Person im Hemd sitzt auf Sofa mi Smartphone in der Hand
iOS Passwort Manager Apps im Überblick (Bild: hadrian - ifeelstock)

Datensicherheit

Die besten iOS Passwort Manager für das iPhone

Dass man für seine Online-Kundenaccounts ein sicheres Passwort verwenden sollte, ist hinlänglich bekannt. Darüber hinaus wird aber immer wieder dazu geraten, möglichst viele verschiedene Passwörter zu nutzen und nicht immer dasselbe. Doch wer soll die sich alle merken? Mit einer Passwort App ist das kein Problem. Sie erspart Ihnen die Zettelwirtschaft und Sie können die (hoffentlich komplexe) Kombination aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen nicht mehr vergessen. Wir stellen Ihnen heute die besten iOS Passwort Manager für das iPhone vor.

Was sollte eine gute Passwort App können?

Im App Store gibt es mehrere iOS Passwort Manager. Wir haben uns einige davon näher angeschaut und die besten ausgesucht. Mit ihnen verbessern Sie die Privatsphäre und Sicherheit Ihrer Online-Konten auf iPhone und iPad erheblich. Eine Passwort App ist im Grunde eine Datenbank, in der die Anmeldeinformationen für die entsprechenden Seiten und Konten gespeichert werden. Auch die Datenbank selbst ist passwortgeschützt, um unbefugten Zugriff zu verhindern. Dieses Kennwort ist alles, was Sie sich merken müssen. Selbstverständlich sollte es sicher und schwer zu knacken sein, etwa #+30Hpq2/U8{. Allerdings ist es auch möglich, bei komplizierten Passwörtern Gedächtnisstützen einzubauen, damit Sie sie auch ohne Passwort-App im Gedächtnis behalten. Tools, die nur mit einer PIN gesichert werden, haben wir ausgeschlossen.

Ein guter iOS Passwort Manager ermöglicht, dass Sie die Passwörter für die Konten bei Bedarf mit einem Klick ändern können. Dafür stehen in der Regel Groß- und Kleinbuchstaben sowie Sonderzeichen zur Verfügung und auch die Länge des Kennwortes sollten Sie festlegen können. Keine Angst vor langen Zeichenfolgen – Sie müssen sie sich ja nicht merken. Zwar eignet sich auch Apples „Schlüsselbund“ zum Verwalten von Passwörtern, aber die von uns recherchierten Passwort Apps können wesentlich mehr. So war uns wichtig, dass die neuesten Sicherheitsmechanismen implementiert sind und die Möglichkeit bieten, Benutzernamen und Passwörter automatisch in Apps und Browser einzugeben. Alles andere wäre zu kompliziert. So unterstützen die hier vorgestellten iOS Passwort Manager die AutoFill-Funktion von Apple und die meisten Browsererweiterungen. Praktisch ist zudem, wenn Sie eine Liste vertrauenswürdiger Freunde und Familienmitglieder hinterlegen können, die im Notfall auf die Daten zugreifen dürfen.

LastPass Password Manager

LastPass ist einer der bekanntesten Passwort Manager, bei dem viele Funktionen auch in der kostenlosen Version zur Verfügung stehen. Den Entwicklern war es wichtig, dass das Tool auch von Anfängern bedient werden kann, was gelungen ist. In der App können Sie nicht nur Zugangsdaten zu Onlinekonten speichern, sondern auch Notizen, Adressen, Bankkonten, Kopien von Pass und Personalausweis, Versicherungsunterlagen und so weiter. Darüber hinaus hebt sich die LastPass-Vollversion von anderen Anbietern durch eine kostenlose Cloud-Synchronisierung ab. Eine lokale Speicherung hingegen gibt es nicht. LastPass verschlüsselt die Daten mit AES-256 und PBKDF2 SHA-256 und eine Speicherkapazität von 50 MB in der kostenlosen und 1GB in der kostenpflichtigen Version.

