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10 Gründe, warum ich auch im Winter mit dem Rad fahren sollte

19.11.2018

Für viele Menschen ist das Fahrrad ein Fortbewegungsmittel für die warme Jahreszeit. Sinken die Temperaturen, schwindet die Liebe zum Rad. Spätestens, wenn dann auch noch die ersten Schneeflocken fallen, ist es meistens ganz aus. Das muss aber nicht sein. Es gibt gute Gründe, auch im Winter mit dem Fahrrad zu fahren. Die 10 besten mehr oder weniger ernst gemeinten Gründe haben wir zusammengestellt und erklären vor allem, wie man sicher mit dem Fahrrad bei Eis und Schnee unterwegs ist.

 

Sicher mit dem Fahrrad durch den Winter kommen

Wenn die Tage kürzer und die Temperaturen niedriger werden, geben viele auf. Mancher, der im Sommer noch viel mit dem Fahrrad gefahren ist, weicht aus auf Bus, Bahn oder Auto. Es geht aber auch anders. Wer es richtig macht, hat selbst im Winter mit dem Fahrrad viele Vorteile. Die folgenden 10 Gründe sprechen für das Radfahren im Winter.

 

1. Den Radweg ganz für sich alleine haben

Ist der erste Schnee gefallen, geben die meisten Radfahrer auf. Wer sich jetzt mit dem Rad auf den Weg macht, hat den ganzen Radweg für sich alleine. Oft ist das leider kein großes Vergnügen. Radwege sind meistens nicht geräumt, im Gegenteil – oft schiebt der Winterdienst sogar noch den Schnee von der Straße auf den Radweg. Deshalb ist es oft sinnvoll, Alternativ-Strecken auszuprobieren. Durch Parks oder entlang von Flüssen ist das Radfahren in der Regel deutlich angenehmer.

 

 

2. Sich freuen, dass man mit dem Rad schneller ist als die Kollegen mit dem Auto

Fällt der erste Schnee, ist Frust bei den Kollegen vorprogrammiert, die mit dem Auto fahren. Oft geht auf den Straßen gar nichts mehr und zum Teil große Verspätungen sind an der Tagesordnung. Wer mit dem Fahrrad fährt, ist trotz angepasster, vorsichtiger Fahrweise und Alternativrouten in vielen Fällen schneller. Einfach, weil man nicht im Stau stehen muss.

 

3. Die Funktionskleidung bekommt endlich einen Sinn

Funktionskleidung tragen viele Menschen im Alltag. Wirklich brauchen und nutzen, tun sie jedoch nur die wenigsten. Wer mit dem Fahrrad im Winter fährt, gibt seiner Funktionskleidung endlich einen Sinn. Denn ohne warme und wetterfeste Bekleidung sollte man das Fahrrad im Winter wirklich besser stehen lassen. Bewährt hat sich das Zwiebelschalenprinzip. Es ist besser, mehrere dünne als wenige dicke Bekleidungsschichten zu tragen. Eine wind- und regenfeste Jacke und am besten auch eine entsprechende Hose bilden die Außenschicht. Wichtig sind außerdem Mütze, Schal und Handschuhe. Ohne die geht gar nichts. Bei wirklich widrigen Wetterverhältnissen können zusätzlich eine Schutzbrille und ein Gesichtsschutz sinnvoll sein. Bei nicht ganz so widrigen Verhältnissen reicht oft eine gute Fett-Hautcreme im Gesicht als Kälteschutz.

 

4. Endlich mal wieder so richtig schön am Fahrrad rumbasteln

Aber nicht nur Fahrer oder Fahrerin sollten sich gut gegen Kälte schützen. Das Fahrrad sollte ebenfalls fit für den Winter sein. Genau das Richtige also für alle, die gerne am Fahrrad rumbasteln. Besonders wichtig ist im Winter, dass das Licht am Fahrrad einwandfrei funktioniert. Auch Bremsen und Schaltung sollten geprüft, gereinigt und wo nötig nachgestellt werden. Das gilt ebenso für die Kette. Sie sollte ebenfalls vor dem Wintereinbruch gereinigt und noch einmal gut nachgefettet werden. Sinnvoll kann es außerdem sein, Schrauben am Rad durch rostfreie Edelstahlschrauben zu ersetzen. Am wichtigsten sind aber die Reifen. Grundsätzlich sollten im Winter spezielle Winterreifen mit grobem Profil gefahren werden. Wer zusätzlich den Reifendruck reduziert, erhöht die Haftung der Reifen noch weiter.

