Lexikon

Fahrrad

Kettenradgarnitur

Die Kettenradgarnitur wird auch Kettenblattgarnitur oder Kurbelgarnitur genannt. Sie besteht aus mindestens einem Kettenblatt sowie aus zwei Tretkurbeln. Die Kettenblattgarnitur ist über die Kette mit den hinteren Ritzeln verbunden und sorgt dafür, dass das Hinterrad durch Pedalieren des Fahrers bewegt werden kann. Daneben hat sie einen erheblichen Einfluss auf die Gangschaltung. Abhängig davon, wie viele Kettenblätter in der Garnitur vorhanden sind, und mit wie vielen Zähnen diese bestückt sind, lassen sich unterschiedlich viele Gänge schalten und variiert die Übersetzung. Die Kettenblattgarnitur unterscheidet sich in drei Arten: die Standardkurbel, Kompaktkurbel und die Dreifachkurbel.

Kettenradgarnitur: Die Standardkurbel

Neben der Anzahl an Kettenblättern unterscheiden sich die Arten der Kurbelgarnituren in der Anzahl der Zähne, die ihre Kettenblätter tragen. Diese haben einen Einfluss auf die Übersetzung und somit auf die Gänge. Die Standardkurbel ist mit zwei Blättern ausgestattet. Diese haben in der Regel jeweils 53 und 39 Zähne. Sie ist gut dafür geeignet, hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Daher wurden Rennräder in der Vergangenheit ausschließlich mit Standardkurbeln ausgestattet, während heute auch Kompaktkurbeln zum Einsatz kommen. Da selbst der kleinste Gang einer Standardkurbel relativ hoch ist, ist diese Art der Kettenblattgarnitur für normale Freizeiträder weniger geeignet.

Kettenradgarnitur: Die Kompaktkurbel

Kompaktkurbeln nutzen ebenfalls zwei Kettenblätter. Im Unterschied zu den Standardkurbeln sind die Kettenblätter jedoch grober. Sie besitzen in der Regel 50 und 34 Zähne. Dadurch lassen sich kleinere Gänge erzielen und die Kettenblattgarnitur wird alltagstauglich.

Kettenradgarnitur: Die Dreifachkurbel

Dreifachkurbeln nutzen drei Kettenblätter. Daraus ergibt sich eine hohe Variationsvielfalt in Bezug auf die einzelnen Gänge. Diese kommt dann zugute, wenn hügelige Strecken befahren werden, weshalb die Dreifachkurbel vor allem an Mountainbikes zu finden ist. Vereinzelt sind Dreifachkurbeln auch in Rennräder integriert, doch die Garnituren sind relativ schwer und damit eher ungeeignet.