fahrrad blog der wertgarantie

Alles rund ums Rad.
Unser Fahrrad-Blog.

Sicher Pedelec-Fahren

29.08.2017

Das Fahrrad gehört für viele Menschen zum Alltag und kann sogar einen emotionalen Wert haben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Fahrradbranche beständig an neuen Produkten und Verbesserungen rund um das geliebte Rad arbeitet. Eine dieser Neuerungen ist das Pedelec. Der ungewöhnliche Name setzt sich aus den englischen Worten "Pedal Electric Cycle" zusammen und beschreibt ein Fahrrad mit akkubetriebener Tretunterstützung. Zunächst wirkt es, als sei das Pedelec nur durch den Elektromotor vom klassischen Fahrrad zu unterscheiden. Dieser Eindruck ändert sich jedoch schon bei der ersten Fahrt, weswegen es sich empfiehlt, zu Beginn gründlich die Gebrauchsanleitung zu lesen und das Rad in einer ruhigen Umgebung auszuprobieren.

 

Neue Technik − Neues Fahrgefühl

Das sich großer Beliebtheit erfreuende Pedelec zeichnet sich durch einen Elektromotor mit einer Leistung von maximal 250 Watt aus, der die Räder an der Nabe oder Tretkurbel vorantreibt. Diese Unterstützung erfolgt allerdings nur, wenn der Fahrende aktiv in die Pedale tritt und mit einer Geschwindigkeit bis zu 25 km/h fährt. Einzig beim Anfahren mit einer Geschwindigkeit bis zu 6 km/h arbeitet der Motor auch ohne Pedalbetätigung, Voraussetzung hierfür ist die Zusatzfunktion der sogenannten Schiebe- oder Anfahrhilfe. An dieser Stelle sei der Unterschied zu E-Rädern erwähnt, die auf Knopfdruck und ohne Tretleistung fahren.

 

Kraftsparendes Fahrradfahren will geübt sein

Mühsames Strampeln gehört also seit Erfindung des Pedelecs der Vergangenheit an. Doch es bedarf spezieller Vorbereitungen  für die gewichtsintensiveren Fahrräder, bevor es losgeht. Unter anderem ist die richtige Anpassung an die ergonomischen Bedürfnisse wichtig, um in Kurven richtig einbremsen und wieder beschleunigen zu können, ohne dass das Pedelec zwischenzeitlich durch die einsetzende Motorunterstützung ungewollt in die Straßenmitte abgleitet.

 

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der Vorbereitung ist das Wissen um das veränderte Fahrverhalten von Pedelecs. So verändert  beispielsweise die Position des Akkus mitunter den gewohnten Schwerpunkt des Fahrrades. Zudem verlängert das höhere Gewicht den Bremsweg. Dies ist insbesondere beim Bergabfahren bemerkbar. Um dennoch punktgenau bremsen zu können, sind in Pedelecs häufig Scheibenbremsen verbaut. Jene ermöglichen eine bessere Regulierung des zusätzlichen Gewichts, „greifen“ jedoch  auch stärker als die ursprünglich verwendeten Felgenbremsen. Daher sollten sich Umsteiger auf ein verändertes Bremsverhalten einstellen.

 

Zusätzlich kann durch die Einstellung des Elektromotors beim Anfahren eventuell eine Verzögerung auftreten, was in einem ungewollt ruckartigen Anfahren enden kann. Auch  die deutlich höhere Geschwindigkeit sollte nicht unterschätzt werden. Dies ist auch für andere Verkehrsteilnehmer relevant, die unter Umständen nicht wissen, ob es sich um ein normales Fahrrad oder um ein Pedelec handelt. Vorausschauendes Fahren und eine angemessene Geschwindigkeit  sind dementsprechend empfehlenswert.

 

 

Pedelec-Fahrsicherheitstraining

Ein Pedelec stellt höhere Ansprüche als ein ursprüngliches Fahrrad. Dafür hat die Technik mittlerweile zu großen Einfluss auf Rahmen, Lenker, Bremse und Trittverlauf genommen. Wer sich unsicher fühlt, sollte die Angebote von Fahrradschulen, Radclubs oder Freizeitstätten ins Auge fassen. Diese bieten nicht nur Hilfestellungen für Anfänger, sondern auch spezielle Pedelec-Trainings für  unterschiedliche Leistungsstufen. Diese Fahrtechnikkurse für Freunde des "integrierten Rückenwindes" schulen das Gefühl für das Rad und trainieren die Fahrsicherheit. Zusätzlich bieten sie auch die Möglichkeit, die richtige Handhabung des  Akkus oder der Schaltung zu erlernen.

 

Das könnte Sie auch interessieren:

Falthelme – Der Kopfschutz für die Tasche

Tipps für langanhaltenden Spaß mit dem E-Bike-Akku