 

5. Die neuen Akku-Lampen vom Weihnachtsmann ausprobieren

Nicht jedes Fahrrad ist mit einer Dynamo-Beleuchtung ausgestattet. Akku-Lampen sind dann eine gute Alternative und seit einigen Jahren auch StZVO-konform. Vielleicht ja eine gute Idee für Weihnachtswünsche. Und nach Weihnachten müssen die neuen Lampen dann dringend getestet werden...

 

6. Mit coolen Spike-Reifen rumfahren

Noch mehr Halt als Winterreifen geben Spikereifen. Allerdings sind solche Reifen wirklich nur bei Schnee und Eis sinnvoll. Sind die Strecken frei, fährt es sich mit Spikereifen nicht so gut. Diese wirklich spezielle Bereifung ist daher eher was für das Zweitrad, oder für die wenigen Wochen im Winter, in denen tatsächlich viel Schnee liegt.

 

7. Neue Fahrtechniken ausprobieren

Noch wichtiger als spezielle Reifen ist im Winter mit dem Fahrrad die richtige Fahrweise. Das bedeutet vor allem: langsam und vorausschauend fahren. Plötzliche, scharfe Bremsungen führen schnell zum Sturz. Beim Treten sollten Winterfahrer langsam aber kontinuierlich treten und die Kette immer auf Spannung halten. Einzige Ausnahme: in Kurven. Hier sollten Radfahrer nach Möglichkeit weder bremsen noch in die Pedale treten, sondern sich möglichst rollen lassen. Bei Glätte bricht das Rad sonst schnell aus. Wer noch nie bei Eis und Schnee gefahren ist, muss diese Fahrweise erstmal verinnerlichen.

 

8. Den Weihnachtsspeck abtrainieren

Wer kennt das nicht. Weihnachten ist vorbei, das neue Jahr hat begonnen und man fühlt sich selber wie eine Mastgans. Ein weiterer guter Grund, um im Winter mit dem Fahrrad zu fahren und so die gesammelten Pfunde regelmäßig abzuarbeiten. Wenn andere dann ihre Frühjahrs-Diät beginnen, haben Radfahrer gut lachen.

 

9. Abenteuer erleben

Bei Schnee und Eis Fahrrad zu fahren ist durchaus manchmal ein Abenteuer. Nun liegen Mut und Leichtsinn bekanntermaßen dicht zusammen. Auch die größte Abenteuerlust sollte daher nicht zu Leichtsinn und Übermut verleiten. Vorausschauendes Fahren ist oberstes Gebot. Wer an schwierigen Passagen absteigt und schiebt ist kein Feigling, sondern beweist Verstand.

 

10. Vor den Kollegen angeben

Wer unbeschadet sein Winterabenteuer auf dem Rad bestanden hat, darf damit ruhig ein bisschen vor den Kollegen angeben. Vielleicht nicht unbedingt, wenn die gerade mit dem Auto eine Stunde im Stau gestanden haben...

 

Resümee

Fahrrad fahren ist auch im Winter bei Minusgraden, Eis und Schnee möglich. Vorausgesetzt, Radfahrer und -fahrerinnen, bereiten sich entsprechend vor. Außerdem sollten sie sich möglicher Risiken und Gefahren bewusst sein, ihr Fahrverhalten entsprechend anpassen und an schwierigen Passagen einfach mal absteigen und schieben. Wer nach einer ruhigen Winterfahrt durch den Park entspannt zur Arbeit kommt, darf sich gut fühlen und das den Kollegen auch ruhig mal zeigen.

 

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