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IP-Kameras: Mehr als nur Webcams

09.02.2018

IP-Kameras sind der Technik von Webcams weit voraus, auch wenn sie ihnen in der Handhabung ähneln. Sie sind durch ein LAN-Kabel oder durch einen WLAN-Zugang mit einem Router verbunden und können, sofern dieser Router an das Internet angeschlossen ist, von jedem Ort aus gesteuert werden. Das macht IP-Kameras zu einem wichtigen Teil moderner Sicherheitsausstattung.

Der Unterschied zwischen Webcams und IP-Kameras

IP-Kameras, die oft auch als Netzwerkkameras betitelt werden, sind im Gegensatz zu Webcams nicht von einem Computer abhängig. Webcams benötigen den PC, um die aufgenommenen Daten an das Internet zu transferieren. Eine IP-Kamera hingegen ist selbstständig in der Lage, Informationen und Daten an verfügbare Netzwerke weiterzugeben. Dieser Prozess kann außerdem von außerhalb gesteuert werden, was bei Webcams nur über den angeschlossenen Computer möglich ist.

Funktionsweise von IP-Kameras

Die IP-Kamera ermöglicht durch ihre Ausstattung mit technischen Details eine große Spanne an Einsatzgebieten:

  • eingebautes Rechenzentrum für Digitalisierung und Komprimierung aufgenommener Bilder
  • Ein- und Ausgangskontakte zum Anschluss weiterer Geräte
  • großer Bilderspeicher
  • Mikrofon und Lautsprecher zur Verarbeitung von Tonmaterial
  • eigene IP-Adresse

Nach dem Anschluss der IP-Kamera an eine Stromversorgung und ein Netzwerk, kann die IP-Adresse der Netzwerkkamera über einen Browser abgerufen werden. Hier können z. B. die Bildqualität, ein Zeitschalter und weitere Funktionen eingestellt werden. Über eine mitgelieferte Software oder durch die Installation einer dazugehörigen Smartphone-App ist die IP-Kamera außerdem aus der Ferne steuerbar.

Arten von IP-Kameras

Netzwerkkameras werden in zentralisierte und dezentralisierte Geräte unterschieden. Bei einer zentralisierten IP-Kamera gibt es einen Network Video Recorder (NVR), der die Daten, welche die Kamera zur Verfügung stellt, verwaltet. Er nimmt das Bildmaterial auf, speichert es auf internen Festplatten und übernimmt weitere Funktionen wie die Kalibrierung des Alarms. Dezentralisierte Kameras hingegen besitzen einen integrierten Rechner, welcher die Aufgaben des NVR übernimmt, sodass die IP-Kamera selbstständig handlungsfähig ist.

Anwendungsgebiete von IP-Kameras

Die technische Konzeption der Netzwerkkameras bietet sich vor allem im Überwachungs- und Sicherheitsbereich an. Die Ein- und Ausgangskontakte können an Bewegungs-, Licht- und Sprachsensoren gebunden werden, die dann auf Sprache oder sogar auf Temperatur reagieren und so zur Außen- und Innenüberwachung von Gebäuden genutzt werden. Durch die eigene IP-Adresse ist es den Kameras außerdem möglich, Alarm auszulösen, Fotos und Textnachrichten zu versenden und Bild- sowie Videomaterial eigenständig zu komprimieren und online zu speichern. Gerade diese Verwendungsgebiete von IP-Kameras unterliegen in Deutschland strengen gesetzlichen Regelungen, weshalb die volle Funktionsweise nur in den seltensten Fällen zur Anwendung kommt. Die Regelungen hierfür befinden sich in § 6 des Bundesdatenschutzgesetzes.