fahrrad blog der wertgarantie

Alles rund ums Rad.
Unser Fahrrad-Blog.

Unkaputtbare Reifen

22.09.2017

 

Der Schrecken vieler Radfahrer ist ein platter Reifen. Zwar kann man einen Reifen wieder flicken, doch ist dies mit viel Mühe verbunden. Dazu kommt noch der Zeitverlust, der bei längeren Fahrradtouren oder bei der Fahrt ins Büro sehr störend sein kann. Es stellt sich die Frage, ob es Reifen gibt, die nie einen Platten bekommen?

 

Kann ein Reifen „unkaputtbar“ sein?

 

Hier muss man berücksichtigen, dass ein Reifen ein Verschleißteil ist. Neben der Reißzwecke, die am Boden liegend dem Reifen schadet, sind auch Abrieb, Alterung und diverse Witterungseinflüsse Feinde des Reifens. Auch das Profil fährt sich im Lauf der Zeit kontinuierlich herunter. Im Handel werden speziell optimierte Reifen gerne als „pannensicher“, beziehungsweise unter dem geschützten Begriff „unplattbar“ angeboten.

 

„Wegen der Vielzahl an schädlichen Einflüssen, sollte man diese Modelle aber tendenziell als „pannenarm“ betrachten!“

 

Was beeinflusst die Haltbarkeit eines Reifens?

 

Die Haltbarkeit eines Reifens wird zum einen von der verwendeten Gummimischung bestimmt. Zum anderen beeinflussen auch Umgebungstemperaturen und die Fahrbahnoberflächen die Lebensdauer eines Reifens.

Darüber hinaus spielt das Fahrverhalten eine große Rolle. Sowohl der Fahrstil, als auch das Bremsverhalten haben Auswirkungen auf den Reifen. Auch ein mangelhafter Reifendruck kann schädlich sein. Dazu kommt noch die Gesamtsumme an Belastungen zusammengesetzt aus Fahrradgewicht und dem Gewicht des Fahrers samt Gepäck.

In diesem Zusammenhang ist auch zu berücksichtigen, dass lange Standzeiten einen Einfluss auf die Haltbarkeit der Reifen haben. Deshalb hängt man Fahrräder gerne auf, wenn sie über einen längeren Zeitraum – zum Beispiel im Winter – nicht benutzt werden.

 

Was kann man selbst tun?

 

Ob ein Reifen  anfällig ist, hängt auch vom Reifendruck ab. Bei ungenügendem Reifendruck ist es wahrscheinlich, dass sich ein auf der Fahrbahn befindliches Teilchen in den Mantel drückt. Eine Kontrolle des Reifens auf eingefahrene Gegenstände (Glasstücke, Metallteile, etc.) im Außenmantel vermeidet, dass diese Teile bei weiteren Fahrten pro Reifenumdrehung immer tiefer eingedrückt werden.

 

 

Was bietet der Fachhandel an?

 

Zahlreiche Reifen sind mit einer Pannenschutzeinlage versehen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um ein Band aus hochelastischem Spezialkautschuk, das die Lauffläche des Reifens verstärkt. Eine genau auf der Lauffläche eindringende Glasscherbe kann so keinen Schaden am Schlauch anrichten. Von der Seite eindringende Beschädigungen können aber mit einer derartigen Pannenschutzeinlage nicht abgewehrt werden.

 

„Eine andere Variante ist das Einlegen eines Pannenschutzbandes zwischen Schlauch und Reifen!“

 

Bei einem Reifenwechsel müsste man dann nicht zusätzlich den teuren Pannenschutz wechseln. Allerdings ist das korrekte Einlegen der Bänder mit etwas Aufwand verbunden.

Ein Reifendichtmittel oder Reifendichtgel kann vorbeugend in den Schlauch eingefüllt werden. Im Falle von kleinen Einstichen dichten diese Mittel selbstständig ab. Längere Risse oder Schnitte können damit aber nicht behoben werden.

Reifen mit engmaschigen Gewebeeinlagen aus Flüssigkristallpolymeren versprechen hingegen auch einen verstärkten Schutz gegen schnittähnliche Einwirkungen.

 

Gibt es auch Nachteile?

 

Ein pannenarmer Reifen verändert ein wenig das Fahrgefühl, da er härter auf der Fahrbahnoberfläche aufliegt. Dazu kommen ein etwas höheres Gewicht und der höhere Preis.

 

Zulassung für E-Bikes

 

Bei pannenarmen Reifen für E-Bikes ist vor allem darauf zu achten, dass die gewählten Reifen auch für die bei E-Bikes möglichen höheren Geschwindigkeiten zugelassen sind.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Scheiben- vs. Felgenbremsen

Der Riemenantrieb im Vergleich zum Kettenantrieb

Über das Gewicht von Fahrrädern