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Schnittstellen im Smart Home

05.03.2019

Schnittstellen gehören zu den wichtigsten Komponenten bei der Übertragung von Daten und Anwendungen von Software und Hardware. Durch das Smart Home hat sich die Zahl der Schnittstellen stark erhöht und deren Bedeutung wird auch für private Haushalte und Personen immer wichtiger. Dabei machen sich die wenigsten Nutzer Gedanken darum, welch wichtige Rolle Schnittstellen spielen und suchen hier als letztes, wenn es Probleme gibt.

 

Was ist eine Schnittstelle?

Sie wird im englischen als Interface bezeichnet und der Begriff wird auch verwendet, wenn es sich um ein Kommunikationssystem handelt. Sie sorgt dafür, dass die Kommunikation zwischen Geräten oder auch Software und Hardware problemlos funktioniert und die Aufgaben erfüllt werden. Wichtig hierfür ist, dass die entsprechenden Komponenten „die gleiche Sprache“ sprechen. Dabei sorgt die Schnittstelle für den notwendigen Kontakt und die Übertragungsmöglichkeit. Der Begriff stammt ursprünglich nicht aus dem Bereich der Software sondern aus der Physik. Mit steigender Bedeutung von Software wurde er aber auch in diesen Bereich übertragen.

 

Arbeiten in einem System

Ein System mit mehreren Sendern und Empfängern kann als Einheit betrachtet werden. Tatsächlich gibt es aber mehrere Komponenten: Das beginnt mit dem Sender und dem Empfänger, außerdem kommen ein Speicherort und mehr hinzu. Im Smart Home gibt es das Smartphone / Tablet etc., und die Geräte, die miteinander verknüpft und über die App gesteuert und kontrolliert werden. Gerade bei mehreren Geräten kommt es zwangsläufig zu mehreren Schnittstellen, die für die Funktion des Smart Homes unerlässlich sind.

 

Smart Home

Die Schnittstellen im Smart Home sind nicht der einzige relevante Faktor. Grundsätzlich ist eine zentrale Steuerung dafür verantwortlich, dass alle entsprechenden Aufgaben, etwa zur Sicherheit des Hauses, gesteuert und koordiniert werden. Dabei können zum Beispiel Aufgaben wie Raumüberwachung oder auch Zutrittskontrolle anfallen. Der eingegebene Zugangscode muss dann an die Zentrale übermittelt werden, welche ihn kontrolliert und wiederum den Zutritt freigibt oder nicht. Je nach Einstellung wird zusätzlich eine Meldung auf ein Empfängergerät gesendet oder ein Protokoll über den Zutritt geführt. Durch dieses System können Lebensqualität und Sicherheit erhöht werden. Es lassen sich außerdem auch Aufgaben automatisieren, wie beispielsweise das Bewässern des Gartens bei zu geringer Feuchtigkeit des Bodens. Ein weiterer Vorteil ist die Kontrolle über das eigene Zuhause, auch wenn der Hausbesitzer unterwegs ist.

 

Kommunikation von Technik und Nutzer

Nicht nur die einzelnen Geräte müssen miteinander kommunizieren und auf Signale reagieren. Auch der Nutzer möchte mit dem System interagieren können. Die für den Nutzer entscheidendste Schnittstelle ist die Zentrale, also das Gehirn des Smart Homes. Sie vernetzt die Geräte miteinander und ermöglicht es dem Nutzer, mit dem System zu kommunizieren. Erst hierdurch wird das Smart Home wirklich intelligent. Die einzelnen Geräte sind in der Regel nur sehr eingeschränkt smart, denn sie sind auf Informationen über den Außenzustand und die Gegebenheiten angewiesen. Diese erhalten sie aber normalerweise von anderen Geräten, mit denen sie über Schnittstellen verbunden sind und in Interaktion treten. Damit sorgen erst diese Schnittstellen dafür, dass das Smart Home auch wirklich intelligent handelt und damit Energie sparen oder Sicherheit gewährleisten kann. Die erforderliche Kommunikation erfordert Schnittstellen, die entsprechend schnell Informationen an den richtigen Empfänger weiterleiten. Dabei muss darauf geachtet werden, dass die einzelnen Geräte miteinander kompatibel sind. Nur dann können sie überhaupt mittels Schnittstellen verbunden werden.

 

Ist die Schnittstelle eine Schwachstelle?

Wie die meisten Systeme kann auch ein Smart Home manipuliert werden. Hierbei werden entweder die Geräte selbst oder die Daten, welche ausgetauscht werden, Opfer von Manipulation. Angriffspunkt sind hier vor allem die Schnittstellen, da diese in der Regel am einfachsten zu verändern sind. Die Sicherung der Schnittstellen ist daher Grundvoraussetzung für ein sicheres Smart Home. Es sollte dementsprechend stets darauf geachtet werden, dass Sicherheitsupdates durchgeführt werden. Vieles kann der Nutzer aber auch selbst beeinflussen: Zugangsdaten sollten stets gesichert und unzugänglich verwahrt werden. Es ist durchaus möglich, dass verschiedene Personen mit unterschiedlichen Zugangsdaten auf ein System zugreifen. Die eigenen Zugangsdaten müssen daher nicht geteilt werden. Ein gutes System erkennt außerdem Angriffe, egal ob sie Hardware oder Software zum Ziel haben, und meldet diese, sodass der Nutzer schnellstmöglich reagieren kann.

 

Das Wichtigste über Schnittstellen

 

  • Schnittstellen sind Grundvoraussetzung für die Kommunikation des Nutzers mit den Geräten und der Geräte untereinander.
  • Es sollte stets auf die Sicherheit im Smart Home geachtet und insbesondere mit Zugangsdaten vorsichtig umgegangen werden.
  • Erst durch die Kommunikation über die Schnittstellen wird das Smart Home tatsächlich intelligent und kann dem Nutzer den Alltag erleichtern.
  • Kompatibilität der Geräte untereinander ist Grundvoraussetzung für ein Smart Home-System.