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Drohnen Gesetz in Deutschland: Das müssen Sie wissen

22.10.2019

Eine Drohne fliegt über ein Feld
Drohnen Gesetz in Deutschland: Regeln und Vorschriften

 

Drohnen sind auch unter der Bezeichnung unbemannte Flugobjekte bekannt. Hierbei gibt es sowohl Drohnen, die sich steuern lassen, als auch solche, die autonom fliegen. Bei Hobby-Fotografen sorgen sie mit der Möglichkeit von Aufnahmen aus der Luft für viel Begeisterung. Doch Drohnen sind nicht nur für den Freizeitspaß gebräuchlich: ihr Einsatzfeld ist vielfältig. Bei ziviler Nutzung werden sie beispielsweise auch für die Forschung, Vermessungstechnik oder Landwirtschaft eingesetzt. Aus den Nachrichten dürfte außerdem auch der Gebrauch von Drohnen zu militärischen Zwecken bekannt sein. In den letzten Jahren wurde eine Reihe von Gesetzen erlassen, die den Gebrauch von Drohnen regeln. Wenn Sie eine Drohne fliegen möchten, dann verraten wir Ihnen hier, was Sie dabei beachten müssen.

 

Drohnen Gesetz in Deutschland: Haftpflichtversicherung

Ein wichtiger Punkt, den Sie beim Kauf einer Drohne beachten sollten, ist die Versicherungspflicht. Unabhängig davon, ob Sie die Drohne beruflich oder nur in Ihrer Freizeit fliegen, müssen Sie für die Drohne eine Haftpflichtversicherung abschließen. Wenn Sie eine Privathaftpflichtversicherung abgeschlossen haben, sollten Sie deren Bedingungen erst einmal überprüfen. In der Regel deckt diese den Einsatz von Drohnen allerdings nicht ab und Sie müssen eine Zusatzversicherung abschließen. Hierbei gibt es unterschiedliche Angebote. Für eine Zusatzversicherung sollten Sie je nach Eigenbeteiligung und Deckungssumme mit mindestens 50 Euro und höchstens 70 Euro rechnen.

 

Drohnen Gesetz in Deutschland: Flughöhe

Im April 2017 wurde die neue Drohnen-Verordnung erlassen. Laut dieser ist die Flughöhe von Drohnen auf maximal 100 Meter begrenzt. Ausnahmen gibt es auf gewissen, ausgewiesenen Modellflugplätzen. Dort dürfen Sie Ihre Drohne höher als 100 Meter fliegen lassen. Regeln für Drohnen gibt es außerdem bezüglich des Flugortes. Verboten ist das Fliegen einer Drohne nämlich über Naturschutzgebieten und Wohngrundstücken (außer der Eigentümer erteilt eine Erlaubnis). Eine Ausnahmegenehmigung müssen Sie außerdem für das Fliegen Ihrer Drohne bei Nacht oder wenn Sie ein Gewicht von 5 Kilogramm überschreitet einholen. Halten Sie außerdem einen Abstand von mindestens 1,5 Kilometern zu Flugplätzen.

 

Drohne fliegen: Sicherheitsabstand

Auch bezüglich des Sicherheitsabstandes gibt es Regelungen im Drohnen Gesetz in Deutschland. So müssen Sie 100 Meter Sicherheitsabstand zu Menschenansammlungen, Krankenhäusern, militärischen Anlagen, Bahnanlagen und Industrieanlagen einhalten. Stellen Sie also sicher, dass Sie relativ isoliert sind, wenn Sie Ihre Drohne fliegen, um Komplikationen zu vermeiden.

 

Drohne fliegen: Drohnen-Führerschein

Wiegt Ihre Drohne mehr als 2 kg, so müssen Sie einen Drohnen-Führerschein oder auch Flugkundenachweis genannt, nachweisen können. Praktischerweise lässt sich dieser mittlerweile auch online auf der Seite des Deutschen Modellflieger Verbandes erwerben. Dass Sie durch den Führerschein durchfallen ist sehr unwahrscheinlich, da die Fragen im Zweifelsfall einfach so oft wiederholt werden, bis Sie sie richtig beantworten. Für den Führerschein ist eine Gebühr von ungefähr 27 Euro fällig.

 

Drohne fliegen: Kennzeichnungspflicht

Kennzeichnen müssen Sie Ihre Drohne, wenn das Gewicht über 250 Gramm liegt. Das bedeutet, dass Sie ihr Gerät mit Ihrem vollständigen Namen und Ihrer Adresse kennzeichnen müssen. Das Drohnen Kennzeichen muss lesbar angebracht und feuerfest sein. Sie können dazu beispielsweise eine Aluminium-Plakette verwenden. Sie müssen Ihre Drohne vor der Inbetriebnahme jedoch nicht auch registrieren.

 

EU-weite Drohnen-Gesetze

Schon seit geraumer Zeit sind Regelungen für Drohnen in Arbeit, die im gesamten EU-Raum gelten sollen. Im Juli 2020 werden diese nun endlich in Kraft treten. Die Drohnen müssen dann nach ihren technischen Eigenschaften in Klassen unterteilt werden. Auch Flugmanöver sollen in Klassen unterteilt werden. Zudem ist eine EU-weite Registrierungspflicht geplant, sofern ein bestimmtes Aufstiegsgewicht erreicht ist. Die Feinheiten dieser Regelungen sind allerdings noch nicht ausgearbeitet.

Die Regelungen, die den Einsatz von Drohnen in Deutschland einschränken, haben den Hintergrund, die Privatsphäre und Sicherheit der Bevölkerung zu schützen. Brauchen wir aber auch Gesetze, die den Einsatz von Robotern beschränken? Zu dieser Thematik haben wir einen Experten für digitales Recht befragt.