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Fahrradhelm-Größe: Nur passend bieten Helme echten Schutz.

24.10.2019

Ein Fahrradhelm wird einer Frau aufgesetzt
Fahrradhelm-Größe: nur passende Helme schützen wirklich (Foto: adobe.stock.com)

 

Fahrradfahrer gehören zu den am meisten gefährdeten Verkehrsteilnehmern und sind häufig auch von Kopfverletzungen betroffen. Umso wichtiger ist es, den Kopf beim Radfahren zu schützen – allerdings brauchen Sie für einen effektiven Schutz unbedingt die richtige Fahrradhelm-Größe. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Fahrradhelm-Größe messen, welche Helmgröße Kinder benötigen und wann Ihr Fahrradhelm richtig sitzt. Außerdem verraten wir Ihnen, welche Arten von Fahrradhelmen es gibt, wie oft Sie Ihren Helm austauschen sollten, mit welchen Kosten zu rechnen ist und was es beim Kauf zu beachten gilt.

 

Fahrradhelm-Größe ermitteln: So geht’s

Jeder Kopf ist anders und sein Umfang nur bedingt abhängig von Alter oder Körpergröße, weshalb man die individuelle Fahrradhelm-Größe ermitteln sollte. In der Regel gibt es folgende Helmgrößen: S (55/56 cm Kopfumfang), M (57/58 cm), L (59/60 cm) und XL (61/62 cm), bzw. Doppelgrößen wie M/L. Dabei handelt es sich aber nicht um passgenaue Standardgröße – und deshalb sollten Sie vor dem Kauf Ihre exakte Fahrradhelm-Größe messen. Dafür greifen Sie zu Maßband oder Faden, den Sie anschließend mit dem Lineal abmessen, und messen Ihren Kopf an der breitesten Stelle etwa zwei Zentimeter oberhalb der Augenbrauen. Das Maßband sollte über den Ohren am unteren Rand des Schädels liegen und nicht zu tief im Nacken. Der gemessene Kopfumfang liegt zwischen zwei Größen? Dann empfiehlt es sich, die größere Größe zu wählen – allerdings muss gewährleistet sein, dass der Helm sich so einstellen lässt, dass er ohne Kinnriemen auch dann hält, wenn Sie den Kopf nach unten hängen lassen.

 

Fahrradhelm-Größe ermitteln: So nehmen Sie richtig Maß.

 

Fahrradhelm-Größe: So sitzt der Helm richtig

Sicherheit bietet nur ein Helm, der richtig sitzt und nicht wackelt oder rutscht. Mit Kinnriemen und Verstell-System wird der Radhelm angepasst, sodass die vordere Helmkante auf Höhe der Augenbrauen liegt und der Helm waagerecht positioniert ist. Der Sitz stimmt, wenn die beiden Riemen ein Dreieck um das Ohr bilden und ebenso wie das Verstell-System fest angezogen sind. Dabei ist natürlich darauf zu achten, dass es keine Druckstellen gibt und die Riemen den Hals nicht einengen! Falls Sie (Sonnen-) Brillenträger sind, sollten Sie die Brille unbedingt bei Anprobe des Helms tragen. Wenn weder Gestell noch Gläser den Helm berühren und nichts drückt, ist die Fahrradhelm-Größe für Sie passend.

 

1. Bild: Der Sitz stimmt, wenn die beiden Riemen ein Dreieck um das Ohr bilden. 2. Bild: Die Riemen sollten den Hals nicht einengen.

 

Fahrradhelm-Größe: Sicherheit für die Klein(st)en

Bei kleinen Kindern ist der Kopf im Verhältnis zum Körper noch relativ groß – und deshalb fallen sie häufig kopfüber. Schon deswegen sollten Kinder stets einen Helm tragen, ob im Fahrradhänger oder auf dem Kindersitz, auf dem Laufrad und beim selbstständigen Radfahren. Auch beim Fahrradhelm für Kinder müssen Größe und Passform stimmen – ein Kinderhelm sollte keinesfalls „zum Reinwachsen“ gekauft werden. Nur mit der passenden Fahrradhelm-Größe ist Ihr Kind im Verkehr gut geschützt. Zudem sollte der Kinderhelm dem Sicherheitsstandard DIN EN 1080 genügen.

Um die richtige Kinderhelm-Größe zu ermitteln, wird der Kopfumfang bei den Kleinen genauso gemessen wie bei Erwachsenen. Die im Handel erhältliche Helmgröße für Kinder bewegt sich üblicherweise zwischen 44 und 60 Zentimetern.

Als Faustregel gilt:

0 – 3 Jahre / 44 – 52 Zentimeter Kopfumfang
2 – 7 Jahre / 46 – 57 Zentimeter Kopfumfang
5 – 12 Jahre / 52 – 60 Zentimeter Kopfumfang

 

Fahrradhelm-Größe: Welche Modelle für welches Fahrrad?

