Lexikon

Fahrrad

Hinterbau

Der Hinterbau besteht aus mehreren Bauteilen, die gemeinsam das Hinterrad führen. Zu diesen Elementen gehören die Kettenstreben, die Sitzstreben und die Ausfall-Enden.

Die Ausfall-Enden sind die konkreten Elemente, die die Achse des Hinterrades aufnehmen. Das Vorderrad wird ebenfalls von solchen Enden aufgenommen. Da in diesem Fall die Ausfall-Enden am Ende der beweglichen Fahrradgabel sitzen, gelten sie aber nicht als Teil des Rahmens.

Die Gestaltung der Ausfall-Enden am Hinterrad unterstützt die wichtige Funktion des Nachspannens der Kette. Dies gelingt durch geringfügiges Verschieben der Hinterradachse innerhalb dieser Bauteile. Dadurch verändert sich der Abstand zwischen dem Kettenblatt am Tretlagergehäuse und den Ritzeln an der Achse des Hinterrads.

Die Sitzstreben (auch: Sattelstreben) verbinden die Ausfall-Enden mit dem Sitzrohr (auch: Sattelrohr). Meistens treffen die Sitzstreben genau dort auf das Sitzrohr, wo auch das Oberrohr ansetzt. Die Streben dienen als Basis für die Befestigung von Gepäckträger und Schutzblech.

Konkret wird dazu ein Steg zwischen den beiden oberen Ende der Sitzstreben genutzt. Dieser Bauteil – die Pletscherplatte – ist nach der Schweizer Firma Pletscher AG benannt, die sich mit der Produktion dieses Elements einen Namen machte.

Die Kettenstreben verbinden die Ausfall-Enden mit dem Tretlagergehäuse. Sie verlaufen damit in etwa parallel mit der Fahrradkette. Wegen ihrer Lage im unteren Bereich des Fahrrades werden sie auch als Unterstreben bezeichnet.