Verschiedene Gefäße mit nachhaltigem Waschmittel stehen in heller Umgebung
So können Sie ökologischer die Wäsche waschen (Bild: Ju_see - stock.adobe.com)

Nachhaltigkeit

Ökologisch Wäsche waschen – wir zeigen Ihnen, wie es geht

Wer nachhaltiger leben möchte, hat heute genügend Chancen dazu. Oftmals reichen schon kleine Veränderungen im Alltag, um eine deutlich bessere Umweltbilanz zu erzielen. Gerade im Haushalt gibt es zig Möglichkeiten, um Energie und Wasser zu sparen oder auf eine geringere Verwendung von Chemikalien zu setzen. Auch das ökologische Waschen von Wäsche birgt großes Potenzial, um umweltfreundlicher zu werden und damit Mensch und Umwelt langfristig zu entlasten. Dabei kommt es sowohl darauf an wie oft Sie Ihre Kleidung waschen, als auch womit und wie lange. Neben dem Ziel, umweltfreundlicher zu waschen, können Sie nebenbei auch noch Ihren Geldbeutel schonen und jede Menge Strom und Wasser sparen. Wir zeigen Ihnen die besten Tipps, wie Sie ökologisch Wäsche waschen können und worauf Sie bei jedem Waschgang achten sollten.

Die besten Tipps, um Wäsche ökologisch zu waschen

Grundsätzlich sind es Kleinigkeiten, die Ihnen dabei helfen, Ihre Wäsche ökologisch zu waschen. Schon kleine Veränderungen sorgen oftmals für deutlich mehr Nachhaltigkeit. Hier sind unsere hilfreichsten Tipps:

Häufigkeit der Waschvorgänge reduzieren

Eine ebenso simple wie effektive Methode, um nachhaltiger zu waschen, ist die Reduzierung von Waschvorgängen. Denn nicht immer ist das Waschen in der Waschmaschine notwendig, um frische Kleidung zu haben. Gerade leichte Sommerkleidung ist oftmals schon wieder frisch, wenn Sie sie ein wenig an die Luft hängen. Auch die Lagerung im Gefrierfach tötet Bakterien und vertreibt unangenehme Gerüche. Dies gilt vor allem für Kleidung aus natürlichen Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Wolle und Kaschmir. Dasselbe gilt für Kleidungsstücke, die nicht direkt auf der Haut liegen und somit nach einmaligem Tragen nicht direkt gewaschen werden müssen. Damit schonen Sie nicht nur die Umwelt, sondern können ebenso Ihren Strom- und Wasserverbrauch senken. Außerdem erhöht die Reduzierung der Waschvorgänge die Lebensdauer Ihrer Kleidungsstücke. Eine weitere Möglichkeit, um Waschvorgänge einzusparen, ist das effektive Beladen der Waschtrommel. Hierbei sollte man die Füllmenge der Waschmaschine immer so gut es geht ausnutzen. Auf das Waschen von einzelnen Teilen sollte man grundsätzlich immer verzichten.

Flecken vorbehandeln

Eine weitere Möglichkeit, um ökologisch Wäsche zu waschen, ist das Vorbehandeln von Flecken. Gerade hartnäckige Flecken lassen sich nicht direkt in einem Waschgang entfernen und sollten deshalb entsprechend vorbehandelt werden. Da chemische Fleckentferner nicht gerade umweltfreundlich sind, empfehlen sich hierfür vor allem Hausmittel. Das beste Fleckenmittel für jede Verunreinigung ist Gallseife. Ein weiterer Geheimtipp bei vergilbter Kleidung ist Zitronensaft. Legen Sie hierzu die weißen Kleidungsstücke einfach in eine Schüssel mit Zitronensäure und lassen Sie das Ganze über Nacht einwirken. Oftmals genügt das schon, damit die Kleidung wieder strahlend weiß wird. Ansonsten können die Kleidungsstücke anschließend noch in der Waschmaschine gereinigt werden.