Nicht nur die Fahrradhelm-Größe ist sicherheitsrelevant. Auch Fahrstil und Fahrrad sind wichtig bei der Wahl des passenden Helms:

Helme für Alltag und Touren

Für die Fahrt zur Arbeit oder eine gemächliche Wochenendtour benötigen Sie einen eher einfachen Helm. Aerodynamik beispielsweise spielt hier keine große Rolle. Allerdings ist es sinnvoll auf eine gute Belüftung zu achten. Denn nur, wer unter seinem Helm nicht schwitzt, trägt ihn auch konsequent. Bei vielen Alltags- und Touren-Helmen gibt es mittlerweile Extras wie integrierte Leuchten oder sogar Smart-Helme mit intelligenten Funktionen. Ebenfalls geeignet für Alltag und Tour ist der Airbag-Helm von Hövding. Hier werden bei Auslösen des Airbags Kopf- und Nackenbereich geschützt. Der „Helm“ wird wie ein Kragen angelegt, so dass der Kopf frei bleibt. Im Artikel „Der Airbag-Helm“ finden Sie detailliertere Informationen. Eine weitere Alternative sind Falthelme, die sich durch Zusammenfalten verkleinern lassen und so einfach in Rucksack oder Tasche transportiert werden können. Lesen Sie im Artikel Falthelme – der Kopfschutz für die Tasche nach, welche Modelle und Anbieter es gibt.

Helme für Rennradfahrer

Rennradhelme sind insbesondere auf den Schutz von Gesicht und Vorderkopf ausgelegt. Sie sind leicht, gut belüftet und aerodynamisch optimiert.

Helme für Mountainbike-Fahrer

Mountainbike-Helme schützen zusätzlich Hinterkopf und Schläfen. Für Downhill-Fahrer ist ein Integralhelm ratsam, da dieser über einen zusätzlichen Kinnschutz verfügt.

Helme für BMX-Fahrer

Auch hier ist der Schutz von Gesicht, Kinn und Mund wichtig. BMX-Helme sind eher minimalistisch und verfügen über geringe Belüftung.

Helme für Triathleten

Priorität des Triathlon-Helms ist die Aerodynamik. Entsprechend verfügt er über eine futuristisch anmutende Heckspitze, die den Fahrtwind ableitet.

 

Fahrradhelm-Größe: worauf Sie beim Kauf achten sollten

Es gibt neben der Fahrradhelm-Größe viele weitere Kriterien bei der Wahl eines optimalen Fahrradhelms. Einige davon möchten wir hier nennen:

Sicherheitsstandards

In Deutschland und in der EU verkaufte Fahrradhelme müssen die DIN EN 1078 erfüllen, genauer gesagt Anforderungen im Hinblick auf Schutzwirkung, Materialbeständigkeit und Verhalten bei Aufprall und Sturz. Ein entsprechender Aufkleber findet sich innen im Helm. Darüber hinaus sind viele Fahrradhelme TÜV-geprüft und/oder mit CE-Kennzeichnung bzw. GS-Siegel versehen. Helme für Downhill- und BMX-Sport bedürfen neben der DIN EN 1078 auch der US-Prüfnormen ASTM F1952-15 bzw. ASTM F2032-15.

 

CE-KennzeichnungGS-Siegel DIN

 

Tragekomfort

Natürlich muss Ihr zukünftiger Helm bequem sein, damit er nicht am Lenker hängen bleibt. Atmungsaktive Polsterungen, integrierte Insekten-Netze und Belüftungsschlitze machen einen Helm deutlich komfortabler.

Design

Auch Design kann eine Rolle spielen: Schicke Helme werden oft als weniger uncool empfunden und lieber genutzt. Mit farblich auffälligen Helmen werden Radfahrer potenziell besser gesehen.

Qualität

Ein herausragendes Qualitätsmerkmal ist die Herstellungsart. Meiden Sie möglichst verklebte Helme und wählen Sie stattdessen Produkte, die im In-Mold-Verfahren gefertigt und deutlich robuster sind.

 

Fahrradhelm-Größe: Wie oft muss der Helm ausgetauscht werden?

Die Deutsche Verkehrswacht rät dazu, den Fahrradhelm alle fünf Jahre zu wechseln, im Falle eines Sturzes sogar unmittelbar. Selbst wenn Ihr Helm so gut wie neu aussieht: Allein die UV-Strahlung führt langfristig zu Materialermüdung. Auch Risse und Löcher im Obermaterial und innere oder äußere Dellen sind Alarmsignale, die einen Austausch notwendig machen. Natürlich ist es ratsam, vor einem Wechsel erneut die Fahrradhelm-Größe zu messen, da sich die Kopfform mit der Zeit verändern kann.

 

Fahrradhelm-Größe: Kosten und Nutzen

Fahrradhelme gibt es in allen Arten und Preislagen. Auch wenn hochpreisige Helme in der Regel gute Bewertungen erhalten, so muss Qualität nicht immer teuer sein. Mit mindestens 50 Euro für einen „normalen“ Helm sollten Sie allerdings schon rechnen, immerhin soll dieser ja auch wirklichen Schutz bieten. Auf jeden Fall ist es ratsam, sich zwecks Beratung an einen Fachmann zu wenden, der Sie sicherlich gerne hinsichtlich Fahrradhelm-Größe und -modell unterstützt.

 

 

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