Lexikon

Fahrrad

Riemenantrieb

Der Riemen ist eine Alternative zur Fahrradkette und wird immer beliebter, weil er sauber, wartungsarm und leise ist. Wenn er dann doch einmal gewartet werden muss, nimmt das deutlich weniger Zeit in Anspruch als das Warten einer Kette. Der Riemenantrieb ist ursprünglich bekannt durch Harley Davidson-Maschinen und wurde von diesen auf Fahrräder übertragen. Kombinierbar ist der Riemen mit einem Zentralgetriebe (z. B. von Pinion) sowie mit einer Nabenschaltung und findet sowohl bei Fahrrädern als auch bei E-Bikes Verwendung. Das Umrüsten eines Rads von Ketten- auf Riemenanrieb ist in den meisten Fällen nicht möglich, da ein spezieller Fahrradrahmen für Räder mit Riemenantrieb benötigt wird. Daher ist es von Vorteil, sich vor einem Kauf darüber im Klaren zu sein, mit welchen Antrieb das neue Fahrrad ausgestattet sein soll.

Der Riemen besteht aus Carbon und hat innen sogenannte Zähne, was einen Riemen optisch an den Zahnriemen eines Autos oder Motorrads erinnert. Carbon ist ein stabiles, langlebiges Material, das nicht schnell reißt, sich nicht übermäßig dehnt und außerdem nicht rostet. Die Kraftübertragung ist besser als die Übertragung bei einer Kette. Ein Ersatzriemen muss vorsichtig behandelt werden. Er darf nicht geknickt, verdreht oder gebogen werden, was den Transport auf Reisen manchmal etwas kompliziert werden lässt.