Die richtige Waschtemperatur wählen

Ein weiterer entscheidender Faktor ist die richtige Waschtemperatur. Denn oftmals wird deutlich wärmer gewaschen als erforderlich. Das Erwärmen des Wassers erfordert einen enorm hohen Energiebedarf und schlägt sich somit am höchsten in der Energiebilanz nieder. Deshalb können Sie mit niedrigeren Waschtemperaturen Ihre Wäsche deutlich ökologischer Waschen und gleichzeitig auch noch Strom sparen. Anstatt also direkt mit 40 oder 60 Grad zu waschen, genügt oftmals eine Wäsche mit 30 Grad. Fragen Sie sich also vor jedem Waschgang noch einmal, ob eine hohe Temperatur wirklich notwendig ist.

Waschmaschine wird bedient
Beste Tipps für ökologisches Waschen (Bild: SN Thomas - stock.adobe.com)

Kein Flüssigwaschmittel verwenden

Wer umweltfreundlich waschen möchte, sollte außerdem auf Waschmittel in Pulverform setzen und keine Flüssigwaschmittel verwenden. Flüssigwaschmittel können zwar meistens leichter dosiert werden, sind aber wegen ihrem Wasseranteil weniger effektiv und je ineffektiver ein Waschmittel ist, desto schlechter ist seine Umweltbilanz. Denn je mehr Waschmittel Sie verwenden, desto mehr schaden Sie der Umwelt. Zusätzlich dazu enthalten Waschmittel in flüssiger Form mehr Tenside und belasten dadurch vermehrt Kläranlagen. Ein weiterer wichtiger Faktor bei flüssigen Waschmitteln ist die Verpackung. Denn Flüssigwaschmittel sind in der Regel nur in Plastikbehältern verfügbar, während Waschpulver in Pappkartons erhältlich ist. Auch das schlägt sich deutlich in Ihrer Ökobilanz nieder.

Umweltfreundliches Waschmittel verwenden

Selbst wenn Sie zu umweltschonenden Waschmitteln greifen, sind diese nicht komplett frei von künstlichen Zusatzstoffen. Trotzdem gibt es je nach Marke und Produkt deutliche Unterschiede. Um ein besonders umweltfreundliches Waschmittel zu kaufen, sollten Sie vor allem auf Öko-Siegel achten, die das Waschmittel als überwiegend natürlich auszeichnen. Grundsätzlich gelten folgende Angaben als besonders löblich:

  • Frei von Mikroplastik
  • Frei von Phosphaten
  • Frei von Inhaltsstoffen auf Erdölbasis
  • Frei von künstlichen Duftstoffen
  • Frei von gentechnisch veränderten Organismen
  • Reinigung auf Basis von Seifen und Tensiden aus pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen

Auf Weichspüler verzichten

Obwohl Weichspüler keine Reinigungsfunktion haben, sind sie weit verbreitet. Sie verleihen Ihrer Wäsche mehr Geschmeidigkeit sowie einen frischen Duft. Deshalb sollten sie nur dann zum Einsatz kommen, wenn es wirklich notwendig ist. Denn die enthaltenen Stoffe von Weichspüler legen sich auf die Fasern Ihrer Wäsche und werden hinterher nicht mehr abgespült. Somit trocknet Ihre Wäsche langsamer und es gelangen unnötig Chemikalien ins Abwasser. Wer seine Wäsche ökologisch waschen möchte, sollte deshalb auf Weichspüler verzichten und lieber zu Essig greifen. Denn Essig entfernt Seifenreste und Verkalkungen und hinterlässt einen angenehmen Duft auf Ihrer Wäsche. Ein weiterer Tipp: Achten Sie darauf, dass keine tierischen Tenside aus Schlachtabfällen in Ihrem Weichspüler sind, denn die sind häufig enthalten. Und das wollen wir nun wirklich nicht an unserer Wäsche haben.

Keinen Trockner nutzen

Ebenso entscheidend ist die Verwendung eines Trockners. Denn laut neuesten Studien sind Wäschetrockner für mehr als zehn Prozent des Stromverbrauchs verantwortlich in deutschen Haushalten. Wer seine Wäsche lieber ökologisch sinnvoll waschen möchte, spart sich die Verwendung eines Trockners besser und hängt die Wäsche auf. Bei trockener Zimmerluft im Winter kann das auch gut sein für die Luftfeuchtigkeit.