Browsererweiterungen können für Safari, Chrome, Firefox, Opera und DuckDuckGo genutzt werden und es lässt sich festlegen, wie lange Daten in der Zwischenablage gespeichert werden sollen. Passwörter werden hinsichtlich ihrer Sicherheit bewertet und LastPass informiert Sie umgehend, wenn kompromittierte Daten erkannt werden. Zusätzlich zur kostenlosen Test- und Basisversion bietet LastPass einen Premium-Account für 36 US-Dollar pro Jahr, bei dem dann beispielsweise der bereits angesprochene Notfallzugriff und eine Datenfreigabe für andere Nutzer inbegriffen ist, sowie einen Familientarif für bis zu sechs Benutzer für 48 US-Dollar pro Jahr. Nicht günstig, doch die wichtigsten Funktionen sind bereits in der Free-Version inkludiert. Leider lassen sich in keinem der Pläne Passwörter automatisch ändern, was aber auch schon das einzige Manko von LastPass ist.

Keeper

Smartphone mit Face ID Symbol auf Bildschirm
iOS Passwort Manager Apps im Vergleich (Bild: Kaspars Grinvalds - stock.adobe.com)

Etwas günstiger als der LastPass Passwort Manager ist Keeper, allerdings nur in der Einzelversion. Preislich lohnt sich das Tool vor allem für Schüler und Studenten, denn die bekommen 50 Prozent Rabatt. Eine kostenloses Modell ist ebenfalls verfügbar, aber hier fehlt dann beispielsweise die Cloud-Synchronisierung. Die Daten werden hier lokal gespeichert.

Keeper hat sich in den letzten Jahren zu einer echten Konkurrenz für LastPass entwickelt. Die Funktionen ähneln sich. Auch hier werden Sie darüber informiert, wie stark oder schwach die von Ihnen gewählten Passwörter sind und es gibt zahlreiche Authentifizierungsoptionen, darunter Touch ID und Face ID, Apple Watch und Einmalkennwort.

Keeper unterstützt auch Google Authenticator für die App-basierte Authentifizierung. Es können Notfallzugriffskontakte eingerichtet werden, aber die Passwort App schickt keine Sicherheitswarnungen bei Auffälligkeiten. Dafür bietet sie einen Selbstzerstörungsmechanismus. Nach mehreren fehlgeschlagenen Anmeldeversuchen löscht Keeper automatisch alle lokalen Tresore auf dem Gerät. In diesem Fall macht sich die Premiumversion bezahlt, denn dann gibt es eine Kopie der Daten in der Cloud. Ansonsten sind sie verloren.

1Password

Als dritten Anbieter in unserer Liste der besten iOS Passwort Manager haben wir uns für 1Password entschieden. Ursprünglich arbeitete der Dienst nur lokal, inzwischen ist er Cloud-basiert und ist damit eine Alternative zu Keeper, wenn Ihnen diese Funktion wichtig ist. Die Passwörter werden automatisch auf allen Plattformen gespeichert, auf denen 1Password verfügbar ist. Für digitale Kopien können Sie 1 GB Speicher nutzen. Wie bei LastPass gibt es Sicherheitswarnungen, aber keine Einschätzung zur Sicherheit der Kennwörter. Auch eine automatische Passwortänderung fehlt.

Sie können 1Password mit einem Hauptpasswort, der Zwei-Faktor-Authentifizierung und Face-ID sichern. Das Hauptpasswort wird dabei durch eine zweite Ebene gesichert, den geheimen Schlüssel. Dieser wird bei der Erstellung des Kontos erstellt und lokal abgespeichert, von wo er bei jeder Anmeldung abgerufen wird. Eine Art Notfallzugriff bietet 1Password zwar auch, aber dabei handelt es sich lediglich um ein PDF mit Ihren Kontoinformationen, das ihr dann an Freunde oder Familienmitglieder versenden könnt.

Die App kostet 3,99 US-Dollar pro Benutzer und Monat in der Teams-Version und 7,99 US-Dollar als Business-Abo. Mal abgesehen von der 30-Tage-Testversion gibt es 1Password nicht kostenlos. Im Vergleich zu den beiden anderen Tools ist der Funktionsumfang zudem geringer. Dafür punktet der Anbieter mit Benutzerfreundlichkeit.