbedienung, die Sie dazu erwerben können. Sie kann an der Rückseite des Kopfriemens verstaut werden, wenn die Brille gerade nicht in Benutzung ist. Mit den Buttons und Bewegungssensoren lassen sich unterschiedliche Aktionen durchführen. Auf dem Controller befinden sich ein Touchpad, zwei kreisförmige Knöpfe, von denen einer als Home-Button genutzt werden kann und einer für App-Funktionen, ein Lautstärkenregulator und eine Statusleiste. Das USB-C-Ladekabel muss aber extra dazugekauft werden, falls Sie noch keines besitzen.

Um das Anlegen der Brille mit dem Smartphone zu vereinfachen, ist ein NFC-Chip integriert. NFC steht für Near Field Communication und ist ein internationaler Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten per elektromagnetischer Induktion mittels loser gekoppelten Spulen über kurze Distanzen von wenigen Zentimetern und einer Datenübertragungsrate von bis zu 424 kBit/s. Das Design wird von vielen Seiten aus positiv bewertet ebenso wie der gesamte Tragekomfort, der Googles VR Brille von anderen Brillen unterscheidet. Es gibt diverse YouTube Videos, die in Virtual Reality erlebbar sind und eine Menge Spaß machen. Aber auch für die, die aktiv gestalten wollen, gibt es tolle Möglichkeiten. Denn einige Daydream Apps sind bereits erhältlich, zum Beispiel Need for Speed und Hungry Shark.

Ist Ihr Smartphone Daydream-kompatibel?

Ist Ihr Smartphone Daydream-kompatibel, wird es als Daydream-ready bezeichnet. Dafür müssen diverse Anforderungen erfüllt werden. Dazu gehören präzise Neun-Achsen-Bewegungssensoren, Bluetooth LE und ein USB-Typ-C-Anschluss. In Zukunft ist Google Daydream auch in Android 7.1 Nougat integriert. Bisher kompatibel sind auf jeden Fall:

Lohnt sich die Google Daydream View Brille für Sie?

Man trägt Daydream Brille.
(Bild: kite_rin - stock.adobe.com)

Die vielen Features klingen auf jeden Fall spannend. Doch die Frage lautet auch, ob sich Google Daydream überhaupt für Sie lohnt. Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr Smartphone kompatibel mit Daydream ist. Brillenträger müssen beachten, dass Sie nur die neue Version nutzen, die mit Brille kompatibel ist. Darüber hinaus ist die Brille nicht rundum verschlossen, was dafür sorgt, dass Licht von unten hereinkommen kann. Die Brille sollte also besser im Dunkeln verwendet werden. Der Vorteil dabei ist, dass Sie weniger ins Schwitzen kommen. Der Stoff im "Gesichtsüberzug" kann abgenommen werden, damit Sie ihn waschen können. Ein wichtiger Punkt, wie wir finden. Die große Resonanz zu Google Daydream ist: Bessere Virtual Reality für weniger Geld ist, zurzeit jedenfalls, nicht möglich. Im Live Test hat die Daydream Brille einen großen Eindruck hinterlassen. Das Erlebnis war täuschend echt und hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Auf Googles Daydream Webseite können Sie übrigens nach einem Ort suchen, an dem Sie in Ihrer Nähe die Brille testen können. Sollte Ihnen der Spaß nicht gesellschaftstauglich genug sein, hat Google auch hier eine Lösung: Sie können die Erlebnisse live über Google Chromecast mit allen Anwesenden teilen.

Die besten Tipps und Tricks

Haben Sie eine Daydream-Brille erworben? Dann sollten Sie diese Tipps und Tricks dazu lesen. Um die Daydream-Brille mit dem Smartphone benutzen zu können, müssen Sie die Daydream App installieren. Ohne sie ist Ihr Headset unbrauchbar. Die App steuert Ihr gesamtes Nutzererlebnis. Hier können Sie Einstellungen vornehmen und andere Apps finden, die Sie mit Daydream nutzen können. Laden Sie noch den Controller auf. Google empfiehlt, ihn volle zwei Stunden aufzuladen, damit Sie richtig starten können. Sind Sie allzu ungeduldig und starten direkt durch, können Verbindungsprobleme auftauchen. Sie sollten außerdem neue Apps lieber nicht im VR-Modus installieren. Das dauert länger und ist ziemlich nervig, wenn Sie Ihr Passwort über den Controller und die virtuelle Tastatur eingeben wollen. Seltsamerweise wird man beim Start nicht gefragt, ob man Rechts- oder Linkshänder ist. Sie können Ihre bevorzugte Hand aber nachträglich in den Einstellungen festlegen. Halten Sie Ihre Daydream View Virtual Reality Brille weit entfernt von Klettverschlüssen, da diese das Material ruinieren können und Ihnen so eine unschöne Oberfläche bescheren. Sie sollten sich auch überlegen, ob Sie im VR-Modus Benachrichtigungen bekommen wollen oder ob Sie das eher im Gesamterlebnis stört. Am besten ist das Virtual Reality Erlebnis mit den passenden Kopfhörern. Je mehr sie Sie von den Außengeräuschen abschirmen, desto intensiver ist der Gesamteindruck. Am allerbesten sind Bluetooth-Kopfhörer mit besonders guter Isolierung vor Umgebungsgeräuschen geeignet. Wer im wilden Spielmodus ist und nicht mehr weiß, wo das Zentrum ist, der kann den Controller ausgestreckt nach vorne halten und länger den Homebutton drücken. Mit der Cardboard Kamera App können Sie Fotos aufnehmen, die Sie in 3D dann mit der Daydream View ansehen können. Wir hoffen, dass Sie diese Tipps und Tricks den Start mit Google Daydream erleichtern konnten, sollten Sie sich für die Virtual Reality Brille entschieden haben.