Schild mit Schlüsselloch vor einem Binärcode-Hintergrund
Smartphone Daten schützen: Wir geben Ihnen Tipps (Bild: santiago silver - stock.adobe.com)

Datensicherheit

Smartphone Daten schützen: Wir geben Ihnen Tipps

Jeder Smartphone-Fan kennt es: Apps wollen auf Ihr Kontaktbuch zugreifen oder ständig wissen, wo Sie sich gerade aufhalten – oft mit dem Versprechen, all diese Daten nur zu nutzen, um das Angebot für Sie zu optimieren. Doch Apps sind nicht nur nützlich, sondern eben auch Datenkraken, die aus vielen Informationen über Sie Profile erstellen, die die Betreiber wiederum teuer weiterverkaufen können. Ihre privaten Daten sind also bares Geld wert. So praktisch sie im Alltag sind, Smartphones eröffnen neue Dimensionen für Datensammler: Hacker und Datendiebe müssen längst keine IT-Genies mehr sein, um an Ihre Daten zukommen. In der Regel reichen eine gefakte WLAN-Kennung und ein naiver Smartphone-Nutzer, schon hat der Dieb Zugriff auf intime Daten. Deswegen geben wir Tipps, wie Sie sich schützen können.

Manuelle Einrichtung verwenden und dieser mehr Sicherheitsbewusstsein schenken

Sie können selbst sehr viel Vorsorge treffen, um Ihre Smartphone Daten zu schützen, wenn Sie eine sorgfältige, manuelle Einrichtung durchführen. Dies beginnt schon bei der Erstkonfiguration Ihres Geräts – so sollten Sie vorinstallierte Apps, die Sie nicht brauchen und sofern es möglich ist, unbedingt deinstallieren. Wenn Sie Ihre Apps ausschließlich aus seriösen Quellen, wie etwa dem Play Store von Google beziehen, reduzieren Sie in erheblichem Maße Sicherheitsrisiken.

GPS deaktivieren, um Ihre Smartphone Daten zu schützen

Schon klar: Navi-Apps führen ohne GPS-Koordinaten nicht zum gewünschten Ziel. Wollen Sie Ihre Smartphone Daten schützen und darüber hinaus auch noch etwas Strom einsparen, sollten Sie entsprechende Netzwerkverbindungen und die Geräteortung nur dann aktivieren, wenn Sie diese wirklich benötigen – etwa beim Autofahren in einer fremden Stadt. Normalerweise ist es schnell erledigt, die Features ein- oder auszuschalten.

Apps vor Installation ausführlich prüfen, um Datenschutz zu gewährleisten

Bei der Installation von Apps gilt die Devise: Gründlich abchecken, erst danach installieren. Dies dient der Sicherheit Ihrer Smartphone Daten. Vor dem Herunterladen von Apps sollten Sie sich über den Anbieter sowie die App im Allgemeinen ausführlich informieren. Dabei helfen Ihnen etwa Kommentare oder Bewertungen von anderen Nutzern. Ist für eine Anwendung nur die Berechtigung notwendig, die für die gewünschte Funktion unbedingt gebraucht wird, ist dies vertrauenserweckender, als eine Wetter-App, die den Zugriff auf Ihre Kontakte verlangt. Wozu sollte das nötig sein? Des Weiteren sollten Sie Kleingedrucktes wie Richtlinien zum Datenschutz niemals ungelesen abhaken.

Smartphone Daten schützen: Updates immer aufmerksam installieren

Updates schließen nicht nur etwaige Sicherheitslücken und sind deshalb absoluter Pflichtbestandteil. Aber auch diesbezüglich bietet es sich zum Zwecke des Datenschutzes Ihres Smartphones an, ganz genau hinzusehen. Nach einer Aktualisierung können sich unseriöse Anbieter unter den Apps auch erweiterte Zugriffsrechte auf Ihre Smartphone Daten beschaffen.

Obacht bei In-App-Käufen ist mehr als angebracht

Person mit Kapuze und Sonnenbrille vor einem Laptop
(Bild: Jörgen - stock.adobe.com)

Vorsicht ist ebenfalls bei den sogenannten In-App-Käufen geboten. Diese kostenpflichtigen Angebote werden von den App-Stores teilweise nicht genau genug kontrolliert und können mitunter auch als Hintertür für Schnüffel-Apps oder Malware missbraucht werden. Also überlegen Sie lieber zweimal, ob ein In-App-Kauf unbedingt sein muss. Wenn es geht, verzichten Sie lieber drauf.

Es muss nicht immer die App sein – nutzen Sie mobile Seiten, wenn es geht

Apps sind praktisch, keine Frage, aber dennoch muss es nicht immer die App sein, über die auf Inhalte zugegriffen wird. Nicht wenige Dienste sind nämlich mittlerweile über die mobilen Webseiten abrufbar. Die Verwendung ist dann vielleicht nicht so komfortabel, aber der Vorteil ist beispielsweise, dass beim Aufruf über den Browser die Webseite beim Zugriff auf Daten Ihr Einverständnis einholen muss. Bei Apps dagegen läuft der Datentransfer im Zuge von einmalig akzeptierten Berechtigungen im Hintergrund ab. Eine gute Möglichkeit also, um sich an Ihren Smartphone Daten zu vergehen.

Instagram-Login & Co. besser meiden, um Ihre Smartphone Daten abzusichern

Einige Anbieter bieten auch das Login mit den Zugangsdaten beliebter Anwendungen wie etwa Instagram oder Facebook, als Alternative zur herkömmlichen, App-basierten Anmeldung. Wenn Sie diesen zugegebenermaßen bequemen Weg wählen, riskieren Sie allerdings, dass die App als zusätzliche Datenkrake für den Login-Partner fungiert.

Inkognito durchs mobile Internet surfen

Smartphone Daten schützen ist gar nicht so schwer. Sind Sie im Privatmodus im Internet unterwegs, werden seitens der Browser weniger Daten abgespeichert. Darüber hinaus können sowohl Cookies als auch der Verlauf in den Einstellungen separat eliminiert werden. Natürlich schützen diese Maßnahmen Sie und Ihre Privatsphäre nur in bedingtem Maße. Trotzdem sind sie gute zusätzliche Möglichkeiten, um Ihren Datenschutz zu erhöhen.

VPN-Dienste nutzen, um Smartphone Daten zu schützen

Wenn Sie noch anonymer surfen wollen, müssen Sie Ihre IP-Adresse verschleiern. Diesbezüglich kann der Datentransfer im Internet über sogenannte Proxy Server umgeleitet werden. Oder Sie versuchen eine verschlüsselte VPN (Virtual Private Network)-Verbindung einzustellen. Letztere ist insbesondere für die Nutzung offener WLAN-Hotspots zu empfehlen. Leider sind für derartige Maßnahmen umfangreiche Kenntnisse in der Einrichtung der entsprechenden Tools oder Dienste vonnöten. Wir hoffen, unsere Tipps helfen Ihnen weiter, um Ihre Smartphone Daten schützen zu können.