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4 : 3 - Das Seitenverhältnis

Das Bildformat 4:3 – Der jahrelange Standard im Film
Das Bildformat 4:3 – Der jahrelange Standard im Film

 

Das Seitenverhältnis gibt die Breite eines Rechtecks zu seiner Höhe an und wird meist als Bruch ausgewiesen. Für das Format 4:3 bedeutet dies, dass es etwas breiter ist, als hoch. Die Begriffe Seitenverhältnis und Bildformat werden synonym verwendet. Im Filmbereich wird auch von „aspect ratio“ gesprochen, das englische Wort für Seitenverhältnis.

 

Die Geschichte des 4:3 Bildformats

Das Seitenverhältnis 4 zu 3 ist das klassische Bildformat des 35-mm-Films. Das Format wurde bereits 1893 von William Dickson entwickelt. Der Filmstreifen ist 35 mm breit und sollte der Aufzeichnung von Bewegtbildern dienen. Ursprünglich wurde das Format für die Produktion von Kinofilmen entwickelt und ist somit das Ursprungsformat des Films. Später wurde es auch in der Stehbildfotografie als „Kleinbildfilm“ benutzt. In beiden Bereichen ist es das meist genutzte Bildformat, dass sich über Jahre als Standard durchgesetzt hat. Auch Amateurfilmer benutzten das Format häufig. Bis in die 1990er Jahre verfügte jeder Röhrenbildfernseher über dieses Seitenverhältnis. Auch die ersten Computermonitore waren im 4:3 Format erhältlich.

 

Der Übergang von 4:3 zu 16:9

In der Geschichte des Kinos wurden immer wieder neue Bildformate erfunden. Mit der technologischen Entwicklung des HDTV veränderte sich auch das Seitenverhältnis für die heimischen Bildschirme und Computermonitore. Heute sind die meisten Fernseher und Screens im Format 16:9. Es ist das aktuelle Standardformat auf dem Markt. Nichtsdestotrotz werden noch breitere Bildformate entwickelt. Das Breitbildformat eignet sich besser für die menschlichen Sehgewohnheiten und entspricht eher unserem Gesichtsfeld als das kompakte 4:3 Seitenverhältnis. Auch das Kino stieg frühzeitig auf Breitbildformate um. Dadurch empfanden die Zuschauer Filmvorführungen im Kino als äußerst spektakulär, im Gegensatz zu Filmen auf dem heimischen und kompakten Röhrenbildschirm.

Da heute die meisten Serien und Filme in Breitbildformaten gedreht werden, macht es wenig Sinn, am alten 4:3-Format festzuhalten. Entweder fallen die schwarzen Balken ganz weg und dafür ist ein Teil des Bildes abgeschnitten oder der halbe Bildschirm ist schwarz. Außerdem werden kaum noch Fernsehmodelle mit diesem Seitenverhältnis produziert. Aktuell feiert das klassische Seitenverhältnis jedoch ein kleines Comeback mit Smartphones und Tablets. Denn Texte sind in diesem Seitenformat angenehmer zu lesen. Da die multifunktionalen Geräte ein breites Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten abdecken wollen, gehen die Hersteller hier einen Kompromiss ein und nutzen das 4:3-Format.