Lexikon

Fahrrad

Radnabe

Die Radnabe ist das Zentrum eines jeden Fahrrades, denn sie verbindet Speichen und Felge und ermöglicht so erst das Funktionieren des Laufrads. Allgemein unterscheiden sich Radnaben in zwei Typen: die Vorderradnabe und die Hinterradnabe.

Bauteil 1: Die Achse

Die Fahrradnabe besteht aus einer Achse, dem Lager und dem Nabengehäuse. Bei den Achsen unterscheidet man in Schraub-, Schnellspann- und Steckachsen. Letztere werden häufig bei sportlichen Fahrrädern eingesetzt. Schraub- und Schnellspannachse bedienen hingegen die traditionellen Räder. Die meisten sind mit einem metrischen Gewinde mit einem Millimeter Steigung ausgestattet. Allerdings sind klassische englische Maße noch sehr verbreitet. Sie weichen aber nur sehr gering in ihrer Steigung ab. Die jeweilige Achslänge wird immer durch die Einbaubreite des Nabenkörpers bestimmt.

Bauteil 2: Das Lager

Jede Achse muss gelagert werden, um die Verbindung zwischen Rahmen und Rad herstellen zu können. Bei klassischen Radnaben eines Fahrrades geschieht dies über Wälzlager. Dabei müssen mindestens zwei, also je eins an Anfang und Ende der Achse, vorhanden sein. Bei ihnen wird die Lagerung durch Kugeln erreicht, welche sich innerhalb einer Lagerschale frei bewegen können.

Bauteil 3: Das Nabengehäuse

Das Gehäuse der Radnabe wird Nabengehäuse oder auch Lagerflansch genannt und bildet den letzten Bestandteil der Radnabe. Die Hauptfunktion liegt in der Aufnahme der Speichen des Rads, die durch kleine Bohrung hindurchgeführt und mit der nabe verbunden werden. Meist sind die Speichen asymmetrisch zu den Nabenbohrungen angeordnet, um eine höhere Stabilität zu erreichen. Zudem nimmt das Nabengehäuse das Lager auf.

Verschiedene Anbauteile und die Wartung der Radnabe

Außerdem können weitere Teile an die Nabe angebeut werden, zum Beispiel eine Nabenbremse oder ein Zahnkranzpaket. Hier wird dann auch der Unterschied zwischen Vorder- und Hinterradnabe deutlich: Zahnkränze werden nur am Hinterrad angebracht, ein Dynamo dagegen wird typischerweise nur in der Vorderradnabe verbaut. Eine Radnabenbremse ist universell einsetzbar. Die Radnabe ist sehr wartungsfreundlich und muss im Regelfall kaum überprüft werden.