Lexikon

Fahrrad

Bambusrahmen

Bambus ist ein natürlicher und schnell nachwachsener Rohstoff, der in Gewinnung und Verarbeitung deutlich umweltfreundlicher als Stahl, Aluminium oder Titan ist. Er ist leicht und trotzdem äußerst robust.

Tatsächlich ist die Idee von Fahrrädern mit Bambusrahmen nicht neu: Sie wurde erstmals 1894 vorgestellt, durchgesetzt haben sie sich damals aber noch nicht. In den 2000ern wurde die Idee wieder aufgegriffen, da Nachhaltigkeit in der Gesellschaft eine zunehmend größere Rolle einnahm. Mit der Produktion von Bambusrahmen geht häufig die Unterstützung sozialer Projekte einher: Die Rahmen werden in strukturschwachen Gebieten in Afrika oder Asien gefertigt, wodurch dort Arbeitsplätze entstehen und faire Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Bambusrahmen werden per Hand gefertigt und es ist nicht unüblich, dass in der Herstellung bis zu 80 Arbeitsstunden stecken. Die Endmontage von Bambus-Rädern deutscher Hersteller erfolgt meist auch in Deutschland.

Mit einem Bambus-Rad bekommt der Käufer also ein in liebevoller Handarbeit und umweltfreundlich gefertigtes, leichtes Unikat. Trotz des besonderen Materials müssen die Räder nicht anders gepflegt werden als normale Fahrräder – abgesehen davon, dass sie trocken gelagert werden sollten, um Schimmelbildung zu vermeiden.