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E-Sport: Wie aus Spielerei Profi-Sport wurde

20.06.2017

Wer glaubt, dass Gamer immer noch zu Hause im Dunkeln sitzen und ein Nerd-Hobby ausleben, mit dem man Zeit vertrödelt, der irrt. E-Sport ist deutlich bekannter und erfreut sich an mehr Interessenten denn je – und schafft neben der Hobbyauslebung auch noch Jobs.

 

Von Anfang an

 

Die Ursprünge des E-Sport (elektronischer Sport) finden sich in den 1970er Jahren. Durch das Vergleichen und Wetteifern mit anderen Spielern wurde aus der Spielerei bereits ein ernstzunehmender Sport. Gaming ist genauso harte Arbeit, wie jede andere Tätigkeit auch. Man muss sich ständig verbessern, um weiterzukommen. Ähnlich wie bei beliebten Sportarten ist man auf sein Team angewiesen. Wer sich nicht steigert, bleibt auf der Strecke.

 

„Wer das Gaming zum Beruf gemacht hat, muss hart am Erfolg arbeiten.
Die Konkurrenz ist riesengroß.“

 

In Deutschland ist der E-Sport noch nicht als offizielle Sportart anerkannt. Im asiatischen Raum, wie in Südkorea, ist es schon länger eine Volkssportart und die siegreichen Spieler werden wie "Helden" gefeiert. Geld verdienen kann man deshalb um so besser. Ein bekannter spanischer Spieler namens ocelote verdiente 2014 mit dem Spielen zwischen 600.000 bis 700.000 US-Dollar im Jahr. Davon allerdings 70 Prozent durch den Verkauf von Fanartikeln. Arbeitsplätze bietet die Szene aber auch. Nicht nur im Support, sondern auch bei der Betreuung von Events und Messen. Alleine in Südkorea werden mehr als 50.000 Mitarbeiter im Bereich des E-Sports beschäftigt. Weltweit sind es mehrere Millionen.

 

Der elektronische Sport hat seit 1997 seine eigene Liga, die heutige ESL (Electronic Sports League). Sie ist die größte europäische Liga und ging aus der Deutschen Clanliga hervor. In ihr sind über drei Millionen professionelle Spieler aktiv, sowie 732.643 Teams.

 

 

Events und Turniere

 

Steigender Beliebtheit erfreuen sich aber auch Übertragungen von E-Sport Events per Stream über das Internet oder im Fernsehen. Die Austragungsorte sind auf alle Kontinente und Länder der Welt verteilt. Neben Messen und separaten Events werden Turniere live in über 142 Länder übertragen.

 

 

Beruf: Gamer

 

Ähnlich wie bei klassischen Sportevents bietet auch der E-Sport Preisgelder. Diese reichen von einigen Tausend bis hin zu mehreren Millionen Euro, beziehungsweise Dollar. Das Preisgeld für die „League of Legends World Championship 2013“ betrug eine Millionen US-Dollar und wurde an ein südkoreanisches Team aus fünf Spielern ausgezahlt. Das Austragungsspiel "League of Legends" ist kostenlos und wird von über 70 Millionen Spielern weltweit gespielt. Dem Finale folgten über 32 Millionen Zuschauer und mehr als 13.000 Besucher nahmen im Staples Center von Los Angeles an diesem Gamer-Highlight live teil, die darauf folgenden Turniere wurden noch größer und weitaus besser besucht.

 

Das Milliardengeschäft

 

Offizielle Zahlen aus dem Februar 2017 untermauern das Wachstum und den Erfolg der Gaming Branche: Der Umsatz auf der E-Sport-Szene soll bis 2020 auf über 1,5 Milliarden US-Dollar steigen.

 

Infografik: eSport wird Milliarden-Geschäft | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

 

Streaming

 

Viele professionelle Gamer verdienen ihren Lebensunterhalt aber nicht nur in der Liga. Während des Trainings oder in der Freizeit streamen die Spieler auf Plattformen wie Twitch oder YouTube.

 

E-Sport in Deutschland

 

Die Szene wächst auch darum so stark, weil immer mehr Unternehmen investieren. So haben zum Beispiel auch Expert und Schalke04 eigene Teams, die gesponsert und gefördert werden. Die Unternehmen sind für die weit verbreitetsten Spiele mit Teams ausgestattet: League of Legends und Counter Strike.