Schlafende Frau hält Smartphone in der Hand
Strahlungsarme Handys – wir haben sie gefunden (Bild: phpetrunina14 - stock.adobe.com)

Nachhaltigkeit

Strahlungsarme Handys – wir haben sie gefunden

Jedes elektronische Gerät sendet, sobald es in Betrieb genommen wird, Strahlen aus. Gerade Mobilfunkgeräte sind dafür bekannt, eine hohe Strahlungsintensität zu haben. Die unsichtbaren Funkwellen können nicht nur durch dicke Wände, sondern ebenso durch Ihren Körper dringen und werden dort im Gewebe in Hitze umgewandelt. Bis heute spalten sich die Meinungen über die Auswirkungen von Handystrahlung. Sie sollen den Organismus beeinflussen und sogar dauerhaft verändern können. Welche tatsächlichen Auswirkungen Handystrahlung verursacht, ist allerdings nicht bekannt. Wer sich bis jetzt noch nicht mit Handystrahlung auseinandergesetzt hat, kann sich hier schlau machen. Wir erklären Ihnen, was Handystrahlung ist, wie sie gemessen wird und präsentieren Ihnen strahlungsarme Handys, die die besten Werte aufweisen.

Handystrahlung: Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit

Schon länger gibt es Diskussionen darüber, wie schädlich Handystrahlung wirklich ist und was genau sie bewirkt. Bis jetzt gibt es mehrere Meldungen, die bestätigen, dass sich Handystrahlung schlecht auf diverse Tierarten auswirken kann. Gerade Vögel, Bienen und Fledermäuse reagieren besonders sensibel auf Mobilfunk – und was negative Auswirkungen auf Tiere hat, ist meistens ebenso schädlich für den Menschen. Bereits im Jahr 2011 wurde von der Internationalen Agentur für Krebsforschung Handystrahlung offiziell als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft. In vorhergehenden Studien konnte nachgewiesen werden, dass die tägliche Nutzung von Mobilfunkgeräten das Risiko für Gehirntumore deutlich erhöht. Dafür reichen schon 30 Minuten täglich. Da die Nutzung von Smartphones in den letzten Jahren stark zugenommen hat und die meisten Handy-Nutzer ihr Gerät 24 Stunden lang bei sich tragen, kann die Strahlungsintensität eines Smartphones von großer Bedeutung sein. Daher sollten bestimmte Grenzwerte beachtet oder besser gleich zu einem strahlungsarmen Smartphone gegriffen werden. SAR-Wert – so kann Handystrahlung gemessen werden. Jedes Mobilfunkgerät sendet hochfrequente, elektromagnetische Strahlen aus. Diese Strahlung kann in den Körper eindringen und wird dort in Wärme umgewandelt. Um die Intensität der Strahlung zu messen, wird ein bestimmter Wert ermittelt, der sogenannte SAR-Wert. SAR bedeutet spezifische Absorptionsrate. Der SAR-Wert ist somit die Maßeinheit, die angibt, wie viel Watt pro Kilogramm Körpermaße im Körpergewebe in Wärme umgewandelt wird. Zur exakten Messung werden immer drei Aspekte berücksichtigt:

  • Die Feldstärke im Gewebe
  • Die Stromdichte im Körpergewebe
  • Die Temperaturerhöhung im Körper

Bereits im Jahr 1998 wurde von der International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection, kurz ICNIRP, ein Maximalwert von 2 Watt pro Kilogramm festgelegt. Dieser Wert wird ebenfalls von der Deutschen Strahlenschutzkommission empfohlen und sollte dringend eingehalten werden. Deshalb wurde der Wert bereits als offizieller Grenzwert in ganz Europa eingeführt und ist mit der EN 62209-1 definiert. Im Normalfall haben Smartphones einen SAR-Wert zwischen 0,1 und 1,99 Watt pro Kilogramm. Je geringer der Wert, desto weniger Strahlung wird absorbiert. Abgesehen davon sollten Sie aber wissen, dass der angegebene Wert nicht immer erreicht wird und ebenso von der Entfernung des nächsten Sendemastes abhängt. Ein Handy mit einem SAR-Wert von 1,5 kann also durchaus im Alltag mit einem SAR-Wert von 1 genutzt werden.

Unsere Top 5: Gute, strahlungsarme Smartphones

Frau liegt mit Smartphone in den Händen auf einem Bett
(Bild: Viacheslav Iakobchuk - stock.adobe.com)

Samsung Galaxy Note 8: Das Galaxy Note 8 überzeugt mit einem enorm niedrigen Strahlungswert. Der SAR-Wert liegt bei exakt 0,173. Trotz dessen überzeugt das Gerät mit einer sehr guten Sende- und Empfangsqualität und einer einwandfreien Ausstattung.

Huawei Mate 20 und Huawei Mate 20 Pro: Das Huawei Mate 20 und das Huawei Mate 20 Pro bieten nicht nur eine maximale Ausdauer und beeindrucken mit exzellentem Equipment, sondern können ebenso einen geringen Strahlungswert nachweisen. Das Huawei Mate 20 Pro hat einen SAR-Wert von gerade einmal 0,400, während das Huawei Mate 20 einen SAR-Wert von nur 0,440 liefert.

Samsung Galaxy Note 9: Wer ein neues, strahlungsarmes Handy sucht, liegt mit dem Galaxy Note 9 genau richtig. Der SAR-Wert von 0,381 liegt deutlich unter dem der Konkurrenz. Trotz gelungener Sende- und Empfangsqualität wird sehr wenig Strahlung abgegeben. Zusätzlich dazu kann das Smartphone von Samsung ebenso mit seiner vielseitigen Ausstattung und einer hohen Ausdauer glänzen.

LG G6: Ebenso empfehlenswert: Das LG G6. Neben einem niedrigen SAR-Wert von 0,393 präsentiert sich das Android Smartphone besonders ausdauernd und leistungsfähig. Auch die Handhabung des beliebten LGs ist vergleichsweise simpel.

iPhone X und iPhone 8 Plus: Auch wenn das iPhone X mit einem SAR-Wert von 0,920 nicht gerade das strahlungsärmste Smartphone ist, kann Apple eine gute Alternative bieten. Auch das iPhone 8 Plus liegt mit einem SAR-Wert von 0,990 deutlich unter dem offiziellen Grenzwert. Wer also auf ein iOS-Gerät nicht verzichten möchte, liegt mit beiden Exemplaren genau richtig. Es handelt sich hier ganz ausdrücklich um das Plus-Modell, da die iPhones 7 und 8 am meisten Strahlung im iPhone Strahlungsvergleich aufweisen, auch wenn sie noch im akzeptablen Bereich liegen.

Fazit: Grundsätzlich konnten beim Thema Strahlungsintensität vor allem die Smartphone-Modelle von Huawei überzeugen. Fast jedes Modell hat einen geringen SAR-Wert und bietet trotzdem volle Power und grandiose Sende- und Empfangsqualität. Auch das iPhone X liegt mit seinem SAR-Wert unter 1 im guten Mittelfeld. Andere Apple Smartphones können ebenfalls dank geringer Handystrahlung problemlos empfohlen werden. Ein weiterer Hersteller, der in Sachen Handystrahlung alles richtig macht, ist Samsung. Sowohl ältere Modelle als auch neue Geräte kommen fast immer mit einem SAR-Wert unter 0,5 davon.