Lexikon

Fahrrad

Fahrradfelge

Die Fahrradfelge ist ein Metall- oder Kunststoffprofil eines Laufrades und ist über Speichen mit der Radnabe verbunden. Sie nimmt den Reifen, den Schlauch und das Felgenband auf. Besonders aerodynamische Felgen werden von einer runden Scheibe getragen oder mit geformten Streben an der Nabe befestigt, um ein besonders gutes Fahrverhalten zu erzeugen.

Die Felgentypen

Es wird unterschieden in fünf verschiedene Felgentypen: Zum einen gibt es die Drahtreifenfelgen oder auch Hakenfelgen. Sie sind in allen Ausführungen Tiefbettfelgen. Sie haben innenliegend eine Kante, die als Haken bezeichnet wird. Der Schlauch drückt den Reifenwulst gegen den Haken. Die englische Bezeichnung für diese Bauform ist „Clincher“. Eine andere Bauform sind Wulstreifenfelgen oder auch Westwoodfelgen. Dies ist eine veraltete Bauform von Fahrradfelgen. Sie sind breiter als heutige Felgen, waren aus Stahlblech gefertigt und ließen nur niedrige Reifendrücke zu. Weiterhin gibt es die sogenannten Schlauchreifenfelgen. Diese sind lediglich konkav geformt und der Reifen wird auf die Lauffläche geklebt. Dadurch sind höchste Reifendrücke möglich. Felgen, die einen doppelten Felgenboden besitzen, werden Hohlklammerfelgen genannt. Der doppelte Boden schließt einen Hohlraum ein. Dadurch kann eine ausreichende Stabilität bei sehr geringem Gewicht erzeugt werden. Die letzte Art von Felgen sind für schlauchlose Reifen konzipiert worden. Sie werden seit 1998 z. B. von Rigida und Continental vertrieben.

Befestigung der Speichen

Die Befestigung der Speichen kann über verschiedene Methoden vorgenommen werden. Es gibt geflochtene, gepunzte, einfach geöste oder auch doppelt geöste Felgen. Letztere werden vor allem bei Hohlklammerfelgen verwendet, um den eingestandenen Hohlraum zu überbrücken. Beim Einbau ist besonderes Geschick gefragt, um einen möglichst guten Fahrfluss zu erzeugen und die Felge sicher am Rad zu befestigen.

Material

Fahrradfelgen werden aus einem Profil gebogen und am Stoß zusammengefügt. Sie werden meist aus einer Aluminiumlegierung gefertigt; Stahl wird dabei immer seltener verwendet. Im hochpreiseigen Segment wird hingegen auf Faserverbundwerkstoffe gesetzt. Durch sie kann das Gewicht entscheidend verringert werden, was besonders im Radrennsport einen bedeutenden Vorteil mit sich bringt. Entsprechend findet sich je nach Modell stets ein anderes Material der Felge, sodass immer auf die Bedürfnisse, denen das Rad gerecht werden soll, geachtet werden muss.