Air pods 2 mit Case
Das müssen Sie über die neuen AirPods 2 wissen (Bild: vimart - stock.adobe.com)

Neuerscheinungen

Das müssen Sie über die neuen AirPods 2 wissen

Das iPhone von Apple - von vielen geliebt, von vielen skeptisch betrachtet. Auf dem Handy-Markt gibt es wohl kein Gerät, an dem sich die Geister mehr scheiden, außer vielleicht am Zubehör. Apple ist dafür berüchtigt, teure Adapter, Aufladekabel und Stecker anzubieten, die andere Handys gar nicht benötigen und wenn doch, dann sind sie dort weitaus günstiger zu haben. So ist es auch bei den AirPods, Apples kabellosen iPhone Kopfhörern. Diese lassen sich zwar auch mit anderen Handys verwenden, dennoch kosten sie zweieinhalb Jahre nach Release immer noch knapp 200 Euro. Bluetooth Kopfhörer anderer Marken gibt es bereits für ein Zehntel des Preises. Verständlich, dass viele Smartphone User einen großen Bogen um Apples kabellose Kopfhörer machen. Vielleicht ändert sich die Situation aber bald und die AirPods werden ein Stück günstiger. In diesem Frühling kommen nämlich die AirPods 2 auf den Markt.

Was können die neuen AirPods 2?

Obwohl die AirPods 2 bereits in diesem Frühjahr erwartet werden, ist noch nicht vieles über das Produkt bekannt. Wie gewohnt hält sich Apple bedeckt, wenn es vor dem Release eines seiner Produkte um Neuigkeiten geht. Einige Informationen sind dennoch bereits an die Öffentlichkeit gelangt. Die spannendste Frage lautet: Ist es überhaupt möglich, den AirPods 2 noch mehr Features zu geben? Bei einem funktional sowie gestalterisch so minimalistischen Produkt steht die Überlegung im Raum, inwieweit dieses in der zweiten Generation verbessert bzw. ausgebaut werden kann. Schließlich erfüllen die schlichten Bluetooth Kopfhörer genau einen Zweck: Klang wiedergeben, und das in einer möglichst guten Qualität. Zum Produkt gehört außerdem das Case, in dem die Kopfhörer aufbewahrt und aufgeladen werden. Welchen funktionalen Vorteil bringen die AirPods 2 also?

Puls messen

Laut einem Bericht des Technikportals „Digitimes“ sei es durchaus möglich, dass die neuen AirPods 2 über einen Pulsmesser verfügen, ähnlich wie die Apple Watch. Auf diese Weise könnten Sie Ihren Herzschlag und weitere Körperfunktionen messen und analysieren lassen, während Sie Musik hören oder telefonieren. Durch die Health App ließen sich die Daten dann einfach auswerten.

Klang verbessern

Darüber hinaus ist zu erwarten, dass die AirPods 2 eine verbesserte Klangqualität besitzen. Die Tonwiedergabe des Vorgängermodells ist zwar bereits auf hohem Niveau, es wird aber vermutet, dass der Nachfolger einen noch besseren Klangstandard aufweisen wird. Dies dürfte vor allem beim Telefonieren eine wichtige Rolle spielen, bei dem äußere Faktoren wie Umgebungsgeräusche oft zu Beeinträchtigungen in der Wiedergabe führen.

Bluetooth Qualität steigern

Auch im Bereich der Bluetooth-Technologie ist eine Qualitätssteigerung zu erwarten. Das kann zum einen bedeuten, dass die Kommunikation zwischen Ihrem iPhone und den AirPods 2 besser funktioniert und Musik sowie Stimmen deutlicher übertragen werden. Zum anderen ist davon auszugehen, dass sich auch die Reichweite steigern wird und Sie sich mit den Kopfhörern weiter von Ihrem Handy entfernen können als bislang, ohne einen Abbruch der Datenübertragung befürchten zu müssen.

