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Ktrak-Umbau, Schneeketten oder Winterreifen – welche Lösung für welchen Winterradel-Typen?

02.01.2018

 

Radfahren im Winter

4th Life Photography - stock.adobe.com

 

Besonders schwierige Wetterverhältnisse halten viele Radler davon ab, ihre Fahrräder im Winter zu nutzen. Doch echte Radfahrfans möchten auch in der ungemütlichen Jahreszeit nicht auf ihr Bike, leere Radwege und frische, klare Luft verzichten. Und das müssen sie auch nicht. Wir haben einige Möglichkeiten zusammengestellt, wie das Rad winterfit gemacht werden kann.
 

Mit Schneeketten oder Winterreifen gut unterwegs

Beim Kraftfahrzeug haben sich Winterreifen und Schneeketten schon längst bewährt. Zwar gibt es beim Fahrrad keine Pflicht für eine Winterbereifung. Dennoch erhöht sich dank dieser die Sicherheit bei Nässe, Eis und Schnee auf den Straßen wesentlich. Zudem schützen sie vor einem Ausrutschen auf nassem Laub.

Schneeketten fürs Fahrrad sind in nahezu jedem Fachgeschäft erhältlich und lassen sich relativ leicht am Fahrrad anbringen. Einige Versionen sind in hellen Farben gehalten, so dass gleichzeitig die Sichtbarkeit verbessert wird.

Aber auch spezielle Reifen für den Winter sind eine gute Lösung, um Rutschen und Schlingern zu verhindern. Während einige Zeit Spikereifen topaktuell waren, gelten heute Allwetter- oder Lamellenreifen als gute Alternativlösung. Vorteilhaft wirkt sich dabei aus, dass diese über einen längeren Zeitraum von Herbst  bis etwa Ostern des kommenden Jahres nutzbar sind.

Wichtig zu wissen: Sowohl Schneeketten als auch Winterreifen benötigen genügend Spielraum - in der Gabel und auch im Rahmen. Bei Unsicherheiten am besten mit dem Fachhändler vor Ort klären, ob das eigene Rad unkompliziert um-/nachgerüstet werden kann.

Am wenigsten aufwändig ist ein altes „Hausmittel“: Einfach den Reifendruck absenken, bis der Mindestdruck erzielt ist. Dadurch liegt der Reifen mit einer größeren Fläche am Boden auf und kann somit mehr Halt auf verschneiten Wegen bieten. Eher aufwändig dagegen ist ein Ktrak-Umbau zum Snowbike.  
 

Ktrak heißt der neue Trend

Durch einen Ktrak-Umbau entsteht aus einem ganz normalen Fahrrad ein Snowbike, das in Gebieten mit viel Schnee eingesetzt werden kann. Beim Ktrak-Umbau findet ein Ersatz des Vorderrads durch einen Einzelski statt. Dahingegen ähnelt das hintere Rad praktisch einem Raupenfahrzeug. Während der Ski vorn wunderbar gleitet, wie wir dies von Skiern gewohnt sind, soll das Fahrrad durch den Ktrak-Umbau im hinteren Bereich eine Bodenständigkeit von rund dem 25-fachen aufweisen.  Gerade wer bei Schnee nicht auf das Mountainbiking verzichten möchte, weiß diesen neuen Trend zu schätzen.
 

Im Überblick: Welche Lösung für welchen Radfahr-Typen?

  • Bequeme Radler: Reifendruck absenken, Schneeketten
    Beide Lösungen bieten sich für diejenigen an, die keinen Wechsel von Fahrradreifen im Winter vornehmen (lassen) möchten.
     
  • Flotte Radfahrer: breite MTB-Reifen
    Wer gern schnell mit dem Bike unterwegs ist, kann von breiten MTB-Reifen profitieren. Denn diese weisen ein gröberes Profil auf, das einen besseren Halt bei Schnee und Schneematsch garantiert.
     
  • Vielfahrer und Pendler: Allwetterreifen (ggf. in Kombination mit Schneeketten), Spike-Reifen
    Für alle Fahrradfahrer, die täglich unterwegs sind, bieten sich  Allwetterreifen an. Ausgestattet mit einer Vielzahl von Rillen greifen diese besser als normale Radreifen. Bei Schnee und Eis können diese um Schneeketten erweitert werden. Auch Spikereifen sind eine gute Alternative. Sie greifen sehr gut bei niedrigem Luftdruck. Jedoch ist stets darauf zu achten, den Mindestdruck nicht zu überschreiten.
    Nachteilig bei Spikes und Schneeketten kann sich der erhöhte Rollwiderstand beim Radfahren auf Untergründen, die vom Eis befreit sind, auswirken. Alternativ lassen sich Winterreifen einsetzen, die ausschließlich seitwärts mit Spikes bestückt sind.
     
  • Mountainbiker: Snowbike
    Wer auch bei Schnee nicht aufs Mountainbiking verzichten möchte, für den könnte ein Snowbike zur neuen Liebe werden.   
     

Indoor-Lösung: Rollentraining

Und wer vom Fahren bei Schnee und Eis doch mal eine Pause braucht, schwingt sich daheim auf seinen Rollentrainer. Inzwischen gibt es tolle Trainingsprogramme, die durch atemberaubende Landschaften führen, über die man sich mit anderen Fahrern messen oder mit einer Gruppe zum Biken verabreden kann. Und das Beste ist: Das Reinigen des Rades von Schmutz und Salz nach der Tour entfällt.