Lexikon

Fahrrad

Außenhülle

Die Außenhülle oder auch Zughülle ummantelt den inneren Zug der Bremse und der Schaltung. Sie schützt diese Züge vor Wind und Wetter und ermöglicht das Funktionieren der Verkabelungen. Im Allgemeinen lassen sich zwei Arten von Außenhüllen unterscheiden: Die klassische Spiralhülle hat sich als Außenhülle für Bremsen bewährt, während sich die kompressionslose Zughülle als bessere Außenhülle für die Schaltung erwiesen hat. Beide Varianten unterstützen und ermöglichen ein sicheres Fahren.

Die Spiralhülle

Die klassische Spiralhülle kennzeichnet sich durch eine Stahlspirale, die meist aus einem Vierkantdraht besteht und sich dicht um die Züge wickelt. Entweder ist die Spirale von einem Kunststoffmantel umgeben oder es ist ein flexibles Gleitrohr unter der Spirale eingesetzt. Durch den Einsatz von synthetischen Innenummantelungen soll die Reibung beim Bremsen reduziert werden. Genauso wichtig wie gutes Material ist eine festsitzende Ummantelung, die keinen Spielraum für ungewollte Bewegungen lässt. Auftretende Probleme bei Bremsen oder Schaltungen sind meist auf zu starke Reibungen zwischen dem inneren Zugteil und der Außenhülle zurückzuführen. Die Außenhülle für Bremsen und Schaltungen schützt den Zug auch vor Korrosion, Frost, Staub und Abnutzung. All diese Eigenschaften lassen sich auch auf die andere Variante der Außenhülle beziehen.

Die kompressionslose Zughülle

Bei der kompressionslosen Zughülle sind die Stahldrähte zwischen zwei flexiblen Hüllen eingebettet und folgen dem Zug fast parallel, wobei sie sich in minimalem Neigungswinkel um die Leitung wickeln. Die äußere Hülle besteht aus einer schützenden Kunststoffummantelung, wohingegen die innere Hülle ein reibungsreduzierender Teflon-Schlauch ist. Diese Bauweise hat den Vorteil, dass Biegungen keinen Einfluss auf den Zug haben – ein Umstand, der vor allem bei Schaltzügen ein großes Problem darstellte. Da aber diese Konstruktion keinem großen Druck standhält, kann sie auch nur als Außenhülle für die Schaltung verwendet werden.