Facelift fürs Case

Nicht nur für die AirPods 2, auch für das Case wird eine Überarbeitung erwartet. Es gilt als wahrscheinlich, dass das Design aufgebessert wird. Zwar wird es sich mit großer Sicherheit weiterhin um eine kleine weiße Box handeln, Form und Größe könnten jedoch optisch angepasst werden. Auf technischer Ebene stellt sich vor allem die Frage, ob die Kapazität der Ladefunktion verbessert wird. Die AirPods der ersten Generation garantieren laut Hersteller mehr als 24 Stunden Wiedergabe insgesamt und bis zu fünf Stunden nach einer einzelnen Ladung. Es bleibt abzuwarten, ob und in welchem Umfang sich dies bei den AirPods 2 steigern lässt.

Höherer Preis

Obwohl ein gestiegener Preis keine funktionale Neuerung darstellt, ist er in Anbetracht der Preisthematik rund um die AirPods in jedem Fall zu nennen. In den Kreisen vieler Technikforen und Insider wird davon ausgegangen, dass sich die AirPods 2 noch einmal im Preis steigern werden. Eine gute Nachricht für Interessenten von Kopfhörern der ersten Generation, die höchstwahrscheinlich etwas günstiger werden, eine schlechte Nachricht für Käufer der neuen AirPods. Es ist zu erwarten, dass diese deutlich über den augenblicklichen 200 Euro liegen werden.

Lohnt sich der Kauf der AirPods 2?

Rothaariger Mann hält lächelnd Airpods 2 in die Kamera
(Bild: Drobot Dean - stock.adobe.com)

Eingefleischte Apple-Fans werden sich sicher nicht davon abbringen lassen, auch das neueste Produkt des kalifornischen Herstellers zu kaufen. Alle anderen sollten vorm Kauf jedoch einige Faktoren abwägen. Trotz einiger zu erwartenden Neuerungen wird der Qualitätsunterschied zwischen beiden AirPod-Generationen wahrscheinlich relativ gering ausfallen. Es empfiehlt sich, die offizielle Vorstellung der AirPods 2 abzuwarten. Wenn Sie Ihre Bluetooth Kopfhörer von Apple kaufen wollen, dann greifen Sie vorzugsweise zu denen der ersten Generation, wenn Sie nicht unbedingt das neueste Produkt haben möchten. Diese werden erwartungsgemäß im Preis fallen, wenn die AirPods 2 eine Weile auf dem Markt sind. Wenn Sie sich noch bis zum Frühjahr oder spätestens Sommer dieses Jahres gedulden können, ist dies eine gute Empfehlung.

AirPods haben einen schlechten Ruf

Trotz des hohen technischen Standards haben AirPods unter Smartphone Usern eine eher negative Reputation. Das liegt vor allem an drei Gründen:

Preis

Der schlechte Ruf der AirPods begründet sich einerseits am hohen Preis von beinahe 200 Euro. Wenn Sie sich z.B. ein iPhone 8 oder X gekauft haben, mussten Sie dafür bereits zwischen 600 und 900 Euro ausgeben, je nach Modell und Ausstattung. Die AirPods befinden sich nicht im Lieferumfang. Falls Sie zusätzlich Apples Bluetooth Kopfhörer kaufen wollen, sind Sie auf einen Schlag eine Menge Geld los. Aus diesem Grund entscheiden sich selbst treue Apple Anhänger dagegen. Smartphone User anderer Geräte haben für solch horrende Preise oft nur Häme übrig.

Design

Andererseits steht das Design der AirPods in der Kritik. Als diese im Herbst 2016 erstmals vorgestellt worden sind, wurde in vielen Technikforen und Blogs der Vergleich mit dem Aufsatz einer elektrischen Zahnbüste gezogen. Form und Farbe der Kopfhörer würden sehr daran erinnern. Neben dem Preis und dem Design der AirPods gibt es noch einen dritten Kritikpunkt: Die Praktikabilität.

Praktikabilität

Ein Großteil der AirPod-Kritiker befürchtet, dass sie aufgrund des fehlenden Gummiaufsatzes, den viele andere Kopfhörer besitzen, leicht aus den Ohren fallen. „Wer gibt schon freiwillig 200 Euro für fragwürdig designte Kopfhörer aus, die bereits nach kurzer Zeit verloren gehen?“, so die Kritik vieler Apple-Gegner. Die AirPods haben unterm Strich also einen eher schwierigen Stand auf dem Smartphone-Markt.